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Risiken beim IPv6-Tunneling

03.11.2009 | 09:47 Uhr |

Mit steigendem Einsatz von IPv6 wird auch die Nutzung von Tunneling-Protokollen zunehmen - das birgt aber Risiken, meint Ben April, Advanced Threat Researcher bei Trend Micro.

"IPv4-Firewall-Regeln berücksichtigen NICHT den IPv6-Verkehr", meint Ben April, Advanced Threat Researcher bei Trend Micro.
Vergrößern "IPv4-Firewall-Regeln berücksichtigen NICHT den IPv6-Verkehr", meint Ben April, Advanced Threat Researcher bei Trend Micro.
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"Mit steigendem Einsatz von IPv6 wird auch die Nutzung von Tunneling-Protokollen zunehmen - das ist gut für die Verbreitung von IPv6, aber weniger gut für die Sicherheit", meint Ben April, Advanced Threat Researcher bei Trend Micro nach diesem Bericht unserer Schwesterpublikation channelpartner.de .

"Dieser Hinweis gilt in erster Linie für den Tunnelmechanismus 6to4 . Er sollte nicht mit 6in4 und Teredo -Protokollen verwechselt werden. Ein direkter Tunnel zu den IPv6-Systemen des eigenen Providers verursacht nicht dieselben Probleme und Risiken wie öffentliche Protokolle.

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Beide Protokolle - sowohl 6to4 als auch Teredo - sind darauf ausgerichtet, den Übergang zu IPv6 zu erleichtern, und keines der beiden gibt vor, einen besonderen Schutz zu bieten. Im Gegenteil, der Teredo RFC geht sogar so weit, sich selbst als "IPv6-Provider des letzten Auswegs" zu bezeichnen. Der Grund für dieses Label sind die verrückten Kunststücke, die erforderlich sind, um erfolgreich die vielen NAT-Gateways zu passieren. Es lohnt sich aber, auch andere Faktoren zu bedenken. Ein ganzer RFC für 6to4 ist ausschließlich Sicherheitsüberlegungen gewidmet.

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