25.12.2007, 08:55

Thomas Joos

Windows-Vista

6. Protokolle aus einem Sammlungssatz erstellen

Ein Sammlungssatz erstellt eine Protokolldatei. Sie haben die Möglichkeit, für jeden Satz Speicheroptionen zu konfigurieren. Sie können beispielsweise bestimmen, dass der Dateiname Angaben zum Protokoll enthalten soll, und die Dateigröße für bestimmte Protokolle begrenzen. Außerdem können Sie entscheiden, ob Daten überschrieben oder angehängt werden sollen.
Klicken Sie in der Liste des Fensters mit der rechten Maustaste auf den Namen des Sammlungssatzes, der konfiguriert werden soll, und wählen Sie Eigenschaften. Auf der Registerkarte "Allgemein" können Sie eine Beschreibung oder Schlüsselwörter für die Datensammlergruppe eingeben. Auf der Registerkarte "Verzeichnis" ist das Stammverzeichnis als Standardverzeichnis festgelegt, in dem alle Protokolldateien für die Datensammlergruppe gespeichert werden.
Mit "Aktiver Bereich" geben Sie an, wann mit der Datensammlung begonnen wird. Mit den Optionen unter Starten legen Sie fest, wann ein neues Protokoll erstellt wird. Sie können einen Startzeitpunkt angeben und die Wochentage festlegen, an denen die Datensammlung erneut gestartet wird. Auf der Registerkarte "Stoppbedingung" können Sie Kriterien für Bedingungen angeben, bei denen die Datensammlung angehalten wird. Wenn Sie das Kontrollkästchen Maximale Dauer aktivieren, können Sie festlegen, wie lange Daten gesammelt werden sollen. Ist dieses Kontrollkästchen deaktiviert, erfolgt die Datensammlung zeitlich unbegrenzt.
Im Bereich "Grenzen" können Sie durch Aktivieren des entsprechenden Kontrollkästchens einen Neustart der Datensammler vorsehen, wenn eine bestimmte Grenze erreicht ist. Auf diese Weise lassen sich segmentierte Protokolle erzeugen. Ist das Kontrollkästchen deaktiviert, erfolgt kein Neustart der Datensammlung, wenn eine der Grenzen erreicht ist.
Wenn Sie auf der Registerkarte "Zeitplan" ein Ablaufdatum festgelegt haben, das nach einer auf der Registerkarte Stoppbedingung definierten Bedingung liegt, hat die Stoppbedingung Vorrang.
7. Leistungsüberwachung bei Speicherengpässen
Performanceprobleme können eine Reihe unterschiedlicher Ursachen haben. Ein weiteres Problem bei der Performanceanalyse ist, dass die Beseitigung eines Engpasses oft zum nächsten führt. Dafür gibt es viele Beispiele. Wenn mehr Speicher bereitsteht, zeigt sich oft, dass auch die Prozessorauslastung bereits an der Kapazitätsgrenze ist. Es gibt nun einige grundsätzliche Regeln für den Einsatz von Hauptspeicher. Die erste Regel lautet: Viel hilft viel, sowohl bei Hauptspeicher als auch beim Cache. Die zweite Regel besagt, dass die Auslagerungsdatei am besten auf einer anderen physischen Festplatte als der Systempartition aufgehoben ist. Der Preis dafür ist, dass dann keine Speicherdumps bei einem Systemfehler mehr durchgeführt werden können.
Profis können Speicherdumps dazu nutzen, Fehler im Betriebssystem nachzuvollziehen. Allerdings werden diese Möglichkeiten heutzutage eher weniger genutzt, da zur Fehlerbehebung bessere Möglichkeiten und Tools zur Verfügung stehen. Die Auslagerungsdatei ist auch einer der Bereiche, die für das Speichermanagement die größte Bedeutung haben. Windows Vista lagert Informationen aus dem physischen Hauptspeicher in die Auslagerungsdatei aus, wenn nicht genügend Hauptspeicher zur Verfügung steht. Vista kann zwar, ausreichend freie Festplattenkapazität vorausgesetzt, fast beliebig viel Speicher auslagern. Es ist aber relativ schnell der Punkt erreicht, an dem diese Auslagerung zu langsam wird. Die Überwachung der Auslagerung spielt daher bei der Analyse eine wichtige Rolle.
Die nahe liegende Konsequenz bei Speicherengpässen heißt mehr RAM. Nur ist das keineswegs immer die sinnvollste Konsequenz. In jedem Fall sollte zunächst untersucht werden, welche Prozesse für die hohe Speicherauslastung verantwortlich sind. Dazu wird das Objekt Prozess verwendet. Bei diesem werden die verschiedenen laufenden Prozesse angezeigt. Für die Analyse muss nun überlegt werden, welche Prozesse einen besonders hohen Speicherbedarf haben könnten.
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