2159777

20 Pflicht-Android-Apps für das Jahr 2016

09.12.2015 | 10:55 Uhr |

Diese 20 Apps aus unterschiedlichen Kategorien sollten Sie auf Ihrem Smartphone haben. Mit dabei sind einige noch eher unbekannte Apps mit Trendpotenzial genauso wie bewährte und beliebte Dauerbrenner.

Ein Jahr spannender Entwicklungen endet, und das nächste schließt sich nicht minder spannend an. Nicht nur die Big Player haben in diesem Jahr von sich reden gemacht: Twitter hat mit Periscope die Welt der Live-Videostreams betreten, Apple hat, für viele überraschend, beim Musikstreaming Fahrt aufgenommen, und der zu Facebook gehörende Bilderdienst Instagram versucht sich mit Boomerang an Ein-Sekunden-Videos.

Im Trend werden 2016 auch Messenger liegen - und da spaltet sich die Welt abermals: Die einen bevorzugen abhörsicheres, verschlüsseltes und/oder anonymisiertes Chatten, die anderen wollen bewusst die ganze Welt teilhaben lassen.

Neben Trends enthält unsere Übersicht aber auch Dauerbrenner, beispielsweise Apps, die Ihr Smartphone aufräumen und optimieren, und einen klassischen “Podcatcher” - denn dem bisherigen Nischenthema Podcast sagen Experten eine große Zukunft voraus.

Snowball Benachrichtigungen         

Die Android-App „ Snowball Benachrichtigungen “ sorgt dafür, dass die Benachrichtigungsleiste des Android-Gerätes nur noch Nachrichten zeigt, die dem Nutzer wichtig sind.

Snowball Benachrichtigungen
Vergrößern Snowball Benachrichtigungen
© Dirk Bongardt

Schluss mit dem Information Overload in der Benachrichtigungsleiste macht die Android-App “Snowball Benachrichtigungen”. Ist die App installiert, kann der Nutzer beim Eintreffen neuer Benachrichtigungen den verschiedenen Arten von Nachrichten unterschiedliche Prioritäten zuweisen. Nachrichten mit hoher Priorität zeigt die App ganz oben an, weniger wichtige darunter, und aus Sicht des Nutzers verzichtbare blendet die App ganz aus.

Außerdem zeigt sie beim Herunterziehen der Benachrichtigungsleiste eine Auswahl wichtiger Funktionen an, etwa um die Kameraleuchte als Taschenlampe zu verwenden oder den smartphone-eigenen Hotspot zu verwenden.

Ein Wisch genügt

Wischt der Nutzer eine erhaltene Benachrichtigung nach rechts, verschwindet sie augenblicklich und dauerhaft. Wischt er sie nach links, kann er anschließend ihre Priorität neu festlegen oder entscheiden, Nachrichten dieses Typs generell auszublenden. Versehentlich ausgeblendete Nachrichten lassen sich so auch wieder sichtbar machen und bei Bedarf mit einer neuen Priorität versehen.

Die Handhabung ist sehr einfach und intuitv, zusätzlich erläutern mehrere Dialogfenster nach dem ersten Start die Bedienung. 

Fazit zum Test der Android-App „Snowball Benachrichtigungen“

Was Benachrichtigungen betrifft, hält jeder App-Entwickler seine App für die wichtigste. Snowball lässt den Nutzer entscheiden.

Vorteil: Sehr einfache Handhabung, enormer Gewinn an Durchblick

Nachteil: Erst ab Android 4.4 nutzbar

Gesamtnote: 1,45

Funktionalität (45 %): 1,40

Bedienung und Support (40 %): 1,30

Design (15 %): 2,00

Deutschsprachig, kostenlos

 

Apple Music 

Die Android-App „ Apple Music “ bietet Zugriff auf den Streaming-Dienst von Apple. In vollem Umfang nutzen können Android-Anwender den Dienst aber wohl erst im Laufe des Jahres.

Apple Music
Vergrößern Apple Music
© Dirk Bongardt

Seit dem 30. Juni 2015 ist der Musik-Streaming-Dienst “Apple Music” online, seit der ersten Novemberhälfte ist auch die zugehörige Android-App verfügbar - als Beta, wie Apples Entwickler betonen. Viele Funktionen von Apple Music sind damit jetzt schon nutzbar: Der Anwender kann sich virtuell mit seinen Lieblingsmusikern verbinden, von Musikexperten handverlesene Playlists abspielen, sich vom “Radio” berieseln lassen oder sich seine eigene Playlist nach Wunsch und Stimmung zusammenstellen. Musikvideos funktionieren vorerst noch nicht - wie einiges andere.

Bei der Anmeldung wird’s beta

Dass die App im Beta-Stadium ist, wird bei der Anmeldung spürbar. Trotz vorhandener Apple-ID wird der Tester an seinen Windows-PC verwiesen, um die Zahlungsdaten zu aktualisieren. Der Versuch, das über die App zu erledigen, führt in eine Endlosschleife. Bei der Wiedergabe des zugehörigen Internetradios kam es im Test mehrfach zum Absturz. Und auch dazu, die Musik per Chromecast an andere Geräte streamen zu lassen, haben sich die Entwickler noch nicht durchgerungen.

Design und Handhabung entsprechen ansonsten aktuellen Android-Standards, Apple drängt dem Nutzer also kein iOS-Look&Feel auf.

Fazit zum Test der Android-App „Apple Music“

Mag sein, dass der Dienst inhaltliche Mehrwerte zu bieten hat. Um Android-Nutzer zu überzeugen, muss Apple im Laufe des Jahres aber hart an den verbliebenen Bugs der Beta-Version arbeiten.

Vorteil: Auf Android abgestimmte Handhabung

Nachteil: Noch kein voller Funktionsumfang

Gesamtnote: 2,43

Funktionalität (45 %): 2,50

Bedienung und Support (40 %): 2,50

Design (15 %): 2,00

Deutschsprachig, kostenlos

 

Periscope      

Mit der Android-App „ Periscope“ können Twitter-Nutzer Live-Videos an ihre Follower streamen und nach Live-Videos anderer Twitter-Nutzer suchen, sie ansehen und kommentieren.

Periscope
Vergrößern Periscope
© Dirk Bongardt

Der zu Twitter gehörende Dienst “Periscope”, der über die gleichnamige Android-App zugänglich ist, erlaubt jedem Nutzer eine Live-Berichterstattung per Videostream über das soziale Netzwerk Twitter. Nutzer, denen sich gerade kein spektakulärer Anblick bietet, können über die App aber auch nach anderen “Periscopern” Ausschau halten und deren Videos ansehen. Eine dynamisch aktualisierte, skalierbare Weltkarte zeigt, von wo gerade Livestreams zu sehen sind respektive wo (maximal 24 Stunden alte) Aufnahmen verfügbar sind.

Ü-Wagen für die Jackentasche

Inzwischen haben Publikumsmedien wie Spiegel Online und Bild.de das Potenzial erkannt, das Periscope bietet, und nutzen die App gelegentlich für Live-Berichterstattung oder einen Blick in die Redaktion.

Nutzen kann die App aber praktisch jeder: Mit wenigen Tipp-Bewegungen ist ein Livestream gestartet. Wer den gezielt nur Einzelpersonen zugänglich machen will, kann einen Stream auch als privat kennzeichnen.

Handhabung und Design sind erstklassig.

Fazit zum Test der Android-App „Periscope“

Das Potenzial von Periscope reicht vom Livestream wichtiger Familienereignisse für entfernte Verwandte bis hin zu Breaking News spektakulärer Geschehnisse für die ganze Welt.

Vorteil: Auch Streams von Personen, denen man aktuell nicht folgt, werden angezeigt

Nachteil: Teils Sendeabbrüche, Streams werden nach 24 Stunden gelöscht

Gesamtnote: 1,68

Funktionalität (45 %): 1,80

Bedienung und Support (40 %): 1,50

Design (15 %): 1,80

Deutschsprachig, kostenlos

Manual Camera

Die Android-App „ Manual Camera “ bietet dem Nutzer volle manuelle Kontrolle über Parameter wie Belichtungszeit, Lichtempfindlichkeit oder den Fokus.

Manual Camera
Vergrößern Manual Camera
© Dirk Bongardt

Die Android-App “Manual Camera” unterscheidet sich deutlich von den meisten anderen Kamera-Apps. Wo bei letzteren Automatikfunktionen dem Fotografen jede Entscheidung abnehmen, überlässt die Manual Camera ihm die Wahl, wie er fokussieren will, welchen Weißabgleich er für angemessen hält oder wie kurz oder lang er belichten möchte. Voraussetzung dafür ist eine sauber implementierte Camera2-API von Android Lollipop.

Wer vor der kleinen Ausgabe testen möchte, ob er die App in vollem Umfang nutzen kann, sollte deshalb zuvor die App “ Manual Camera Compatibility ” installieren, um sein Gerät prüfen zu lassen.

In Ruhe einstellen, in Höchstgeschwindigkeit fotografieren

Beim Start ist die App im Automatikmodus. In diesem Modus lassen sich Fokus und Belichtung durch Tippen ins Kamerabild justieren. Schaltflächen an den Rändern und ein Einstellrad, dessen Funktion sich je nach zuvor gedrückter Schaltfläche ändert, erlauben die manuelle Kontrolle. Die Kamera löst bei Druck auf die Auslöse-Schaltfläche fast ohne wahrnehmbare Verzögerung aus, auch Serienaufnahmen sind so möglich.

Das Design ist sparsam, aber ansprechend.

Fazit zum Test der Android-App „Manual Camera“

Die Manual Camera überlässt dem Fotografen die kreative Kontrolle und vollbringt nebenbei ein Geschwindigkeitswunder.

Vorteil: Komplette manuelle Kontrolle, nur minimale Auslöseverzögerung

Nachteil: Nicht auf allen Android-Geräten mit Lollipop komplett nutzbar

Gesamtnote: 1,72

Funktionalität (45 %): 1,80

Bedienung und Support (40 %): 1,70

Design (15 %): 1,50

Englischsprachig, 0,10 Euro

CM Security Antivirus Applock

Mit der Android-App “ CM Security Antivirus Applock ” kann der Nutzer sein Android-Gerät auf Sicherheitsprobleme hin untersuchen und Apps für unberechtigte Nutzung sperren.

CM Security Antivirus Applock
Vergrößern CM Security Antivirus Applock
© Dirk Bongardt

Die Android-App “CM Security Antivirus Applock” untersucht mobile Geräte auf konkreten Befall durch Schadsoftware, aber auch auf problematische Sicherheitseinstellungen und mögliche Unterwanderungen der Privatsphäre - etwa durch Einträge im Browserverlauf -  und beseitigt diese Risiken.

Außerdem kann der Nutzer den Zugriff auf Apps mit einem Entsperrmuster oder einer Pin absichern, damit neugierige Zeitgenossen sich nicht daran zu schaffen machen. Auf Wunsch macht die App sogar ein Foto von Personen, die sich all zu hartnäckig am Gerät zu schaffen machen. 

Die Möglichkeit, Anrufe von bestimmten Rufnummern und Rufnummergruppen zu sperren, ein sicherer app-eigener Browser sowie eine Funktion zur Bereinigung von Datenmüll runden die Möglichkeiten der App ab.

Einfach in der Vielfalt

Die Hauptfunktion - das Untersuchen des Gerätes auf kritischen Code - steht über eine große Schaltfläche auf der Hauptseite der App zur Verfügung. Die übrigen Funktionen sind über ein Hamburger-Menü rechts oben erreichbar.

Trotz der Vielzahl an Möglichkeiten gibt die Handhabung keinerlei Rätsel auf, die App erklärt sich weitgehend selbst. Nur selten gibt die App unnötige Warnungen aus. So machte die App auf einen fehlenden Pin-Schutz des Sperrbildschirms aufmerksam - de facto war der auf dem Testgerät auch nicht über eine Pin, sondern via Fingerabdruck zu entsperren.

Wer weiß, was er tut und wer bei Sicherheitshinweisen nicht gleich in Panik gerät, findet in der App ein sehr nützliches Hilfsmittel.

Fazit zum Test der Android-App „CM Security Antivirus Applock“

Sicherheit war lange kein großes Thema für Smartphones. Inzwischen häufen sich Angriffe. Mit dieser App können Sie dagegenhalten.

Vorteil: Umfassender Schutz von Gerät, Apps und Netzwerk

Nachteil: Mitunter unnötige Warnungen

Gesamtnote: 1,68

Funktionalität (45 %): 1,50

Bedienung und Support (40 %): 1,80

Design (15 %): 1,90

Deutschsprachig, kostenlos

Microsoft Outlook

Mit der Android-App „ Microsoft Outlook “ kann der Nutzer seine E-Mails besser überblicken. Auffälligstes Leistungsmerkmal ist das automatische Sortieren nach Wichtigkeit.

Microsoft Outlook
Vergrößern Microsoft Outlook
© Dirk Bongardt

Unter Windows ist Microsoft Outlook seit Jahrzehnten ein Begriff. Unter Android überrascht der E-Mail-Client mit außergewöhnlichen Leistungsmerkmalen. So sortiert die App eingehende E-Mails nach einiger Zeit automatisch in “Fokus”-Nachrichten und solche, die wahrscheinlich weniger wichtig sind. Im Test erwies sich die App dabei als erstaunlich treffsicher.

Die App kann unterschiedliche E-Mail-Dienste nutzen und zudem auf eine Reihe von Cloud-Speicherdiensten zugreifen. Über Microsofts Service Outlook.com etwa lassen sich dann auch die Konten beliebiger anderer E-Mail-Anbieter integrieren.  

Mit Kalender, Kontakten und Cloud-Dateien

Outlook integriert neben (durchaus auch mehreren) E-Mail-Konten auch die Kalender des Nutzers, ermöglicht Zugriff auf seine Kontakte und zeigt die bei verschiedenen Cloud-Diensten gespeicherten oder als E-Mail-Anhang erhaltenen Dateien an. Letztere lassen sich per Antippen auf das Android-Gerät herunterladen und, abhängig vom Dateityp, von einer passenden App darstellen und bearbeiten.

Das Design ist ansprechend, die Handhabung weitgehend intuitiv.

Fazit zum Test der Android-App „Microsoft Outlook“

Mit Microsoft Outlook hat der Konzern aus Redmond für Android einen erstaunlich leistungsstarken E-Mail-Client entwickelt, der die Handhabung von E-Mails erheblich vereinfacht.

Vorteil: Sortiert wichtige und weniger wichtige Nachrichten automatisch

Nachteil: Aktualisierung des Posteingangs dauert mitunter

Gesamtnote: 1,67

Funktionalität (45 %): 1,50

Bedienung und Support (40 %): 1,80

Design (15 %): 1,80

Deutschsprachig, kostenlos

Unclouded     

Die Android-App „ Unclouded “ hilft Nutzern der Cloud-Dienste Google Drive, Dropbox, Box und Mega, den Überblick über ihre online gespeicherten Daten zu behalten..

Unclouded
Vergrößern Unclouded
© Dirk Bongardt

Zugriff auf die Cloud-Festplatten von vier Cloud-Anbietern über eine einheitliche Oberfläche ermöglicht die Android-App “Unclouded”. Nachdem der Nutzer die App mit den genutzten Cloud-Diensten verbunden und die Dateinamen einmalig synchronisiert hat, kann er komfortabel in den Inhalten seiner Online-Festplatten stöbern. Die App listet die gespeicherten Dateien wahlweise Ordner für Ordner auf, nach Dateityp oder nach Zeitraum. Außerdem kann sie Duplikate aufspüren.

Einziges kleines Manko: Die App zeigt die Übersichten nicht gebündelt, sondern immer nur für einen Cloud-Service an.

Schick und schnell

Die App ist intuitiv nutzbar und optisch sehr ansprechend gestaltet. Dateien lassen sich auf die Cloud-Speicher übertragen, von dort herunterladen und in geeigneten Formaten auch aus der Cloud streamen.

Um mehr als zwei Konten hinzufügen zu können, muss der Nutzer diese Funktion allerdings per In-App-Kauf (für 0,99 Euro) hinzufügen. Das gilt auch für einige weitere Funktionen, die aber auch paketweise dazu gekauft werden können.

Fazit zum Test der Android-App „Unclouded“

Wer viele Daten auf Cloud-Festplatten ausgelagert hat, findet in dieser App das optimale Werkzeug, um den Überblick zu behalten.

Vorteil: Sortierung nach Ordner, Dateityp und Datum möglich

Nachteil: Kein gleichzeitiger Zugriff auf mehr als einen Dienst

Gesamtnote: 1,68

Funktionalität (45 %): 1,80

Bedienung und Support (40 %): 1,50

Design (15 %): 1,80

Deutschsprachig, kostenlos

Audials Radio           

Mit der Android-App „ Audials Radio “ lassen sich über 100.000 Radiosender empfangen, deren Progamm über das Internet empfangbar ist. Highlights sind die Aufnahmefunktionen.

Audials Radio
Vergrößern Audials Radio
© Dirk Bongardt

Über die Android-App “Audials Radio” kann der Nutzer das reichhaltige Angebot an online verfügbaren Sendern auf unterschiedliche Weise durchsuchen. Die App zeigt die Sender nach Land oder Genre sortiert an, informiert aber auch darüber, welche Hits gerade auf welchem Sender gespielt werden.

Außerdem kann der Nutzer die gespielten Songs als einzelne MP3-Dateien aufnehmen - aus dem Cache heraus notfalls auch noch kurz nach der Wiedergabe. Praktisch ist auch die “Massenaufnahme”, bei der Audials Radio eine ganze Reihe von Liedern aus einem gewählten Genre aufzeichnet.

Wachstumsschub für die Musiksammlung

Hat der Nutzer die “Massenaufnahme” gewählt, entscheidet er sich anschließend für ein Genre, wählt aus, wie viele Songs aus diesem Genre er insgesamt aufnehmen möchte und wie viele Songs die App gleichzeitig aufzeichnen soll. Dann lässt er die App ihre Arbeit tun, bis die gewünschte Anzahl an Songs heruntergeladen ist. Die Aufnahmen landen im MP3-Format auf dem Gerät und lassen sich deshalb nicht nur aus dieser App heraus, sondern mit jedem Audioplayer abspielen.

Die Handhabung ist sehr einfach, das Design hat gegenüber früheren Versionen der App enorm gewonnen.

Fazit zum Test der Android-App „Audials Radio“

Sowohl, um Internetradio zu streamen als auch wegen seiner durchdachten Aufnahmefunktionen ist die App erste Wahl für Musikfreunde.

Vorteil: Übersichtliche Sortierung der Onlinesender, Aufnahmefunktionen

Nachteil: Massenaufnahme nur über Genre möglich

Gesamtnote: 1,88

Funktionalität (45 %): 1,80

Bedienung und Support (40 %): 2,00

Design (15 %): 1,80

Deutschsprachig, kostenlos

 

Boomerang von Instagram

Mit der Android-App “ Boomerang von Instagram ” kann der Nutzer Minivideos aus einer Serie von zehn Fotos aufnehmen, die dann in schneller Folge vorwärts und rückwärts abgespielt werden.

Boomerang von Instagram
Vergrößern Boomerang von Instagram
© Dirk Bongardt

Wer die Android-App “Boomerang von Instagram” nutzen möchte, benötigt nicht zwingend ein Instagram-Konto: Die App ist sofort nach der Installation einsatzbereit. Der Nutzer kann damit entweder ein kurzes Selfie-Video erstellen oder etwas anderes ins Visier nehmen, das sich bewegt.

Die App nimmt nach Druck auf den Auflöser in schneller Folge zehn Bilder auf, die sie dann zu einem Minivideo bündelt. Das kann der Nutzer anschließend teilen, zum Beispiel über Instagram, aber auch per Whatsapp oder über andere Dienste weitergeben.

Aufnahme ohne Vorwarnung

Vermisst haben wir eine Countdown-Funktion: Die Aufnahme beginnt, sowohl im Selfie- als auch im herkömmlichen Aufnahmemodus, unmittelbar nach Druck auf den Auslöser. Das Kameralicht lässt sich mti Boomerang nicht verwenden. Allerdings kann durch Tippen in das Bild der Fokus auf eine bestimmte Bildpartie eingestellt werden.

Die fertigen Aufnahmen speichert die App als MP4-Videos auf dem Gerät, sie sind deshalb recht universell verwendbar.

Fazit zum Test der Android-App „Boomerang von Instagram“

Die Aufnahmen, die Boomerang erstellt, sind eher lebendig gewordene Fotos als Videos. Boomerang erweitert aber auf jeden Fall die kreativen Möglichkeiten des Smartphones.

Vorteil: Aufnahme in rund einer Sekunde abgeschlossen

Nachteil: Kamerafunktionen beschränken sich auf Auslöser und Autofokus

Gesamtnote: 1,69

Funktionalität (45 %): 2,00

Bedienung und Support (40 %): 1,30

Design (15 %): 1,80

Deutschsprachig, kostenlos

 

Pushbullet     

Die Android-App „ Pushbullet “ ermöglicht einen sehr schnellen Austausch von Dateien, Links und Nachrichten zwischen verschiedenen Geräten des Nutzers und auch mit Freunden.

Pushbullet
Vergrößern Pushbullet
© Dirk Bongardt

 

Die Android-App “Pushbullet” als Messenger zu bezeichnen, würde nur einen Teil ihrer Möglichkeiten beschreiben. Sie erleichtert nicht zuletzt die Kommunikation zwischen den Geräten eines Nutzers.

Dazu müssen neben der Android-App auch entsprechende Erweiterungen auf den anderen Geräten eingerichtet werden - die gibt es für iPhone und Windows sowie die Browser Chrome, Firefox, Opera und Safari. Dann lassen sich zwischen allen angebundenen Geräten Dateien, Links und Nachrichten hin und herschicken. Außerdem kann Pushbullet die Android-Benachrichtigungen auf einem verbundenen PC anzeigen.

Mit und ohne Freunde nutzbar

Handhaben lässt sich Pushbullet wie ein herkömmlicher Messenger und eignet sich auch dazu, sich mit seinen Freunden zu unterhalten oder mit ihnen Dateien und Links auszutauschen.

Nützlich ist die App aber auch für Nutzer, die bloß den Datenaustausch auf ihren eigenen Geräten verbessern wollen. So lässt sich eine am Smartphone aufgerufene URL mühelos an den PC senden, wo die entsprechende Website augenblicklich im Browser geöffnet wird.

Pushbullet ist ansprechend gestaltet und sehr leicht zu nutzen. Was die Sicherheit betrifft, gilt für Pushbullet, was für alle Messenger gilt: Streng vertrauliche Daten und Dateien sollten besser physisch übergeben werden.

Fazit zum Test der Android-App „Pushbullet“

Daten und Dateien zwischen verschiedenen Geräten auszutauschen, war nie so einfach. Wer Pushbullet kennt, wird so schnell nicht mehr darauf verzichten wollen.

Vorteil: Für viele Plattformen und Browser verfügbar

Nachteil: Anmeldung erforderlich

Gesamtnote: 1,38

Funktionalität (45 %): 1,30

Bedienung und Support (40 %): 1,50

Design (15 %): 1,30

Deutschsprachig, kostenlos

 

Signal – Sicherer Messenger

Die Android-App „ Signal - Sicherer Messenger “ ermöglicht den Austausch von Nachrichten und Mediendateien sowie Telefonate mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung.

Signal – Sicherer Messenger
Vergrößern Signal – Sicherer Messenger
© Dirk Bongardt

 

Nicht von ungefähr weist die Android-App “Signal - Sicherer Messenger” eine Reihe von Ähnlichkeiten mit dem beliebten Messenger Whatsapp auf: Sie nutzt die Mobilfunknummer als Erkennungsmerkmal, ermöglicht einen schnellen Austausch von Textnachrichten samt Bildern, Videos, Audiodateien und Kontaktdaten und bietet Gruppenunterhaltungen und sogar eine Telefoniefunktion.

Der entscheidende Unterschied ist für das Auge unsichtbar: Signal bietet eine echte Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, die - da Open Source - von Experten geprüft werden kann.

Videos erfordern Entschlüsselung

Beim Austausch von Nachrichten wird der nächste Unterschied deutlich: Videos zeigen kein Vorschaubild, beim Antippen erscheint die Nachricht, zur Wiedergabe müsse der Inhalt vorübergehend entschlüsselt werden. Das ist dann aber problemlos möglich.

Im übrigen ist das Design des Messengers geringfügig schlichter als das des Vorbilds. Einziges echtes Manko ist allerdings die vergleichsweise geringe Zahl an Nutzern. Immerhin: Auf mehr als eine Million Downloads kommt auch Signal bereits.

Fazit zum Test der Android-App „Signal - Sicherer Messenger“

Signal ist der Messenger, den Edward Snowdon empfiehlt. Da die App unter Open-Source-Lizenz veröffentlicht wurde, können Experten die Zuverlässigkeit der Verschlüsselung leicht überprüfen.

Vorteil: Bietet alle üblichen Messenger-Funktionen bei sicherer Verschlüsselung

Nachteil: Medien müssen vor Wiedergabe entschlüsselt werden.

Gesamtnote: 1,57

Funktionalität (45 %): 1,30

Bedienung und Support (40 %): 1,70

Design (15 %): 2,00

Deutschsprachig, kostenlos

 

Clean Master

Mit der Android-App „ Clean Master “ kann der Nutzer den Speicher seines Android-Gerätes von Mülldateien bereinigen, das System beschleunigen und Sicherheitsprobleme entdecken.

Clean Master
Vergrößern Clean Master
© Dirk Bongardt

 

Die Android-App “Clean Master” gehört nicht zu Unrecht zu den meistgenutzten Optimierungswerkzeugen weltweit. Die App durchsucht das Android-Gerät nach “Mülldateien”, zum Beispiel nach im Cache gespeicherten Daten, nicht mehr benötigten APKs oder Werbemüll. Mehrere Gigabyte Gewinn an Speicherplatz sind beim ersten Einsatz der App keine Seltenheit.

Außerdem kann sie aktuell nicht benötigte Apps in den Ruhezustand versetzen, damit mehr Rechenleistung für zum Beispiel Spiele zur Verfügung steht. Ein Sicherheitsscan macht zudem auf Sicherheitsprobleme aufmerksam.

Werbefinanziert, aber nicht überfrachtet

Die App ist sehr einfach anzuwenden, zeigt allerdings manchmal Werbeschaltflächen, die den Eindruck erwecken, sie seien App-Funktionen. Davon abgesehen ist die Werbung erfreulich dezent.

Auf gerooteten Geräten bietet die App einige zusätzliche Funktionen, etwa die Möglichkeit, den automatischen Start von Apps zu unterdrücken.

Das Design ist ansprechend. Vor allen Dingen sind die Resultate der Optimierung auf einen Blick sichtbar.

Fazit zum Test der Android-App „Clean Master“

Wer sein Android-Gerät intensiv nutzt, stößt früher oder später auf Speicher- und/oder Performanceprobleme. Clean Master kümmert sich drum.

Vorteil: Effekte der Optimierung sofort sicht- und spürbar

Nachteil: Fordert relativ penetrant zu vom Nutzer nicht gewünschten Optimierungen auf

Gesamtnote: 1,69

Funktionalität (45 %): 1,40

Bedienung und Support (40 %): 1,90

Design (15 %): 2,00

 

Deutschsprachig, kostenlos

Privately App            

Mit der „ Privately App “ lassen sich Fotos “widerruflich” in den sozialen Netzwerken Facebook und Twitter teilen. Sie verschwinden nach der vorgewählten Zeit einfach wieder.

Privately App
Vergrößern Privately App
© Dirk Bongardt

 

Wer die Android-App “Privately” nutzt, um Fotos auf Facebook oder Twitter zu veröffentlichen, behält die Kontrolle darüber, ob und wie lange diese Fotos sichtbar bleiben. Schon beim Teilen legt der Nutzer fest, ob ein Foto nur für einen Tag, für eine Woche oder für einen Monat sichtbar bleiben soll.

Auch innerhalb dieser Zeitspanne kann der Nutzer das Foto jederzeit wieder löschen. Das Foto wird dann im Original-Post und in allen geteilten Varianten davon unsichtbar. Der Trick: Das eigentliche Foto wird verschlüsselt auf dem Server von Privately gespeichert, auf Facebook und Twitter wird lediglich ein Link mit einem kaum erkennbaren Vorschaubildchen veröffentlicht.

Nützlich bei regelmäßiger Anwendung

Damit der “Ups”-Effekt ausbleibt, den der eine oder andere Facebook-Nutzer unmittelbar nach dem Veröffentlichen eines Fotos auf Facebook erlebt, ist es am besten, sich die Nutzung von Privately zur Gewohnheit zu machen.

Praktisch ist, dass die App eine eigene “Timeline” bietet, in der alle via Privately geteilten Fotos samt Restlaufzeit zu sehen sind. So hat der Nutzer jederzeit einen Überblick über seine Fotos und kann sie bei Bedarf auch jederzeit wieder unzugänglich machen.

Facebook und Twitter haben keinen direkten Zugriff auf die Bilder und können sie deshalb auch nicht für sich beanspruchen oder ohne Zustimmung des Nutzers zum Beispiel für Werbung nutzen. Die App ist einfach zu handhaben und optisch ansprechend gestaltet.

Fazit zum Test der Android-App “Privately App“

Wer ein Foto auf Facebook veröffentlicht, überlässt es normalerweise für alle Zeiten dem Netzwerk. Mit Privately lässt sich das ändern.

Vorteil: Fotos haben ein automatisches Ablaufdatum

Nachteil: Sie müssen der Privately Ltd. vertrauen, gelegentliche Abstürze

Gesamtnote: 1,58

Funktionalität (45 %): 1,50

Bedienung und Support (40 %): 1,50

Design (15 %): 2,00

Deutschsprachig, kostenlos

DMD Clone  

Die Android-App „ DMD Clone “ ist eine außergewöhnliche Kamera-App, mit der Fotos möglich sind, auf denen ein und dieselbe Person mehrfach erscheint.

DMD Clone
Vergrößern DMD Clone
© Dirk Bongardt

Die Android-App “DMD Clone” gehört zu den Konsequenzen aus einem der augenfälligsten Smartphone-Trends des vergangenen Jahres: des Selfie-Sticks. Inzwischen nutzen viele Besitzer die dazugehörende Klemme, um ihr Smartphone auf ein reguläres Stativ zu setzen - und damit sind dann Bilder möglich, wie sie DMD Clone produziert, nämlich Fotos von einem statischen Hintergrund, vor dem ein und dieselbe Person mehrfach abgebildet wird. Der Nutzer nimmt dazu mehrere Fotos auf, auf denen sich die betreffende Person immer an einer anderen Stelle positioniert, und die App kombiniert diese Fotos zu einem Gesamtbild.

Selfies per Pfiff

Wer die App nutzt, um ein multiples Selbstporträt zu erstellen, muss nicht nach jeder Einzelaufnahme den Zeitauslöser neu starten: Auf Wunsch löst die Kamera auch per Piff aus. Praktisch: Hat die App einen Pfiff registriert, bestätigt sie ihn mit einem kurzen Signalton, bevor sie das Bild aufnimmt. So kann der Nutzer noch schnell seine Gesichtszüge in Ordnung bringen.

Die Resultate können sich überwiegend sehen lassen. Nur Fotos, auf denen die geklonten Personen sich überlappen, wirken unnatürlich. Die Handhabung ist intuitiv, wer Hilfe braucht, kann sich aber auch ein kurzes Hilfevideo ansehen.

Fazit zum Test der Android-App „DMD Clone“

Das beste, was Ihrer Smartphone-Klemme passieren kann: Wem Standard-Selfies viel zu 2015 sind, der ist mit dieser App gut bedient.

Vorteil: Reagiert auf Pfiff

Nachteil: Ohne Stativ oder ähnliche Halterung kaum nutzbar

Gesamtnote: 1,95

Funktionalität (45 %): 1,90

Bedienung und Support (40 %): 1,90

Design (15 %): 2,20

Deutschsprachig, kostenlos

DoggCatcher Podcast Player

Mit der Android-App „ DoggCatcher Podcast Player “ lassen sich On-Demand-Audio- und Videoangebote finden, abonnieren, verwalten und nutzen.

DoggCatcher Podcast Player
Vergrößern DoggCatcher Podcast Player
© Dirk Bongardt

 

Die Android-App “DoggCatcher Podcast Player” ist ein leistungsstarker Client, mit dem der Nutzer Audio- und Videopocasts gleichermaßen abonnieren kann - nach Meinung von Marketing-Experten ein bedeutender Trend in 2016. Die App zeigt in den Rubriken Categories und Networks zwar fast ausschließlich englischsprachige Podcasts, aber über die Volltextsuche lassen sich vom “Radiotatort” über den Fotopodcast “Happy Shooting” bis zu Tim Pritloves “Freak Show” auch so gut wie alle Reihen der deutschsprachigen Podcast-Szene aufspüren.

Umfangreiche Einstellmöglichkeiten

Der DoggCatcher lässt sich sehr detailliert konfigurieren. So kann der Nutzer die Zahl der zu ladenden Episoden begrenzen, Downloads nur im Wi-Fi-Netz zulassen oder nur dann, wenn das Gerät mit einer externen Stromquelle verbunden ist. Zu jeder Episode zeigt die App Dauer, Datenmenge und auf Wunsch auch die “Notes”, also kurze Informationen zum Inhalt, an.

Das Design ist ansprechend, sehr schlicht geraten ist lediglich das Widget, über das der Nutzer die Wiedergabe vom Homescreen aus steuern kann.

Fazit zum Test der Android-App „DoggCatcher Podcast Player“

Regelmäßige Podcast-Nutzer finden im DoggCatcher ein außergewöhnlich funktionsreiches Werkzeug, um die On-Demand-Sendungen zu abonnieren und zu konsumieren.

Vorteil: Über Url ist jeder beliebige Podcast abonnierbar

Nachteil: In den Katalog-Ansichten stehen englischsprachige Podcasts im Vordergrund

Gesamtnote: 1,60

Funktionalität (45 %): 1,40

Bedienung und Support (40 %): 1,70

Design (15 %): 1,90

Deutschsprachig, 3,33 Euro

 

Echo Lock-Screen

Die Android-App „ Echo Lock-Screen “ zeigt Benachrichtigungen, nach Kategorien und Wichtigkeit sortiert, auf dem Sperrbildschirm an.

Echo Lock-Screen
Vergrößern Echo Lock-Screen
© Dirk Bongardt

Die Android-App “Echo Lock-Screen” zeigt dem Nutzer Benachrichtigungen an, ohne dass er dazu sein Smartphone entsperren müsste. Das kann Android Lollipop zwar von Hause aus, Echo Lock Screen ist aber auch für Nutzer dieser Version interessant: Die App sortiert Benachrichtigungen in die Kategorien “Priorität”, “Social”, “Arbeit”, “Medien” und “Sonstige”, außerdem lassen sich Benachrichtigungen verstecken. Praktisch ist das, wenn Nutzer regelmäßig viele Benachrichtigungen erhalten, aber nur wenige unmittelbares Handeln erfordern.

Einklappen, ausklappen, vertagen

Auf dem Sperrbildschirm sieht der Nutzer zunächst die Kategorien, aus denen die Benachrichtigungen stammen. Um die einzelnen Nachrichten zu lesen, kann er die Kategorieansicht dann ausklappen. Möchte er an eine Nachricht später erinnert werden, lässt er den Finger länger darauf und wählt dann “Snooze”, wonach er den Zeitpunkt festlegen kann, zu dem er erneut benachrichtigt wird.

Echo ist kinderleicht zu handhaben und optisch sehr ansprechend.

Fazit zum Test der Android-App „Echo Lock-Screen“

Wer sein Smartphone nur ein paar Stunden unbeaufsichtigt lässt, verliert mitunter bereits den Überblick über die aufgelaufenen Nachrichten. Mit Echo Lock-Screen bleibt der Durchblick erhalten.

Vorteil: Übersichtlich sortierte Benachrichtigungen

Nachteil: Zusammenspiel mit Original-Sperrbildschirm nicht immer reibungslos

Gesamtnote: 1,41

Funktionalität (45 %): 1,30

Bedienung und Support (40 %): 1,30

Design (15 %): 2,00

Deutschsprachig, kostenlos

 

Telegram      

Die Android-App „ Telegram “ ermöglicht ein Chatten mit Hilfe mehrerer Geräte gleichzeitig, sichert die Nachrichten in der Cloud und bietet zuschaltbare Ende-zu-Ende-Verschlüsselung.

Telegram
© Dirk Bongardt

Angeblich nutzen Terroristen die Android-App “Telegram” gern, um untereinander Nachrichten auszutauschen. Dabei hat sie auch Nutzern mit edleren Absichten einiges zu bieten: So lässt sie sich, anders als etwa Whatsapp, auf mehreren Geräten parallel einrichten und ein Nutzer kann von jedem Gerät aus auf alle Nachrichten zugreifen - außer auf die in “geheimen Chats”, in denen eine echte Ende-zu-Ende-Verschlüsselung zum Einsatz kommt, und die deshalb auf ein Gerät pro Teilnehmer beschränkt sind.

Nachrichten, die sich selbst zerstören

Neben der Ende-zu-Ende-Verschlüsselung bieten geheime Chats eine weitere Besonderheit: Jeder Teilnehmer kann einen Zeitraum festlegen, nach dessen Ablauf seine Nachrichten rückstandslos gelöscht werden. Die Handhabung ist indes nicht komplizierter als die der meisten anderen Messenger, und auch optisch ist die App Whatsapp und Co. ebenbürtig. Der entscheidende Unterschied dürfte bislang die noch geringe Nutzerzahl sein.

Fazit zum Test der Android-App „Telegram“

Telegram kann alles, was andere Messenger auch können und bietet zudem einige Optionen, die dafür sorgen, dass Vertrauliches vertraulich bleibt.

Vorteil: Auf mehreren Geräten nutzbar, beliebige Dateien übertragbar

Nachteil: Geringe Verbreitung

Gesamtnote: 1,53

Funktionalität (45 %): 1,30

Bedienung und Support (40 %): 1,60

Design (15 %): 2,00

Deutschsprachig, kostenlos

Equalizer+

Die Android-App „ Equalizer+ “ ist ein ansprechender Audio-Player mit einem 5-Band-Equalizer und einem Bassverstärker zur Klangeregelung.

Equalizer+
Vergrößern Equalizer+

 

In der Android-App “Equalizer+” steckt ein vollwertiger Audio-Player, dessen wichtigstes Leistungsmerkmal eine nützliche Klangregelung ist. Über die lassen sich fünf Frequenzbereiche einzeln regeln, zusätzlich kann die App die Bässe verstärken und bei Wiedergabe mehrerer Songs in Folge auch mittels Fade-Out und Fade-In für nahtlose Übergänge sorgen.

Wer den Musikgenuss optisch untermalen möchte, kann aus fünf Visualisierungen wählen. Neben den Visualisierungen kann die App auf Wunsch auch eine sich drehende Schallplatte mit dem Coverfoto des aktuellen Songs zeigen.

Braucht Übungsphase

Die grundlegende Bedienung dürfte den wenigsten Nutzern schwerfallen. Manche Funktionen - etwa der Weg zur sich drehenden Schallplatte, der über ein mehrfaches Antippen des Playlist-Symbols im Kopf der App führt - bedürfen aber einer kleinen Übungsphase.

Die App ist werbefinanziert. Kleines Ärgernis dabei: In der Übersicht der Tracks zeigt die App gelegentlich Werbebanner, die der Nutzer dann schnell einmal versehentlich antippt.

Davon abgesehen, kann sich die App sowohl sehen als auch hören lassen.

Fazit zum Test der Android-App „Equalizer+“

Auch im Streamingzeitalter werden Nutzer nicht auf einen MP3-Player verzichten wollen. Dieser hier besticht vor allem durch seine nützliche Klangregelung, aber auch durch hochwertige Optik.

Vorteil: Funktionsreiche Klangregelung, dennoch nicht überfrachtet

Nachteil: Werbung teils tückisch

Gesamtnote: 1,90

Funktionalität (45 %): 1,90

Bedienung und Support (40 %): 1,90

Design (15 %): 1,90

Deutschsprachig, kostenlos

 

Flipagram     

Mit der Android-App „ Flipagram “ lassen sich Fotos und Videos zu kleinen Geschichten kombinieren, die dann über soziale Netzwerke mit anderen geteilt werden können.

Flipagram
Vergrößern Flipagram

 

Die Android-App “Flipagram” bietet Zugang zu einem eigenen sozialen Netzwerk, dessen Name nicht von ungefähr dem eines bekannten fotobasierten Netzwerks ähnelt. Mit Hilfe von Flipagram lassen sich aus eigenen Fotos, Videos (letztere können nicht auf allen Geräten eingebunden werden), Texten und Audiodateien kleine Geschichten gestalten, über das Netzwerk veröffentlichen und an andere Netzwerke verteilen.

Fans wird freuen, dass auf Flipagram auch einige Prominente vertreten sind, die dort Bilder und Kurzfilmchen aus ihrem Leben zeigen.

Experimente auch ohne Anmeldung

Flipagram lässt eine Anmeldung via Google oder Facebook zu. Wer sich zuerst ein Bild von den gestalterischen Möglichkeiten der App machen möchte, kann aber eine Story auch ohne Anmeldung gestalten. Der Nutzer kann die Reihenfolge der gewählten Medien verändern, die Wiedergabegeschwindigkeit anpassen, Titel hinzufügen und an eine passende Position schieben, und die Arbeit an einem angefangenen Clip bei Bedarf auch zu einem späteren Zeitpunkt fortsetzen.

Optisch ist die App recht ansprechend, die Handhabung gibt keine Rätsel auf.

Fazit zum Test der Android-App „Flipagram“

Videos, statische Bilder, Musik und Texte lassen sich in dieser App zu einem kleinen Gesamtkunstwerk kombinieren.

Vorteil: Über beliebige soziale Netzwerke teilbar

Nachteil: Videoeinbindung noch im Beta-Stadium

Gesamtnote: 1,88

Funktionalität (45 %): 1,80

Bedienung und Support (40 %): 2,00

Design (15 %): 1,80

Deutschsprachig, kostenlos

Yahoo Livetext         

Die Android-App „ Yahoo Livetext “ bietet die Möglichkeit zu einem auf ein Minimum reduzierten Videochat ohne Tonübertragung.

Yahoo Livetext
Vergrößern Yahoo Livetext

 

Nutzer, die lieber tippen als telefonieren, werden die Android-App Yahoo Livetext lieben: Sie bietet die Grundfunktion eines klassischen Instant Messengers - nämlich den Austausch von Textnachrichten - kombiniert mit einer Videoübertragung.

Eine Audioübertragung haben die Entwickler nicht integriert: Im Zug, im Wartezimmer oder in der Anprobe auf einer Shoppingtour kann der Nutzer seinem Gesprächspartner in die Augen sehen, ohne die Umgebung mit einem lauten Telefonat zu stören.

Bewusster Verzicht

Die Entwickler von Yahoo haben auf einige denkbare Funktionen ganz bewusst verzichtet. So ist der Name Livetext Programm: Der Chat wird nach Gesprächsende nirgends gespeichert, allenfalls im Gedächtnis der beiden Gesprächspartner. Gruppengespräche kennt die App ebenfalls nicht (es sei denn, es scharen sich ganze Gruppen um je ein Smartphone).

Nutzbar ist die App intuitiv, das Design ist ansprechend.

Fazit zum Test der Android-App „Yahoo Livetext“

Von einem Gespräch via Yahoo Livetext bekommen Dritte kaum etwas mit: Die App überträgt nur Text und Videodaten, aber keinen Ton.

Vorteil: Chatten, ohne andere zu stören

Nachteil: Etwas zu funktionsarm

Gesamtnote: 1,95

Funktionalität (45 %): 2,00

Bedienung und Support (40 %): 1,90

Design (15 %): 1,90

Deutschsprachig, kostenlos

0 Kommentare zu diesem Artikel
2159777