Aufgedeckt: Welche Dateitypen den Anwendungen zugeordnet sind, können Sie unter Windows 2000 und XP mit Assoc.EXE und Ftype.EXE verwalten. Damit haben Sie eine Alternative zu den üblichen Wegen, die entweder über Einträge in der Registry oder über „Systemsteuerung, Ordneroptionen, Dateitypen“ führen. In diesem Dialog ändern Sie die benutzerspezifischen Dateizuordnungen. Mit den beiden Tools dagegen passen Sie sie gleich für das ganze System an. Festgelegt sind die Zuordnungen in der Registry unter dem Schlüssel „Hkey_ Classes_Root“.
Das haben Sie davon: Mit Assoc können Sie anzeigen und festlegen, welche Datei-Endungen welchen Dateitypen zugeordnet sind. Dagegen verwalten Sie mit Ftype, mit welcher Anwendung ein Dateityp beim Doppelklick geöffnet wird.
Ein Anwendungsbeispiel: Seit Sie Mozilla installiert haben, öffnet Windows alle JPG-Bilder in diesem Browser statt wie vorher mit Irfan View. Der Befehl „assoc .jpeg“ gibt als Ergebnis „.jpg=MozillaJPEG“ aus. Windows führt also die Datei-Endung JPG intern als Dateityp „MozillaJPEG“. Sie haben nun zwei Möglichkeiten, um wieder Irfan View ins Spiel zu bringen: Sie weisen 2000, XP Windows mit Ftype an, den Dateityp „MozillaJPEG“ von nun ab mit Irfan View zu öffnen:
ftype MozillaJPEG= "C:\Programme\IrfanView\ I_VIEW32. EXE" "%1"
Eleganter ist es, gleich alle JPG-Dateien wieder als Dateityp „IrfanView.JPG“ festzulegen. Mit
assoc |find /i "irfan"
finden Sie heraus, dass es einen Dateityp „IrfanView. jpg“ gibt. Den ordnen Sie der Endung JPG mit dem Befehl
assoc .jpg=IrfanView.JPG
wieder zu. Ist das Doppelklickverhalten danach noch immer gleich, gehen Sie in „Systemsteuerung, Ordneroptionen, Dateitypen“. Hier stehen die Änderungen, die Sie als Benutzer vorgenommen haben. Wählen Sie die betreffende Datei-Endung aus, und klicken Sie auf „Wiederherstellen“. Damit sind die benutzerdefinierten Zuordnungen gelöscht, und es gelten wieder die systemweiten.
Ihre volle Stärke entfalten die Kommandozeilen-Tools, wenn Sie die Zuordnungen vor der Installation neuer Anwendungen regelmäßig in Textdateien sichern. Mit
assoc Dateitypen.txt
ftype Programmverknüpfungen.txt
exportieren Sie sämtliche Zuordnungen in die angegebenen Textdateien. Bringt eine Installation diese durcheinander, stellen Sie sie im Handumdrehen mit
assoc /r Dateitypen.txt
ftype /r Programmverknüpfungen.txt
wieder her (/r steht für restore). Der Clou: Beim Wiederherstellen bleiben eventuell neu hinzugekommene Dateitypen und deren Zuordnungen erhalten. Denn was vor der Sicherung noch nicht vorhanden war, ist in der Datei nicht enthalten.
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