40 Jahre

SAP - die Geschichte einer deutschen Softwarefirma mit Weltruf

Donnerstag den 31.05.2012 um 10:07 Uhr

von Martin Bayer

Bildergalerie öffnen SAP feiert 40. Geburstag
© SAP
Europas größtes Softwareunternehmen feiert 2012 sein 40-jähriges Bestehen. Fünf ehemalige IBM-Mitarbeiter mit innovativen Ideen gründeten die deutsche SAP. Dieser Artikel zeigt die Entwicklung von SAP von den Anfängen bis heute.
1972: Der Gründungsstein für die spätere SAP wird in Weinheim, etwa fünf Kilometer nordöstlich von Mannheim gelegt. Fünf Ex-IBM-Mitarbeiter schließen sich zusammen und gründen das Unternehmen Systemanalyse und Programmentwicklung GbR – später SAP. Zu ihnen gehören Hans-Werner Hector, Dietmar Hopp, Hasso Plattner, Klaus Tschira und Claus Wellenreuther. Sie entwickeln das erste Lohnabrechnungs- und Buchhaltungs-Programm auf der EDV-Anlage von Imperial Chemical Industries (ICI), einem Nylonfaserwerk. Die Entwickler setzen dabei statt auf die übliche Eingabe mittels Lochkarten auf Tastatur und Bildschirm. Zudem kennzeichnen sie ihre Software als Echtzeitsystem mit einem „R“ für „Realtime“. Die ersten Produkte heißen R/1, R/2 und R/3.

Ende 1972, Abschluss des ersten Geschäftsjahres, besitzt die Firma neun Mitarbeiter und hat einen Umsatz von 640.000 Deutsche Mark. In den nachfolgenden Jahren entstehen Module für die Bereiche: Auftragseingang, Bestandsführung, Einkauf, Finanzbuchhaltung, Materialplanung sowie Rechnungsstellung und Rechnungsprüfung.

SAP-Lösungen zeichneten sich bereits damals durch die Integration von einzelnen Programmmodulen aus. Mit diesen konnten Anwender alle Aufgaben erledigen. Hierfür flossen Daten aus der Materialwirtschaft direkt in die Finanzbuchhaltung, so konnten Rechnungen in nur einem Arbeitsgang geprüft und gebucht werden.

Der Einfall integrierte Systeme im Zusammenspiel mit immer leistungsfähigeren IBM - und Siemens -Systemen bedeutete in den 70ern ein Wandel und machte das Unternehmen erfolgreich. 1976 gründeten die Fünf die SAP GmbH. Mit 25 Mitarbeitern erzielen sie bereits einen Umsatz von 3,8 Millionen Mark.

Donnerstag den 31.05.2012 um 10:07 Uhr

von Martin Bayer

Kommentieren Kommentare zu diesem Artikel (3)
  • ohmotzky 10:09 | 01.06.2012

    Zitat: ostseestern
    Auf der Grundlage von SOPS entstanden weit vor 1972 für die DDR-Wirtschaft standartisierte Programmierungen für betriebliche und betriebswirtschaftliche Abläufe. Für die ersten Grundlagenprogrammierungen, die quasi das Basiskonstrukt darstellten, benötigte robotron über 6 Jahre. Die fünf SAP-Hanseln wollen das gleiche Ergebnis innerhalb eines 10tels der Zeit hinbekommen haben

    Ja warum nicht, auf den VW-Käfer musste ja auch keiner 20 Jahre nach Bestellung warten, auf den Trabbi schon. :-)

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  • kalweit 13:25 | 31.05.2012

    Heute gewinnt nicht der Beste, sondern der, der am lautesten auf die Trommel haut.

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  • ostseestern 13:01 | 31.05.2012

    Schlecht recherchiert oder bezahlt

    40 Jahre SAP? 40 Jahre geistiger Diebstahl.

    Erinnert sei hier nur an Robotron und die Herren Rolf Gräßler und Heinz-Peter Utz. Eine Doktorarbeit und so genannte sachgebietsorientierte Progammiersysteme bilden den Grundstein für SAP! Auf der Grundlage von SOPS entstanden weit vor 1972 für die DDR-Wirtschaft standartisierte Programmierungen für betriebliche und betriebswirtschaftliche Abläufe. Für die ersten Grundlagenprogrammierungen, die quasi das Basiskonstrukt darstellten, benötigte robotron über 6 Jahre. Die fünf SAP-Hanseln wollen das gleiche Ergebnis innerhalb eines 10tels der Zeit hinbekommen haben. Eigenartig nur, dass die nach der politischen Wende von SAP übernommenen Dresdner Robotron-Mitarbeiter faktisch keine Einarbeitungszeit benötigten. Selbst laut einer Studie einer bundesnahen NGO wurde attestiert, dass die bei robotron entwickelten SOPS - zuimndest in Westeuropa - ein absolutes Novum darstellten.

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