Bei Porträts, seitlichen Personennahaufnahmen und beim Fotografieren kleiner Gegenstände wirkt ein gestochen scharf sichtbarer Hintergrund störend und lenkt den Blick des Betrachters ab. Besser wirken solche Aufnahmen, wenn Sie den Hintergrund gezielt in Unschärfe setzen.
Dreh- und Angelpunkt ist dabei die so genannte Schärfentiefe, also der Entfernungsbereich, in dem Ihr Foto scharf abgebildet wird. Die Schärfentiefe beeinflussen Sie durch die Wahl der Blendenöffnung und das Zoom. Ideal für Porträts ist es daher, die Blende zu öffnen, so weit es nur geht, und gleichzeitig mit einem Zoom zu arbeiten.
Dazu schalten Sie zunächst die Belichtungsautomatik Ihrer Kamera aus, und stellen dann manuell eine möglichst weit geöffnete Blende (kleiner Blendenwert) ein. Gute Einstellungen sind Blende 2,8 oder 4,5. Die Schärfentiefe nimmt zusätzlich ab, je weiter Sie Ihre Kamera in den Zoombereich schalten. Wenn Sie deshalb zusätzlich noch ein paar Schritte zurückgehen und an das Motiv heranzoomen, verschwimmt der Hintergrund Ihrer Aufnahme perfekt in der Unschärfe.
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