Windows aufbohren

Nützliche 64-Bit-Programme für Windows 7

Samstag, 09.06.2012 | 08:01 von Thomas Joos
Nützliche 64-Bit-Programme für Windows 7
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Mit den richtigen Tools erweitern Sie den Funktionsumfang von Windows 7 noch einmal deutlich. Idealerweise nehmen Sie dafür 64-Bit-Tools. Wir stellen die Besten vor.
Generell werden die meisten Programme als 32-Bit- und als 64-Bit-Version angeboten. Dabei sollten Sie, falls vorhanden, die für Ihr System passende Variante wählen. Unsere Schwesterpublikation Computerwoche hat eine Auswahl von ausgesprochen wichtigen und nützlichen Programmen für Windows 7 und Windows Server zusammengestellt, die auch als 64-Bit-Version vorliegen.

LockHunter gibt gesperrte Dateien frei

LockHunter gibt gesperrte Dateien frei
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Mit der Freeware LockHunter von lockhunter.com können Sie sich helfen, wenn Sie auf eine Datei zugreifen wollen, die in Benutzung ist. Nach der Installation erscheint im Kontextmenü der Dateien der Punkt „What is locking this file?“. Durch Anklicken öffnen Sie ein Fenster mit Informationen über die Blockierung. Nun können Sie die Datei entweder mit dem Befehl „Unlock it!“ freigeben oder die Blockierung über „Delete it!“ entfernen.

Mit Windows System State Analyzer Änderungen im Auge behalten

Jedes neue Programm, das Sie installieren, bringt - mitunter zahlreiche - Veränderungen in Systemdateien, Verzeichnissen und anderen Bereichen wie der Registry mit sich. Der Windows System State Analyzer (WSSA) von Microsoft ist eine kostenlose Zusammenstellung von Anwendungen, die es möglich machen, diese Veränderungen nachzuvollziehen. Sie können über das Software Certification Toolkit installiert werden und sind als WSSA 64-Bit unter microsoft.com zu finden.

Da WSSA nur eines von mehreren Teilen im Toolkit ist, muss nicht das gesamte Paket installiert werden. Wenn Sie WSSA verwenden, können Sie vor jeder Systemänderung einen Schnappschuss erstellen, indem sie das Programm starten und im Reiter „Snapshot“ auf den Befehl „Create New“ drücken. Nun legen Sie den Pfad fest, unter dem der Snapshot zu finden sein soll und drücken „Start“. Damit wird der Snapshot erstellt und Sie können das neue Programm installieren und überprüfen, welche Veränderungen entstehen. Dabei wird das Programm WSSA offen gelassen! Nach der Installation gehen Sie rechts auf den Befehl „Create New“ und geben den Pfad für den zweiten Snapshot an. Sie haben jetzt zwei Snapshots gespeichert, die im nächsten Schritt miteinander verglichen werden.

Sie haben die Option zum Reiter „Quick comparison“ zu gehen oder auf den Befehl „Compare“ zu drücken. Durch den Klick auf „Compare“ beginnt WSSA automatisch mit einem Vergleich und gibt in einem neuen Fenster an, welche Änderungen entstanden sind. Änderungen werden nach Dateisystem, Diensten, Registry und Treibern geordnet dargestellt.

USB Deview zeigt verwendete USB-Sticks
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USB Deview zeigt verwendete USB-Sticks

Da Windows für jeden angeschlossenen USB-Stick einen Treiber installiert, speichert und bei Wiederanschließen verwendet, können Sie anhand dieser Installationsdaten und der kostenlosen Anwendung USB Deview von nirsoft.net erkennen, welche USB-Sticks an Ihrem Rechner angeschlossen waren. Die Anwendung wird nicht installiert, sondern kann nach dem Download direkt verwendet werden. Sie können damit zudem alte Treiber entfernen oder sich HTML-Berichte anzeigen lassen. Mehr Informationen zur Anwendung sind auf den Anbieter-Seiten zu finden.

Wenn Sie das Tool mit deutschem Sprachmenü verwenden wollen, müssen Sie sich die deutsche Sprachdatei herunterladen und die .ini-Datei im selben Verzeichnis abspeichern wie die .exe-Datei.

Netzwerk-Drucker für 32-Bit-Clients

Wenn Sie unter 64-Bit-Windows 7 oder Windows Server 2008 R2 Drucker freigeben wollen, die auch von 32-Bit-Clients verwendet werden sollen, dann muss auf Client oder Server ein entsprechender 32-Bit-Treiber bereitstehen oder auf den Clients installiert werden. Installieren Sie den Druckertreiber über die INF-Datei. Dazu muss der Druckertreiber ausgepackt vorliegen.
1. Gehen Sie unter „Geräte und Drucker“ zu den Druckereigenschaften des Druckers.
2. Gehen Sie zum Reiter „Freigabe“ und klicken Sie auf „Zusätzliche Treiber“.
3. Möchten Sie Treiber für unterstützte Plattformen zufügen, aktivieren Sie x86 per Haken.
4. Gehen Sie in den x86-Ordner und wählen dort die INF-Datei des Treibers aus.
5. Der Treiber wird installiert und steht danach zur Verfügung.

Microsoft Attack Surface Analyzer sorgt für mehr Sicherheit

Unter microsoft.com können Sie Attack Surface Analyzer kostenlos herunterladen. Das Programm scannt Ihren PC auf Sicherheitslücken und erstellt einen Bericht, indem es die .cab-Dateien der erfolgten Scans analysiert. Die Anwendung startet nach der Installation zunächst einen baseline-System-scan. Anschließend kann durch „product“-scans nach jeder Neuinstallation einer Anwendung auf Unterschiede geprüft werden.

Im Browser zeigt Ihnen die Anwendung den Prüfbericht und Sie haben die Möglichkeit durch unterschiedliche Befehle und Untersektionen Sicherheitslücken aufzufinden.

SharePoint einfacher verwalten

Wenn Sie SharePoint-Server-2010 oder SharePoint-Foundation-2010 verwenden, haben Sie die Möglichkeit, diese durch die Zentraladministration oder die entsprechende Verwaltungsshell von SharePoint-2010 zu verwalten. Daneben gibt es die Variante, SharePoint Designer-2010 zu verwenden, den es kostenlos als Download unter microsoft.com gibt. Mit dem SharePoint Designer 2010 können Sie Webseiten-Designs anpassen und die Einstellungen der unterschiedlichen Bereiche von SharePoint ändern. Das Programm ermöglicht auch Usern ohne Programmierkenntnisse die einfache Verwaltung von SharePoint, das Ändern von Designs und Berechtigungen und das Erstellen von Workflows.

Auf der nächsten Seite stellen wir Ihnen noch weitere nützliche Programme für Windows 7 64 Bit vor. Der Artikel stammt von unserer Schwesterpublikation Computerwoche .

Samstag, 09.06.2012 | 08:01 von Thomas Joos
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