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5 günstige Alternativen zum Adobe Acrobat

25.03.2014 | 10:56 Uhr |

Wie viel sind Sie bereit, für einen PDF-Editor zu bezahlen? Wir haben 5 günstige Alternativen herausgesucht, die garantiert weniger kosten als Adobes Acrobat.

Sie wollen ein PDF-Dokument bearbeiten? Kein Problem, das macht dann 195 Euro – so viel kostet nämlich Adobes Acrobat XI in der Standard Edition. Die Pro-Version schlägt sogar mit 285 Euro zu Buche. Zum Glück gibt es aber eine ganze Menge kostengünstiger Alternativen zur PDF-Bearbeitung – sowohl als klassische Software als auch als moderne Cloud-Variante. Die Alternativen, die wir Ihnen vorstellen möchten, richten sich in erster Linie an Benutzer, die mehr brauchen als nur einen reinen PDF-Reader und regelmäßig auch die typischen PDF-Editierfunktionen nutzen, wie Anmerkungen, Markierungen, Signaturen, Wasserzeichen, Konvertierungen, Kombinationen, Splitten, Umverteilen und so weiter. In aller Regel erstellen solche Nutzer eher seltener ein PDF-Dokument komplett neu – obwohl unsere Tools bei Bedarf auch das leisten können.

Nitro Pro 9 (137  €)

Nitro PDF Pro 9 verwandelt eingescannte Dokumente schnell in such- und editierbaren Text
Vergrößern Nitro PDF Pro 9 verwandelt eingescannte Dokumente schnell in such- und editierbaren Text
© Nitro

Der zweitgrößte Name im Bereich der PDF-Bearbeitungs-Software nach Adobe ist zweifellos Nitro : Ein ausgewachsener Editor mit zahlreichen Vorzeigefunktionen. Mit knapp 137 Euro Anschaffungspreis gehört er aber auch zu den teureren Adobe-Alternativen.

Nitro PDF Reader

Nitro bringt alle gängigen PDF-Funktionen mit, die man braucht – selbst eher selten genutzte Features wie das Aufsplitten großer Dokumente in kleinere, das Setzen von Wasserzeichen, Redaktion von Metadaten und Seitennummerierung sind schnell gefunden. Das Design orientiert sich stark an Microsofts Ribbon-Oberfläche: Die wichtigsten Funktionen befinden sich direkt und unübersehbar im Zentrum.

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Auch Nitros OCR-System ist außerordentlich schnell und akkurat und macht aus einem Haufen eingescannter Seiten in Windeseile einen durchsuch- und editierbaren Text. Ein weiteres Herzstück ist die Option, ein PDF-Dokument in eine Reihe von Office-Formaten umzuwandeln – etwa PowerPoint, was Adobe nur beim teuren Acrobat Pro leistet.

Nach der Installation fügt Nitro auch Ihren Office-Anwendungen kleine Menüpunkte hinzu, um die Bedienung weiter zu erleichtern und lästige Zwischenschritte zu minimieren. Ein optionales Cloud-System fügt dem Gesamtpaket noch eine Teilen-, Workflow- und Gruppenbearbeitungsfunktion hinzu. Die Cloud gibt's allerdings nur als Addon (oder kostenlos in stark begrenztem Umfang), das nochmal knapp 13 Euro pro Monat kostet.

Von einem kleinen Schluckauf bei der Installation einmal abgesehen, ist der Nitro Pro 9 ein exzellentes Allround-PDF-Talent – insbesondere, wenn Sie auch mal exotischere Funktionen benötigen und der Preis Sie nicht abschreckt.

Qoppa PDF Studio 8 Pro (94 €)

Qoppa PDF Studio Pro beinhaltet auch erweiterte und Profi-Editierfunktionen
Vergrößern Qoppa PDF Studio Pro beinhaltet auch erweiterte und Profi-Editierfunktionen

Wie auch Adobes Acrobat gibt es das Qoppa PDF Studio in zwei Ausführungen: Standard und Professional. In der Standard-Edition für 65 Euro sind die Basics wie Anmerkungen, das Importieren von Word-Dokumenten, Wasserzeichen und das Zusammenführen/ Aufteilen von Dokumenten enthalten. Die teurere Pro-Version (94 €) fügt OCR und andere, erweiterte Funktionen hinzu.

Qoppa PDF Studio Pro ist in etwa gleichauf mit NitroPDF. Die OCR-Funktionen sind zwar etwas langsam, jedoch unübertroffen in puncto Dokumenterhaltung: Sie belässt Dateien im ursprünglichen Format, macht gleichzeitig aber den Text suchbar. Editieren lässt er sich aber nur im PDF-Format. Die Toolbar-Symbole sind leider nicht komplett selbsterklärend – einfacher wird die Handhabung tatsächlich über die Standard-Menüs. Qoppa bietet auch hilfreiche Verknüpfungen zu verschiedenen, Cloud-basierten Speichersystemen.

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Qoppa PDF Studio ist bestens geeignet für OCR-basierte Konvertierungen, Seitenmanipulationen und Markierungen – Abstriche muss man hingegen beim Editieren machen und nicht alle Dateiformate funktionieren gleich gut (obwohl man das in dieser Preiskategorie erwarten dürfte). Eine neuere Version der Software (ein kostenloses Upgrade ist im Preis inbegriffen) mit neuen und erweiterten Funktionen befindet sich aktuell im Beta-Test.

PDF Xchange Editor 3.0 (31 €)

Mit dem PDF Xchange Editor lassen sich am besten Markierungen und Kommentare in Dokumente einfügen
Vergrößern Mit dem PDF Xchange Editor lassen sich am besten Markierungen und Kommentare in Dokumente einfügen

Der PDF Xchange Editor behändelt die Basics souverän – doch damit hört sein Funktionsspektrum auch schon auf. Zwar ähnelt die aufgeräumte Benutzeroberfläche im Ribbon-Stil der von Nitro, sie ist aber weder so intuitiv, noch bringt sie auch nur annähernd die Fülle an Möglichkeiten und Funktionen mit.

Der Fokus liegt eher auf dem robusten Markierungen-System mit seinen zahlreichen Optionen, existierende Dokumente mit Kommentaren zu versehen. Noch eingeschränkter sind die Möglichkeiten, wenn es ums Erstellen eines neuen PDFs geht. Der PDF Xchange Editor kann lediglich Bilddateien importieren (und die fertige Datei in kein anderes Format exportieren), obwohl es mit einem ähnlich guten OCR-Tool daherkommt wie Kollege Nitro.

Wer mit dem Verzicht auf einige Features gut zurechtkommt, hat hiermit immer noch ein gutes PDF-Programm mit anständigem OCR und soliden Kommentaroptionen. Für 31 Euro durchaus okay.

CutePDF Professional 3.7 (36 €)

CutePDF: Zu wenig Features für den Preis
Vergrößern CutePDF: Zu wenig Features für den Preis

Auch CutePDF zählt eher zu den Basisoptionen unter den PDF-Editoren und eignet sich vor allem für Nutzer, die viel Gebrauch von Markier-Tools machen. Der Einstieg ins Programm ist einfach, die Toolbar aus Symbolen und Text so leicht verständlich wie bei kaum einem anderen Programm. Das liegt aber natürlich auch daran, dass es einfach weitaus weniger Optionen gibt als bei anderer Software.

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Eine OCR-Funktion, die gescannte Dokumente in Text umwandelt, gibt es nicht. Ebenso wenig lassen sich andere Dateitypen importieren oder das Dokument später als solche exportieren. Davon abgesehen beherrscht CutePDF immerhin die Grundlagen, darunter eine ganze Reihe von Zusammenführ- und Trenn-Optionen – aber das können andere Programme für weniger Geld genauso...

PDFescape (kostenlos)

PDFescape: Cloud-basierte PDF-Bearbeitung
Vergrößern PDFescape: Cloud-basierte PDF-Bearbeitung
© PDFescape

Sie möchten eigentlich gar nicht für Ihren PDF-Editor bezahlen und wollen gleichzeitig auch keine Software auf Ihrer Festplatte installieren? Glück gehabt, denn es gibt genau einen soliden, Cloud-basierten Anbieter, auf den Sie zurückgreifen können: PDFescape . Mit der kostenlosen Version des Dienstes können Sie bis zu 10 Dateien hochladen, wobei jede Datei kleiner als 10 MB sein und weniger als 100 Seiten enthalten muss. Sie sollten außerdem schnell arbeiten: Nach 7 Tagen Inaktivität werden Ihre hochgeladenen Dokumente gelöscht!

Einmal hochgeladen, sind Ihre Editieroptionen in der kostenlosen Version ein wenig eingeschränkt. Sie können Kommentare und Notizen hinzufügen, sehr einfache PDF-Seiten neu erstellen, Text, Bilder und Dateneinträge nach Belieben hinzufügen. Sie können Ihre Sateien außerdem direkt über den Dienst mit anderen teilen – die Empfänger dürfen die Datei allerdings nur anschauen, nicht bearbeiten.

PDF-Konverter für Profis: Kosten sparen mit der Cloud

Ein Upgrade auf den Premium-Service entfernt nervige Werbeeinblendungen, erhöht ihr Dateilimit auf 100 (jede Datei darf dann bis zu 20 MB groß sein und 200 Seiten umfassen) und Ihre Dokumente werden erst nach 30 Tagen Inaktivität gelöscht. Der Premium-Service ist mit knapp 13 Euro pro Monat aber nicht für jeden erschwinglich. Wer nur hin und wieder PDFs bearbeiten muss, für den tut es auch der kostenlose Dienst.

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