06.03.2012, 14:14

Thomas Joos

Windows-Tuning

64-Bit-Programme für Windows 7

Kompatibilität für Hyper-V testen
AMD und Intel bieten kostenlose Anwendungen an, mit denen man überprüfen kann, ob die Server-Prozessoren 64-Bit-fähig sind und ob Hyper-V verwendet werden kann. Intel-Prozessoren sind mit Intel Virtualization Technology (Intel VT) beschriftet, die von AMD mit AMD Virtualization (AMD-V). Auch Microsoft bietet Programme zur Prozessorprüfung an: Für AMD und für Intel. Die Anwendungen werden heruntergeladen und anschließend ausgeführt. Ob der verwendete Prozessor Hyper-V unterstützt, wird in einer Meldung angegeben.
Migrationstoolkit für vereinfachte Server-Migration
Es gibt viele Anwendungen, die helfen, Server auf neue Hardware umzustellen. Sie sollen Freigaben neu erstellen, Daten übertragen und Rechte einräumen. Doch nur wenige können NTFS-Rechte übernehmen oder Freigaben einräumen. Microsoft bietet mit dem Migrationstoolkit eine kostenlose Lösung an. Sie können die Server-Migration mit dem Programm transparent durchführen. Dies gilt auch für komplette DFS-Stämme zum Windows Server 2008 R2. Verzeichnisse werden vom Migrationsprogramm vollständig übernommen. Freigaben und Ordner werden angelegt, Dateien kopiert und NTFS-Rechte umgesetzt. Zudem erzeugt das Programm einen Migrationsbericht.
Sie migrieren den Datei-Server bequem über einen Assistenten. Geänderte Dateien können ebenfalls kopiert werden. So haben Sie die Möglichkeit, eine Datensicherung durchzuführen und erst danach Daten zu übertragen. Unabhängig von Ihrem Betriebssystem können Sie unterschiedliche Datei-Server auf einen neuen migrieren, auch zu DFS. Das Toolkit ist mit Windows Server 2008 R2 kompatibel und steht unter microsoft.com als Download zur Verfügung. Dort gibt es zudem weiterführende Informationen sowie ein Whitepaper. Unter finden Sie außerdem eine Videoanleitung zum Migrationsprogramm.
Da Windows Server 2008 R2 nur als 64-Bit-Variante existiert, ist hier das Migrationswerkzeug besonders nützlich. Die Anwendung gibt es als 32-Bit- oder 64-Bit-Version. Bei großen Mengen an Daten sollten Sie sich für die 64-Bit-Version entscheiden. Die Migration verläuft anschließend wie folgt:
1. Installieren Sie auf neuer Hardware den neuen Server.
2. Installieren Sie das Migrationstoolkit. Konfigurieren Sie den Migrationsprozess.
3. Die Anwendung benutzt die Bezeichnung des Quellservers als Stammverzeichnis. Wollen Sie den Zielpfad ändern oder anschließend Daten am Prozess anpassen, konfigurieren Sie die XML-Datei des Projektes, was ausschließlich in der XML-Datei möglich ist.
4. Starten Sie das Projekt und übertragen die Daten. Die Anwendung kopiert Dateien, Ordner und Rechte auf den neuen Server, während alles auf dem alten Server bestehen bleibt, optional auch Freigaben.
Microsoft PowerShell erweitern
Quest bietet unter quest.com das kostenlose Programm PowerShell Commands for Active Directory an, mit dem Sie Ihre PowerShell erweitern können. Auf derselben Website findet sich eine umfassende Betriebsanleitung im pdf-Format. Die Anwendung verfügt über unterschiedliche Teile, die unabhängig voneinander installiert und betrieben werden können. Sie sind zudem über PowerGui verfügbar. Nach der Installation ist die Anwendung über eine Verknüpfung erreichbar, über die Sie die PowerShell starten können. Neue CMDlets werden über "get-command Quest.ActiveRoles.ADManagement*" angezeigt.
Viren bannen mit dem Safety Scanner
Ist Ihr Rechner mit Viren infiziert, finden Sie unter microsoft.com ein Programm namens Safety Scanner, das Viren aus dem System eliminiert. Es dient der Bereinigung befallener Rechner, nicht als dauerhafter Virenschutz. Eine große Datenbank verschiedener Signaturen gibt der Anwendung die Größe von 70 MB. Eine Installation ist nicht notwendig. Nach dem Download steht das Programm sofort zur Verfügung. Sie haben zehn Tage lang Zeit, die Anwendung zu nutzen. Nach Ablauf dieser Frist laden Sie die aktuelle Version herunter.
Wenn Sie die Anwendung starten, haben Sie die Wahl, den gesamten Rechner oder einzelne Verzeichnisse abzusuchen oder eine schnelle Überprüfung vorzunehmen. Das Programm sucht nach Virenbefall und gibt Auskunft über vorhandene Viren.
Windows Performance Toolkit ermittelt Systemleistung
Unter microsoft.com finden Sie das Software-Paket Development Toolkit (SDK) als kostenlosen Download. Mit dieser Anwendung kommt das Windows Performance Toolkit zur Leistungsermittlung. Zur Verwendung des Programms brauchen Sie .NET Framework 4, das ebenfalls auf microsoft.com angeboten wird, wie auch weiterführende Informationen zum Toolkit.
Sie erstellen den Bericht zur Performance Ihres Systems, nachdem Sie Windows SDK installiert haben, wie folgt:
1. Verwenden Sie die Eingabeaufforderung mit Administratorrechten.
2. Nun verwenden Sie die Aufforderung „xperf -start -on diageasy“.
3. Die Anwendung führt eine Messung der Systemleistung durch.
4. Ebenso registriert das Programm die Reaktionszeiten des Rechners. Sie haben die Möglichkeit, die Leistung einzelner Anwendungen zu überprüfen, indem Sie die Programme starten.
5. Zur Beendigung der Anwendung verwenden Sie „xperf –stop“.
Inzwischen hat die Anwendung eine Datei über die Messung unter C:kernel.etl angelegt.
Das Programm ermöglicht zudem eine Überprüfung des Bootens. Gehen Sie dazu wie oben vor, doch verwenden Sie "xbootmgr -trace boot -resultpath c:". Das Programm initiiert einen System-Neustart und prüft dabei den Boot-Vorgang. Unter C: wird darüber eine Datei (.etl) abgespeichert.
Der Windows Performance Analyzer gehört zu den Anwendungen des Toolkits und kann die erstellten .etl-Dateien über File/Open öffnen. Beim Versuch die Messdatei des Boot-Vorgangs zu öffnen kann es zur Fehlermeldung kommen. In diesem Fall verwenden Sie den Befehl „xperfview -tti“, um die Datei zu öffnen.
 
Wenn Sie das Fenster im linken Bereich anklicken, öffnen Sie das Menü. Nun können Sie sich die unterschiedlichen Bereiche anzeigen lassen. Sie haben die Möglichkeit, genauere Daten anzeigen zu lassen, wenn Sie in der Grafik in einzelne Bereiche hineinzoomen. Dafür müssen Sie den gewünschten Bereich per Maus auswählen und mit rechter Maustaste hineinklicken. Gehen Sie im Menü auf „Zoom to Selection“ und das Heranzoomen startet. Im Kontextmenü finden Sie den Befehl „Summary Table“, über den eine Tabelle angezeigt wird. Mittels Häkchen können Sie wählen, welche Informationen gezeigt werden. Über „CPU Usage by Process“ beispielsweise lassen Sie anzeigen, wie hoch die Prozessor-Belastung einzelner Vorgänge ist. Zugriffe auf die Festplatten werden über „Disk I/O“ sichtbar.
Baseline Security Analyzer 2.2: Mehr Sicherheit
Das Programm MBSA 2.20 von Microsoft wird heruntergeladen und installiert. Anschließend können Sie den Rechner, IP-Bereiche oder einzelne Domänen unter Windows auf Sicherheitslücken überprüfen. Das Programm scannt den vorgegebenen Bereich und erstellt einen Bericht. Damit erfahren Sie, welche Patches fehlen oder ob Fehler in der Sicherheitskonfiguration vorliegen.
CPU-Z zur Identifizierung von Systemkomponenten
Unter cpuid.com finden Sie das vielfach verwendete Programm CPU-Z als kostenlosen Download. Eine Installation ist nicht nötig. Das Programm identifiziert eingebaute CPU und weitere Komponenten des Systems und speichert die Analyse mit der Aufforderung „cpuz.exe -txt=“ als Textdatei ab.
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