Problem: Wie erfahren Sie, ob ein Dialer gerade eine Nummer anwählt und was das kostet?
Lösung: Seriöse Dialer, bei denen sich die Anbieter an geltendes Recht halten, wählen sich nicht selbsttätig ein, sondern präsentieren zuvor ein Dialogfeld. Sie sind per Gesetz verpflichtet, hier über die Einwahlnummer und die durch die Einwahl entstehenden Kosten zu informieren.
Dieser Pflicht kommen die meisten Anbieter nicht in ausreichendem Maße nach. Die Tarifinformationen muss man dann mit der Lupe suchen. In einigen Fällen sind sie als Zahlenkolonne geschickt hinter der Versionsnummer versteckt. Gerne setzen die Anbieter auch kontrastarme Schriftfarben ein.
Es gibt aber noch schlimmere Anbieter. Ihre Programme arbeiten unsichtbar: Sie melden sich nicht mit einem Dialogfeld und weisen somit auch nicht auf Einwahlnummer und -kosten hin. Um nicht entdeckt zu werden, nutzen sie die perfidesten Tricks. Einige Programme lauern im Hintergrund, bis der Anwender das nächste Mal eine Verbindung ins Internet aufbaut. Sobald er im DFÜ-Netzwerk-Dialog auf "Verbinden" klickt, tauscht die Dialer-Software unbemerkt die Einwahlnummer aus. Statt zum gewohnten Provider wird so eine Verbindung zu einer teuren 0190-Nummer aufgebaut.
Andere Dialer umgehen das DFÜ-Netzwerk komplett und greifen direkt auf den ISDN- oder Modemtreiber zu. Bei ISDN hat ein Dialer sogar die Möglichkeit, zusätzlich zu Ihrer normalen Verbindung über den zweiten B-Kanal eine 0190-Nummer anzuwählen. Während ISDN lautlos funktioniert, fällt ein selbsttätig wählendes Modem schon eher auf. Jedoch lässt sich mit einem standardisierten Befehl der Modem-Lautsprecher abschalten. Das einzige, was den Anwender noch misstrauisch machen könnte, sind die Kontroll-Lämpchen an einem externen Gerät.
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