1256486

22-Zoll-Flachbildschirme für Gamer

15.07.2008 | 17:26 Uhr |

Wer sich einen flachen TFT mit einer Bilddiagonale von mehr als 20 Zoll zulegen will, findet in der 22-Zoll-Klasse genügend Auswahl. Die Digital World hat für Sie 8 Geräten auf den Zahn gefühlt.

Einst kosteten Flachbildschirme jenseits der 20-Zoll-Grenze ein Vermögen. Dagegen können Schnäppchenjäger heutzutage schon 22-Zoll-Monitore für weniger als 200 Euro ergattern. Unterm Strich liegen die Geräte mit den kleineren 19-Zöllern auf dem nahezu gleichen Preisniveau, weshalb man gleich zu den größeren Modellen greifen sollte. Licht und Schatten: Zwar haben die Kino-Monitore durch eine Auflösung von 1.680 x 1.050 Pixeln 34 Prozent mehr Bildpunkte als 19-Zoll-Geräte mit 1.280 x 1.024 Pixeln. Doch um aktuelle Games flüssig spielen zu können, muss die Grafikkarte im Vergleich zur kleineren Auflösung um die 30 Prozent mehr leisten. Stößt die Hardware bei der hohen Auflösung an ihre Grenzen, bleiben zwei Auswege: eine neue Karte kaufen oder die Auflösung verringern. Letzterer Workaround ist lediglich als Notlösung zu verstehen, weil dies durch die Interpolation zu Lasten der Schärfe und Brillanz geht. Da die Qualität der Interpolation von Monitor zu Monitor differiert, bewerten wir die Bildqualität sowohl in der nativen Auflösung als auch den interpolierten Varianten.

Besonderheiten
Anders als bei den weit verbreiteten 19-Zoll-Flachmännern setzen sich „Glossy-Displays" bei den 22-Zöllern nur langsam durch, obwohl die Geräte durch das Weglassen der Entspiegelung mit kräftigeren Farben und einem höheren Kontrast auftrumpfen. Dafür können Reflexionen in lichtdurchfluteten Räumen die Sicht stark einschränken. Bei den Schnittstellen ändert sich bis auf den Vormarsch von HDMI kaum etwas. Inzwischen besitzt rund die Hälfte aller 22-Zöller bereits einen solchen Anschluss. Hannspree verzichtet bei seinem Modell Hanns Verona sogar als einziger Hersteller auf das am weitesten verbreitete DVI und setzt stattdessen auf HDMI.

Display ist nicht gleich Display
Sieben von acht TFTs im Testfeld basieren auf preisgünstigen Twisted-Nematic-Panels. Für Spieler bieten die TN-Monitore gleich mehrere Vorteile: extrem schnelle Reaktionszeiten von 2 Millisekunden, ein niedriger Energieverbrauch und vor allem ein günstiger Preis. Auf der Strecke bleiben jedoch die Farbtreue, ebenso fällt der Blickwinkel enger aus. Allerdings haben die aktuellen Geräte im Vergleich zur Vorgängergeneration deutlich aufgeholt. Der Ausreißer im Testfeld stammt von Eizo: Im Monitor ist ein S-PVA-Panel (Super Patterned Vertical Alignment) verbaut, das ohne technische Tricks das volle Spektrum von 16,7 Millionen Farben abbilden kann. Darüber hinaus erlaubt die S-PVA-Technik einen Blickwinkel von beinahe 180 Grad. So bleibt die Farbdarstellung selbst bei schräger Sicht auf den Bildschirm optimal. Ein weiterer Pluspunkt: Schwarz ist wirklich schwarz und nicht dunkelgrau. Aber es ist nicht alles Gold was glänzt: Die Technik schluckt im Vergleich zu TN-Panels mehr Strom und schaltet spürbar langsamer.

0 Kommentare zu diesem Artikel
1256486