Viele Nutzer schließen nach dem Online-Banking oder der Webmail einfach das Browser-Fenster, statt sich ordnungsgemäß abzumelden. Damit öffnet man eine potenzielle Sicherheitslücke: Der nächste Benutzer kann die gleiche Sitzung einfach ohne weitere Anmeldung weiterverwenden. Ist es wirklich problematisch, die Abmeldung zu vergessen?
Ja und nein. Dienste wie
Bloglines lassen Sie angemeldet, falls Sie sich nicht abmelden. Das kann bereits Ihre Privatsphäre verletzen, denn vielleicht soll Ihr Chef nicht unbedingt wissen, für welche Themen-Blogs Sie sich privat interessieren. Hier ist also Vorsicht geboten, und Sie sollten sich besser abmelden.
Bei kritischeren Sites wie Homebanking oder Webmail dürfen Sie sich hingegen in der Regel „verabschieden“, indem Sie einfach den Browser schließen – die Sitzung verfällt dann sofort oder nach kurzer Wartezeit.
Achtung: Hier kann es Ausnahmen geben. Deshalb unser Rat: Probieren Sie es aus, ob Ihre Bank Sie nach wenigen Minuten automatisch abmeldet.
23. Daten zwischen Open Office und MS Office austauschen
Wenn Sie sich für ein Büropaket entscheiden müssen, fällt die Wahl nicht leicht. Einerseits lässt sich mit dem kostenlosen Open Office jede Menge Geld sparen. Andererseits ist MS Office das Paket, mit dem jeder arbeitet. Sind die Dokumentenformate beim Austausch wirklich kompatibel?
Ja. Natürlich gibt es marginale Inkompatibilitäten und einen unterschiedlichen Funktionsumfang zwischen beiden Office-Paketen. Weit mehr als 90 Prozent aller Anwender kommen mit diesen Unterschieden (am deutlichsten in der VBA-Makrosprache) allerdings nie in Berührung. Für diese Mehrzahl ist die Investition in die Microsoft-Version verschenkt. In Open Office finden Sie unter „Extras, Optionen“ den Punkt „Laden/Speichern, Allgemein“. Hier können Sie für jeden Dokumenttyp einstellen, dass Open Office standardmäßig MS-Formate speichert (DOC, XLS). Das geht über die Option „Immer speichern als“. Die Verknüpfung mit MS-Office-Dateien im Explorer stellt Open Office sowieso her, so dass Sie im Alltag ohne umständliche manuelle Konvertierungen auskommen. Übrigens: Viele Anwender lassen sich auch von den Office- und Windows-Produktbezeichnungen narren. So ist beispielsweise unter XP keineswegs genau ein MS Office XP notwendig, jedes andere Office (97, 2000, 2007 oder eben Open Office) läuft dort genauso gut.
24. Audiodateien mehrfach konvertieren
Viele Anwender konvertieren Musik für den MP3-Player direkt von der CD. Falls sie ein anderes Audioformat benötigen, rippen sie wiederum die Original-CD, statt bereits vorher erstellte MP3- oder WMA-Dateien zu konvertieren. Bleibt die Qualität erhalten, wenn man komprimierte und verlustbehaftete MP3-, WMA-, OGG-Dateien in ein anderes verlustbehaftetes Format konvertiert?
Nein. Wir haben es ausprobiert und Audiodateien im Batchverfahren mehrfach konvertiert. Obwohl der Weg immer über eine WAV-Datei führt, sinkt die Qualität eindeutig. Die Verluste addierten sich – allerdings langsam. Eine MP3-Datei mit 128 kbps hörte sich nach 25 Konvertierungen nach OGG Vorbis und wieder zurück deutlich „blechern“ an, 50 Konvertierungen verunstalten sie bis zur Unkenntlichkeit. Bei qualitativ besserem 256-kbps-Ausgangsmaterial ist den Dateien weniger anzuhaben: 50 Durchläufe ergeben zwar auch noch Unterschiede, allerdings sind sie geringer und nur noch im direkten Vergleich hörbar.
Das bedeutet: Je höher die Bit-Rate der Musikdateien ist, desto weniger macht ihnen eine Konvertierung aus. In der Praxis werden Sie das sowieso nicht 20 Mal oder noch öfter machen – und einmal umwandeln ist okay, auch schon bei 128 kbps.
25. Quelldaten der Zwischenablage schließen
Die Windows-Zwischenablage ist eine der meistgenutzten Systemkomponenten und sorgt dennoch immer wieder für Verunsicherung: So kommt es vor, dass kopierte Inhalte anschließend nicht zur Verfügung stehen. Darf man nach dem Kopieren von Text- oder Bilddaten mit <Strg>-<C> in die Zwischenablage die Quellanwendung schließen, ohne die Daten zu verlieren?
Ja. Grundsätzlich bleiben kopierte Daten so lange im Speicher der Zwischenablage (Clipboard) bis zu einer der folgenden Aktionen:
1. Ein erneutes <Strg>-<C> oder „Bearbeiten, Kopieren“ oder <Druck> (für Screenshots) überschreibt den vorhandenen Inhalt durch einen neuen.
2. Eine Abmeldung oder ein Systemneustart löscht den Clipboard-Speicher.
Seltene Ausnahmen gibt es: So gehen in Excel kopierte Daten der Zwischenablage verloren, sobald in Excel eine Zellformatierung oder ein Speichern (!) der Quelldatei erfolgt.
Alle weiteren scheinbaren Verluste des Clipboard-Inhalts sind Formatprobleme der Zielanwendung: Das Clipboard stellt die Daten in mehr als 30 Formaten bereit, auch ein einzelner konkreter Inhalt kann in fünf bis zehn verschiedenen Formaten vorliegen. Wenn die Zielanwendung jedoch kein einziges der angebotenen Formate unterstützt, dann scheitert das Einfügen. Anwendungen, die viele Formate unterstützen, bieten den erweiterten Dialog „Inhalte einfügen“. Hier lässt sich ein bestimmtes aus mehreren möglichen Clipboard-Formaten auswählen.
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