10.04.2008, 18:18

Andreas Kroschel, Thorsten Eggeling, Christian Löbering

XP-Lücken schließen und Hardware-Fehler enttarnen

6. Energie-Optionen prüfen und optimieren

Umwelt und Geldbeutel werden es Ihnen danken, wenn Sie elektrische Geräte, die nicht benötigt werden, ausschalten. Beim PC ist das jedoch etwas komplizierter als bei einer Glühlampe. Hoch- und Herunterfahren dauern verhältnismäßig lange – in der Kaffeepause bleibt der Rechner daher einfach an.
Aktuelle Hardware lässt sich jedoch meist ohne Probleme in den Standby-Modus schalten. Das reduziert die Leistungsaufnahme je nach Modell etwa von 50 bis 80 Watt auf 5 bis 15 Watt. Im Standby-Modus (Vista: „Energiesparmodus“) wird im Idealfall nur der Hauptspeicher mit Strom versorgt. Bei einer vollständigen Trennung vom Stromnetz erfolgt allerdings ein normaler Neustart, und alle ungespeicherten Änderungen sind verloren. Stellen Sie daher über „Start, Computer ausschalten, Standby“ sicher, dass der PC den Standby-Modus tatsächlich beherrscht. Wenn das der Fall ist und Sie bei der nächsten Stromrechnung einige Euro sparen wollen, sollten Sie jetzt die Energie-Einstellungen prüfen und gegebenenfalls ändern. Dazu gehen Sie bei XP und Vista in der Systemsteuerung („Klassische Ansicht“) auf „Energieoptionen“.
XP: Auf der Registerkarte „Energieschemas“ können Sie „Monitor ausschalten“, „Festplatten ausschalten“ und „Standby“ aktivieren, indem Sie eine Zeit einstellen, nach der die Aktion erfolgen soll. Die Festplatte abzuschalten bringt allerdings wenig, denn sie läuft nach kurzer Zeit wieder an, da Windows ständig auf die Platte zugreift.
Vista: Hier lassen sich die Energieoptionen detaillierter einstellen als unter XP. Was bei XP „Energieschema“ heißt, nennt sich unter Vista „Energiesparplan“. Über „Energiesparplaneinstellungen ändern“ nehmen Sie Anpassungen vor. Noch mehr Optionen erhalten Sie über „Erweiterte Energieeinstellungen ändern“. Unter „Netzschalter und Laptopdeckel, Netzschalteraktion“ können Sie beispielsweise „Energie sparen“ einstellen. Ein Druck auf den Netzschalter am Gerät versetzt den PC dann in den Standby-Modus, statt ihn auszuschalten.
Ruhezustand: Neben „Standby“ beherrschen XP und Vista auch den „Ruhezustand“. Dabei schreibt das System den Inhalt des Speichers auf die Festplatte und lädt ihn beim Start wieder. Der Stromverbrauch des PCs im Ruhezustand entspricht dem des ausgeschalteten PCs. Anders als bei Standby können Sie das Gerät dann auch komplett vom Netz trennen, etwa über eine Steckerleiste mit Schalter. Hoch- und Herunterfahren dauert bei Ruhezustand etwa so lange wie bei der herkömmlichen Methode. Allerdings stellt Windows nach dem Start den Zustand des Desktops wieder so her, wie Sie ihn vor dem Ruhezustand verlassen haben. Und dadurch sparen Sie wirklich Zeit.
Tipp: Sollte unter Vista der Ruhezustand in den „Energieoptionen“ nicht auftauchen, gehen Sie im Startmenü auf „Alle Programme, Zubehör“. Im Kontextmenü von „Eingabeaufforderung“ klicken Sie auf „Als Administrator ausführen“. Geben Sie dann auf der Kommandozeile
powercfg -hibernate on
ein, und drücken Sie die <Return>-Taste.
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