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5 überraschende Möglichkeiten für Chromebooks

30.10.2014 | 10:34 Uhr |

Chromebooks können mehr als Sie denken: Adobe Photoshop und Microsoft Office verwenden, offline arbeiten, Android-Apps oder ein Desktop-OS installieren. Wir zeigen fünf Möglichkeiten, von denen Sie noch nicht wussten, dass das auf Chromebooks möglich ist.

Wir entlarven die größten Chromebook-Mythen. Von Photoshop über Office und Co. zeigen wir Ihnen fünf beeindruckende Dinge, von denen Sie überrascht sein werden, dass Sie sie mit einem Chromebook machen können.

1. Bildbearbeitung mit Adobe Photoshop

Adobe und Google haben kürzlich verkündet, dass Photoshop als Streaming App für Chrome verfügbar sein wird. Das bedeutet, dass Photoshop auf Chrome OS funktionieren wird und sogar in Chrome auf einem Linux-Desktopsystem. Dafür wird die Windows-Version von Chrome auf Adobes Servern laufen und auf Ihren Chrome Web-Browser gestreamt.

Photoshop auf einem Chromebook.
Vergrößern Photoshop auf einem Chromebook.
© Google

Das klingt kompliziert und benötigt zudem eine permanente Internetverbindung, aber Photoshop ist eine so anspruchsvolle Anwendung, dass das sehr nützlich sein könnte. Wenn Sie aufwändige Funktionen benutzen, können diese beschleunigt werden, da sie auf Adobes Servern laufen – sie werden die Akkus Ihres Laptops nicht mehr belasten oder den Prozessor Ihres Chromebooks zum Glühen bringen. Photoshop wird in Google Drive integriert werden, so dass Sie Ihre Dateien einfach im Blick behalten können.

Derzeit ist dieses Feature noch in der Betaphase nur für „ausgewählte in Nord-Amerika ansässige Adobe-Ausbildungskunden mit einer bezahlten Creative Cloud Mitgliedschaft“ nutzbar Aber eventuell bekommt es beld jeder registrierte Nutzer der Creative Cloud.

2. Microsoft Office verwenden

Microsoft verkündet gerne, dass Chromebooks keine vollwertige Desktop-Version von Microsoft Office besitzen und das ist wahr. Viele Microsoft-Office-Anwender benötigen aber überhaupt nicht alle Funktionen der Office-Suite. Und diese Anwender können mit Chromebooks auch im Office-Einsatz durchaus glücklich werden.

Microsoft bietet eine komplett kostenlose webbasierte Version von Office an, welche Office Online heißt. Diese beinhaltet Word Online , Excel Online und PowerPoint Online . Microsoft vertreibt diese Apps sogar im Chrome Web Store. Auch Linux Nutzer kommen damit an Microsoft Office.

Die Word Online Web App im Chrome OS.
Vergrößern Die Word Online Web App im Chrome OS.
© PC-World

Falls Sie Microsofts „Office Web Anwendungen“ in der Vergangenheit genutzt haben und diese Sie nicht überzeugt haben, geben Sie ihnen noch einmal eine Chance. Seit sie als Office Online neu aufgelegt worden sind, haben sie sich sehr verbessert.

Verglichen mit Google Docs bietet Office Online zwar keinerlei Offline-Support. Aber es bietet eine gewohnte Benutzeroberfläche und mehr oder weniger garantierte Kompatibilität mit Microsoft-Office-Dokumenten. Es speichert diese Office-Dokumente auf OneDrive, wo Sie diese mit Hilfe von Office-Anwendungen auf jedem anderen Gerät öffnen können.

3. Bringen Sie (fast) jede Android-App zum Laufen

Google arbeitet darauf hin, dass Android-Apps auf Chrome OS laufen. Google hat erst kürzlich vier Android Apps für Chrome herausgebracht, aber clevere Programmierer haben bereits Wege gefunden, wie Sie nahezu jede Android-App auf einem Chromebook ausführen können. Das bedeutet, dass Sie zum Beispiel Skype auf einem Chromebook verwenden können.

Die Skype Android App läuft auf einem Chromebook, vollständig mit allen Systembenachrichtigungen.
Vergrößern Die Skype Android App läuft auf einem Chromebook, vollständig mit allen Systembenachrichtigungen.
© PC-World

Sie können die ARChon Package App auf Android verwenden, um eine Android App schnell so zu konvertieren, dass diese auf Chrome läuft. Alternativ dazu können Sie die twerk Chrome App zur schnellen Erstellung einer APK Datei, welche Sie auf Chrome verwenden können, installieren.

Google verbessert dieses Feature immer mehr. Wenn Google damit fertig ist, werden auf Chromebooks all die vielen Android-Apps laufen. Und zwar ohne jeden Hack und ohne Tricks.

4. Arbeiten Sie offline

Sie können an einem Chromebook auch offline arbeiten , Ihre Gmails lesen und neue Nachrichten verfassen, Ihren Kalender ansehen und Dokumente in Google Drive editieren.

Ein paar offline Fähigkeiten von Chrome OS einstellen.
Vergrößern Ein paar offline Fähigkeiten von Chrome OS einstellen.
© PC-World

Neben dem Grundsätzlichen, können Sie Kindle eBooks, Videos, Musik und PDFs herunterladen, um diese offline anzusehen. Benutzen Sie eine Chrome Anwendung wie Google Keep, um Notizen zu verfassen, oder nutzen Sie Wunderlist oder Any.DO zur Organisation Ihrer To-Do-Liste. Sie können zudem TV-Sendungen und Filme von Google Play Movies & TV auswählen, diese herunterladen und anschließend offline ansehen. Falls Sie noch etwas zum Zeitvertreib brauchen, können Sie natürlich auch Spiele installieren, die offline funktionieren.

Natürlich können viele Dinge auf einem Chromebook nur online erledigt werden, aber das ist schließlich nicht nur bei Chromebooks so. Auch ein Windows oder Linux Laptop fühlt sich praktisch nutzlos an, wenn keine Internetverbindung verfügbar ist.

Und im kommenden Chrome 39 werden Sie in der Lage sein ein endloses Jump and Run Spiel zu spielen , wenn Sie eine „Kein Internetzugriff“-Fehlermeldung erhalten.

5. Benutzen Sie ein vollständiges Desktop-Betriebssystem

Das letzte Feature ist nichts für Nutzer, die Chromebooks auf Grund ihrer Einfachheit kaufen. Hier gibt es nicht nur Windows, deshalb müssen die Vorteile von Linux erwähnt werden.

Legen Sie den Developer Mode Schalter um und Sie erhalten damit vollen Zugang zu den Interna Ihres Chromebooks. Sie können ein vollständiges Desktop Linux System (wie Ubuntu ) zusätzlich zu Ihrem Chrome OS System installieren. Wechseln Sie zum Linux-System, wenn Sie mit traditionellen Desktop Anwendungen und leistungsstarken Kommandozeilen-Befehlen arbeiten möchten.

Steam für Linux auf Ubuntu auf einem Chromebook.
Vergrößern Steam für Linux auf Ubuntu auf einem Chromebook.
© PC-World

Was noch besser ist, installieren Sie Steam für Linux und spielen Spiele – so lange Sie ein Intel- und nicht ARM-basiertes Chromebook besitzen. Sie können auch mit Steam in-Home Streaming diese Spiele auf Ihrem Gaming-PC ausführen und auf Ihrem Chromebook, auf dem Steam für Linux läuft streamen.

Sie können auch andere Linux-Anwendungen installieren, wie Minceraft oder Skype für Linux; beides sind mittlerweile Microsoft-Anwendungen. Microsoft unterstützt Skype (und jetzt auch Minecraft) für Linux-Systeme, aber nicht für Chrome OS. MakeUseOf bietet einen lesenswerten Leitfaden für das Installieren von Linux auf einem Chromebook an (auf Englisch).

Die Liste der Dinge, die ein Chromebook nicht kann, schrumpft tagtäglich. Entwicklungen wie Chrome Apps, Android Apps auf Chromebooks und Photoshop für Chrome OS zeigen, dass es Google mit der Weiterentwicklung der Plattform ernst ist.

Dieser Artikel stammt von unserer Schwesterpublikation PC-World.

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