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Nachträgliche Änderungen: Widersprüche

Sonntag den 07.09.2014 um 10:03 Uhr

von Channelpartner

Wenn sich Arbeitnehmer nachträglich für eine Aufwertung ihres Zeugnisses einsetzen, gehen ihnen oft wichtige Passagen durch die Lappen . Beispiel: Der Arbeitgeber bescheinigt dem ausgeschiedenen Mitarbeiter wunschgemäß, dass er seine Aufgaben zur "vollsten Zufriedenheit" erfüllt hat.

Fehlt jedoch im Zeugnis dieses offenbar ausgezeichneten Mitarbeiters die Dankes- und Bedauernsformel, so wirkt die Beurteilung der - für sich gesehen - sehr guten Leistung unglaubwürdig. Personalentscheider erkennen an diesem Widerspruch sofort, dass dieses Zeugnis sehr wahrscheinlich Ergebnis einer Nachverhandlung ist.

Versteckte Kritik: Verschlüsselungen

Verschlüsselungstechniken erlauben es dem Zeugnisaussteller, negative Urteile zwischen den Zeilen zu äußern, ohne dass sie für den ungeübten Leser erkennbar sind. Personalentscheider bedienen sich - neben dem schon erwähnten "beredten Schweigen" - insbesondere dieser drei Techniken:

Negationstechnik: Während im normalen Sprachgebrauch eine doppelte Verneinung die Aussage verstärkt (z.B. "nicht unerheblich" = wichtig), bewirkt sie in der Zeugnissprache eine Abwertung. Gab das Verhalten eines Beurteilten beispielsweise "keinen Anlass zu Beanstandungen", dann war es aber auch nicht gerade lobenswert.

Passivierungstechnik: Aussagen wie "die Aufgaben, die ihm übertragen wurden, führte er zielstrebig aus" verweisen auf mangelnde Eigeninitiative.

Ausweichtechnik: Unwichtiges und Selbstverständliches wird gegenüber den wirklich wichtigen Aussagen hervorgehoben, z.B. wenn einem Werbegrafiker ein besonders sparsamer Umgang mit Betriebsmitteln bescheinigt wird.

Sonntag den 07.09.2014 um 10:03 Uhr

von Channelpartner

Kommentieren Kommentare zu diesem Artikel (9)
  • mike_kilo 16:25 | 30.09.2012

    Mafia oder Freimaurer Gepflogenheiten
    merkwürdige Vergleiche! Zudem noch nicht mal begründet, sollte man sowas in die Tonne kloppen.

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  • Till Wollheim 15:09 | 30.09.2012

    Offensichtliche Schreibfehler oder Verwechslungen können formlos geändert werden ;-)!

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  • Hascheff 23:03 | 09.09.2012

    Du beharrst auf deiner irrigen Ansicht? Oder gehst du mit chipchap konform?

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  • ohmotzky 20:51 | 09.09.2012

    Bezog sich auf:
    Schließlich dient es einzig und alleine dem Ziel, den Arbeitgeber zu verarschen!!

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  • Hascheff 20:42 | 09.09.2012

    Zitat: ohmotzky
    Arbeitnehmer mit Arbeitgeber verwechselt,
    Mal abgesehen von chipchaps Einwand, er hat schon (irrigerweise) die [lt]Arbeitgeber[/lt]Unternehmer gemeint.

    Edit: Jetzt habe ich ganz vergessen, warum ich überhaupt in den Thread geklickt habe: Wie kann man Freimaurer und Mafia in einen Topf werfen?

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