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250-Euro-PC – Teil 3, Praxis-Test

22.01.2014 | 12:35 Uhr |

Im dritten und letzten Teil unserer Selbstbau-Anleitung eines 250-Euro-PCs mit SSD muss sich der Eigenbau im Praxis-Test beweisen: Mit Hilfe von Benchmarks beurteilen wir die Rechenpower und messen natürlich auch die Leistungsaufnahme.

In Teil 3 unserer Selbstbau-Anleitung eines 250-Euro-PCs mit Solid State Drive kommen wir zu den Leistungs-Tests und verraten Ihnen, was Sie alles mit unserem günstigen Eigenbau anstellen können. Hierfür kommen verschiedene Testprogramme zum Einsatz, die verschiedene Einsatzszenarien simulieren. Dank der Endergebnisse in Form von Punktzahlen lassen sich gute Vergleiche zum eigenen Computer anstellen, Ranglisten im Internet verraten Ihnen sogar, wie Sie im Gegensatz zu anderen PCs auf der ganzen Welt abschneiden.

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250-Euro-PC im Praxis-Test: Flott durch den Alltag

PCMark 7 ist ein beliebter Benchmark, der den Alltag am Rechner in verschiedenen Tests ziemlich wahrheitsgetreu widerspiegelt: In der „Overall Performance“ prüft die Software zum Beispiel, wie gut sich die Konfiguration in Büroarbeiten, beim Konvertieren und Kopieren von Musik und Videos oder beim Surfen mit mehreren geöffneten Browser-Tabs schlägt. Das Ergebnis ist mit 2663 Punkten recht solide, die meisten Punkte gibt es in der Wertung „Lightweight“ und zeigt, dass der 250-Euro-PC für das Surfen im Netz und im Büroalltag vollkommen ausreicht.

PCMark 7 ist ein alltagsnaher Benchmark mit einer Punktwertung am Ende.
Vergrößern PCMark 7 ist ein alltagsnaher Benchmark mit einer Punktwertung am Ende.

Doch je aufwändiger die Tests ausfallen, desto eher geht dem Rechner die Puste aus. So zum Beispiel beim Transcodieren von Videos oder beim Darstellen von DirectX-9-Effekten, wie es in älteren Spielen der Fall ist. Aktuelle Games oder das Schneiden von HD-Material zwingen den PC also klar in die Knie. Doch dank der verbauten SSD fährt der PC in wenigen Sekunden hoch und runter, Programme öffnet Windows ebenfalls sehr flott. Bei großer Auslastung kommt es jedoch zu Rucklern und längeren Wartezeiten – doch das ist nur der Fall, wenn wir nebenbei aufwändige Programme wie ein Konvertierungs-Tool laufen lassen.

Stromverbrauch und Lautstärke

Da es sich beim 250-Euro-PC um ein recht kleines System handelt, sollte sich auch der Stromverbrauch in Grenzen halten. Und hier enttäuscht uns der Rechner auch nicht, denn bei voller Auslastung klettert die Anzeige des Strommessgeräts auf rund 115 Watt! Im Leerlauf zieht der Computer noch rund 60 Watt aus der Steckdose und ist damit recht genügsam. Im Modus „Energie sparen“ sind es dann nur 3,1 Watt, nachdem wir den Rechner herunterfahren noch 2 Watt. Der Netzschalter trennt den PC zuverlässig komplett vom Strom.

Als Stromfresser muss sich unser 250-Euro-PC nicht brandmarken lassen.
Vergrößern Als Stromfresser muss sich unser 250-Euro-PC nicht brandmarken lassen.

Die Lautstärke haben wir im Abstand von 50 Zentimetern mit einem Richtmikrofon gemessen und kommen auf folgende Werte: Im Leerlauf surren die Lüfter mit 1,6 Sone, unter maximaler Last rauschen sie dann mit etwa 2,5 Sone. Beide Resultate weisen den Desktop-Computer nicht als schweigsamen HTPC aus, doch besonders auffällig ist das Betriebsgeräusch auch nicht.

Fazit: Simpler Selbstbau-PC für Sparfüchse

Wer aufs Geld schauen muss, ist mit unserer Selbstbau-Anleitung gut beraten!
Vergrößern Wer aufs Geld schauen muss, ist mit unserer Selbstbau-Anleitung gut beraten!

In noch nicht einmal zwei Stunden haben Sie nach unserer Anleitung einen vollwertigen Komplett-PC, der Sie im Alltag nicht enttäuscht und Ihren Geldbeutel schont - und das nicht nur wegen dem geringen Anschaffungspreis, sondern auch aufgrund des zurückhaltenden Stromverbrauchs. Mit unserer Konfiguration lassen sich selbst (etwas) ältere PC-Games spielen, einfache Bild- und Videobearbeitung geht mit dem Rechner ebenfalls recht gut von der Hand. Und für nur 20 Euro mehr genießen Sie auch Blu-rays in flüssiger Bildqualität. Das alles für rund 250 Euro - wer hätte das gedacht!

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