Das Zusammenspiel zwischen Postfix, Amavis und den Content-Filtern ist nicht ganz trivial. In der Standard-Konfiguration sendet Postfix ungeprüfte Mails zunächst an den Port 10024 auf localhost. Dort nimmt Amavis sie in Empfang und leitet sie an das angeschlossene Antivirenprogramm weiter.
ClamAV nimmt die Mail auf Port 3310 entgegen, AVG auf 5555. Die voreingestellten Ports lassen sich natürlich in den Konfigurationsdateien ändern. Der Antivirendämon leitet die Mail dann zurück an Amavis. Von Amavis läuft die Mail wieder an Postfix, diesmal auf Port 10025. Und zu guter Letzt liefert Postfix die Mail aus.
Damit das Ganze schneller geht, können sowohl Amavis als auch die Antiviren-Dämonen in jeweils mehreren Instanzen gestartet werden, die die Mail-Warteschlange parallel abarbeiten. Voreingestellt sind für den AVGDämon zwei Instanzen, für Amavis drei und für ClamAV eine. Um ClamAV mehrfach zu starten, müssen Sie für jede Instanz eine eigene Einstellungsdatei und eine eigene Logdatei einrichten.
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