Aufgedeckt: Das Dateisystem NTFS bietet eine Fülle an Funktionen und Einstellungen. Microsoft präsentiert Ihnen in den grafischen Konfigurationswerkzeugen nur einen winzigen Teil davon. Ein besseres Tool für die Detailkonfiguration von NTFS gibt es mit Fsutil.EXE (Windows XP).
Das haben Sie davon: Die NTFS-Einstellungen kann Fsutil.EXE mit dem Parameter „behavior“ sowohl abfragen als auch set- XP zen. Ein Anwendungsbeispiel: Unter NTFS wird beim Auflisten von Verzeichnissen im Windows-Explorer die Zeit des letzten Zugriffs auf die enthaltenen Dateien aktualisiert. Wenn Sie diesen Wert nicht benötigen, können Sie die Aktualisierung einfach abschalten und so Dateizugriffe beschleunigen. Mit
fsutil behavior query disab lelastaccess
fragen Sie ab, welche Einstellung zurzeit aktiv ist. Falls das Ergebnis „0“ lautet, geben Sie Folgendes ein:
fsutil behavior set disablelast access 1
Nach dem nächsten Neustart ist die Aktualisierung abgeschaltet. Wenn Sie sich jetzt im Explorer die Eigenschaften einer Datei ansehen, stimmt die letzte Zugriffszeit natürlich nicht mehr.
Mit dem Schalter „dirty“ können Sie veranlassen, dass Windows eine Festplatte als fehlerhaft markiert, und so einen ausführlichen Plattentest erzwingen. Fragen Sie erst mit „fsutil dirty query c:“ den Status für das Laufwerk C: ab. Mit folgendem Befehl
fsutil dirty set c:
markieren Sie C: als fehlerhaft. Beim nächsten Start prüft „chkdsk“ dann Ihr Speichermedium.
Interessant ist der Befehl „fsutil hardlink create“. Damit erstellen Sie eine Datei, die lediglich auf eine andere verweist, ähnlich wie eine Verknüpfung auf dem Desktop. Das ist praktisch, wenn eine Datei aus logischen Gründen in mehreren Ordnern vertreten sein, aber nicht mehrfach Platz beanspruchen soll. Mit der Zeile
fsutil hardlink create c:\text2.txt c:\text1.txt
erstellen Sie C:\Text2.TXT als Doppelgänger von C:\Text1.TXT. Die Datei belegt zwar nur einmal Plattenplatz, existiert aber unter zwei Namen. Unter welchem Namen Sie die Datei jetzt zum Beispiel in einer geeigneten Anwendung, etwa einem Editor öffnen, ist egal, alle Änderungen betreffen immer beide gleichzeitig.
Zwei Unterschiede gibt es zur üblichen Verknüpfung:
1. Hardlinks existieren auf Dateisystem-Ebene. Dagegen verweist eine Verknüpfung nur im Explorer auf die verlinkte Datei. Hardlinks funktionieren daher auch, wenn Sie einen der Doppelgänger verschoben haben.
2. Beide Dateinamen stehen gleichberechtigt für dieselbe Datei, C:\Text1.TXT verweist auf C:\Text2.TXT und umgekehrt. Wenn Sie eine der Dateien löschen, ist nur die entsprechende Verknüpfung eliminiert. Das gilt auch, wenn Sie die Datei entfernen, die zuerst da war. Den Inhalt finden Sie immer noch in der zweiten Datei. Um eine per Fsutil.EXE angelegte Datei endgültig los zu sein, müssen Sie alle Namen löschen, die Sie in den Hardlinks angegeben haben.
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