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15 kostenlose Arcade-Games für Android

01.04.2015 | 13:45 Uhr |

Wir haben im Play Store 15 kostenlose Arcade-Spiele für Android getestet, die das Flair des Genres auf Smartphones und Tablets voll zur Geltung bringen. Die abwechslungsreiche Auswahl ist mit meist kurzen Spielrunden der ideale Pausenfüller und fordert auch routinierte Zocker bis ans Limit. Viel Spaß!

Mit Arcade-Automaten wurden die ersten Computerspiele in den frühen 1970er-Jahren populär. Das Genre hat sich bis heute gehalten, trotz besserer Grafik und mehr Spieltiefe ist die Grundidee immer noch unverändert: Ein vergleichsweise leichter Spieleinstieg wird von einem rasant ansteigenden Schwierigkeitsgrad begleitet. Jedes Game Over kommt dabei mit dem schwer zu widerstehenden Impuls daher, gleich den nächsten Versuch zu starten.

ZigZag

Im kniffligen ZigZag lenken wir eine kleine Kugel über vertrackte Wege. Klaffende Abgründe sind hier allgegenwärtig - und immer wieder unser Untergang.

ZigZag ist dermaßen fies, dass man es am Anfang gar nicht glauben will. Spieler steuern in dem flotten Geschicklichkeitsspiel einen kleinen schwarzen Ball über eine einfache 3D-Landschaft und meiden verzweifelt einen allgegenwärtigen Abgrund. Klingt einfach? Von wegen! Weil die Wege sehr schmal ausfallen und noch dazu mit jeder Menge gemeiner Winkelzüge daher kommen, dauert eine Spielrunde besonders anfangs oft nur wenige Sekunden. Die ersten Spielminuten werden so unweigerlich von einem steigenden Frust-Level begleitet. Der legt sich aber auch wieder, sobald man die gemeine Steuerung einmal verinnerlicht und sich an den flotten Spieltakt gewöhnt. Punkte gibt’s für jeden zurückgelegten Streckenmeter und die sporadisch verteilten pinken Diamanten. Levels werden hier zufällig generiert.

Simpel, fies und unterhaltsam

ZigZag ist unheimlich schwer - die Entwickler haben Spielern mit der fiesen Steuerung dabei noch zusätzlich Steine in den Weg gelegt. Gelenkt wird nämlich per Antippen des Displays: die Spielkugel vollzieht dann einen Richtungswechsel um 90 Grad – jeweils von Norden nach Osten oder umgekehrt. Kleine Kurskorrekturen werden so beinahe zum Ding der Unmöglichkeit.

Fazit zum Test der Android-App ZigZag

Wer schnell aufgibt, der ist bei ZigZag fehl am Platz: Das Hardcore-Geschicklichkeitsspiel ist erbarmungslos und schwer - aber auch ein spannender Zeitvertreib, sobald man Steuerung und Timing einmal verinnerlicht hat.

Gesamtnote:  2,06

Funktionalität (45 %): 1,85
Bedienung und Support (40 %): 2,15
Design (15 %): 2,45

deutschsprachig

Tech Tiles

Tech Tiles ist ein einfaches Spiel mit steiler Lernkurve. Immer wieder legen sich Spieler hier mit sich selbst an und versuchen, eigene Rekorde doch noch einmal zu übertreffen.

Tech Tiles
Vergrößern Tech Tiles

Flinke Finger und blitzschnelle Reflexe sind alles, was Sie für Tech Tiles brauchen. Das beachtlich knifflige Reaktionsspiel kommt mit vier in Felder unterteilten Spalten daher, in denen wir jeweils das hervorgehobene Feld antippen müssen, damit der Level weiter scrollt. Das ist zwar so einfach wie es klingt, wird aber von einem erbarmungslosen Kampf gegen die Uhr erschwert. Im Eifer des Gefechts hämmern wir so regelmäßig an der richtigen Taste vorbei, ohne Extraleben bedeutet jeder Fehler gnadenlos: Game Over. Drei Spielmodi sorgen bei Tech Tiles für Abwechslung: Zwei Time-Attack-Varianten, bei denen in festgelegten Zeitabständen möglichst viele Felder angetippt werden und ein fordernder „Long-Distance“-Modus, in dem neue und natürlich immer schwierigere Level-Abschnitte absolviert werden müssen.

Hoher Suchtfaktor

Obwohl Tech Tiles mit denkbar einfachem Gameplay aufwartet, entwickelt die flotte App schnell einen hohen Suchtfaktor. Das reaktionsschnelle Interface erlaubt schnelles Gameplay und der eingängige Sound klingt auch nach längerer Spielzeit noch griffig. Eine ganze Reihe von Achievements sollen Spieler langfristig bei Laune halten.

Fazit zum Test der Android-App Tech Tiles

Eindimensional und trotzdem gut: Tech Tiles ist schwer, flott und seltsam spannend: Ein prima Lückenfüller für kleine Spielrunden zwischendurch.

Gesamtnote:  1,86

Funktionalität (45 %): 1,90
Bedienung und Support (40 %): 1,75
Design (15 %): 2,05

englischsprachig

Zombie Tsunami

Endzeit mal anders: In Zombie Tsunami schlagen wir uns auf die Seite der Untoten und versuchen die letzten Überlebenden der Apokalypse anzuknabbern.

Zombie Tsunami
Vergrößern Zombie Tsunami

Mit Zombie Tsunami kommt mal frischer Wind in das etwas ausgelutschte Setting vom Weltuntergang. In dem fröhlichen Zombie-Runner bekämpfen wir zur Abwechslung mal nicht die Untoten - sondern die Lebenden. Levels beginnen anfangs noch mit einem einsamen Gehirnfresser, den lassen wir über Abgründe hüpfen, Bomben ausweichen und natürlich wehrlose Opfer vertilgen. Der Clou: Mit jedem verspeisten Passanten wächst die Gefolgschaft. Nach und nach sammelt sich so der im Titel versprochene Zombie-Tsunami und mit der zerstörungswütigen Horde lassen sich dann auch Fahrzeuge, Panzer oder sogar Flugzeuge entern um die nahrhaften Fahrer und Piloten zu verspeisen. Mit großzügig in den Levels verteilten Münzen kaufen wir im Shop Upgrades oder geben unserem Alpha-Zombie mit schicken Mützen einen neuen Look.

Schräge Hetzjagd mit Augenzwinkern

Die Steuerung von Zombie Tsunami ist denkbar einfach: sobald wir das Display antippen, hüpfen die Zombies in die Luft wie Ballerinas. Schwierig wird das Ganze, weil man nur mit dem richtigen Timing über Abgründe, Bomben oder Geisterfahrer hinweg kommt. Manche Fehler werden dabei vergeben: so kostet etwa eine Bombenkollision nur einen Gefolgszombie, während der Absturz in eine der zahlreichen Schluchten ein gnadenloses Game Over mit sich bringt.

Fazit zum Test der Android-App Zombie Tsunami

Ein wunderbar schräges Zombie-Abenteuer mit gelungener Spielmechanik, witzigen Extras und flottem Gameplay.

Gesamtnote:  1,34

Funktionalität (45 %): 1,20
Bedienung und Support (40 %): 1,35
Design (15 %): 1,70

deutschsprachig

Skyward

In Skyward geht es hoch hinaus: Schritt für Schritt erklimmen Spieler in einem vertrackten 3D-Labyrinth hier endlose Höhen.

In Skyward begeben sich Spieler auf eine knifflige Reise durch zufallsgenerierte 3D-Gebäude, der Aufbau der Levels erinnert an die Bilder des holländischen Künstlers Maurits Escher, der besonders für seine „unmöglichen Figuren“ bekannt war. In den verschachtelten Levels lassen wir eine kleine Scheibe auf Knopfdruck von einem Feld zum nächsten Springen. Wer daneben hüpft, muss bedingungslos wieder von vorne beginnen. Weil für jeden Spielzug nur begrenzt Zeit zur Verfügung steht und die Wege voller fieser Übergängen stecken, bleibt das Spiel trotz der einfachen Steuerung langfristig spannend. Eine ganze Reihe von Spezialfeldern, die etwa eine Zeitlupe aktivieren oder Richtungen umkehren, gibt Raum für spielerische Variation. Die atmosphärisch abgestimmte Hintergrundmusik sorgt für das richtige Ambiente und grafische Extras wie kleine Häuser, Bäume oder Wasserfälle versprechen visuelle Abwechslung. 

Spielfluss finden, Zeit vergessen

Die Steuerung in Skyward ist so einfach, dass es einfacher buchstäblich nicht geht: Das ganze Display ist eine Taste, die im richtigen Moment berührt werden muss. Dieser Moment muss aber genau abgepasst werden und tückische Richtungsübergänge in den 3D-Levels verschieben den Spielrhythmus immer wieder aufs Neue. Die Mischung aus abstrakt schönem Leveldesign und forderndem Aufbau kann dabei langfristig ans Display fesseln.

Fazit zum Test der Android-App App Skyward

In Skyward kämpfen wir vor allem gegen die eigene Hektik. Der vergleichsweise hohe Schwierigkeitsgrad wird von sehr kurzen Ladezeiten, einem flotten Spieleinstieg und den schönen Zufallslevels gerechtfertigt.

Gesamtnote:  1,61

Funktionalität (45 %): 1,85
Bedienung und Support (40 %): 1,30
Design (15 %): 1,70

englischsprachig

Stick Hero

Der Held mit dem Stock ist da: In Stick Hero übernehmen Sie die Rolle eines furchtlosen Schluchtenstürmers und bezwingen reihenweise fiese Abgründe.

Stick Hero
Vergrößern Stick Hero

Stick Hero ist ein (theoretisch) endloses Spiel, in dem wir uns über steile Abgründe kämpfen - oder jämmerlich abstürzen. Der Held des Spiels ist nur mit einem feuerroten Stirnband ausgestattet und der sehr praktischen Fähigkeit, aus dem Nichts beliebig lange Stecken hervor zu zaubern. Diese schwarzen „Sticks“ dienen dann als Übergang von einem Vorsprung zum nächsten. Je länger wir das Display berühren, desto länger fällt die Behelfsbrücke aus. Das ist auch der Kniff im Gameplay: Zu kurze Brücken führen ebenso zum fatalen Absturz wie solche, die zu lang ausgefallen sind. Ein wenig Finesse erfährt das Spiel beim Einsammeln oft schwer zu erreichender Bonuspunkte: mit denen dürfen wir unserem Helden ein neues Outfit verpassen. Die Werbung, die manchmal auch mitten im Spiel das Display füllt, lässt sich zum Preis von 1,99 € deaktivieren.

Gelegenheitsspiel mit Langzeitmonotonie

Für ein paar Runden zwischendurch ist Stick Hero immer wieder prima geeignet. Das simple Gameplay erweist sich aber nach längerer Spielzeit als etwas monoton, irgendwann fehlt es einfach an Abwechslung. Die schönen Hintergründe, kurzen Ladezeiten und die Möglichkeit, die investierte Spielzeit über die Bonuspunkten in neue Outfits zu investieren, machen den Download aber interessant.

Fazit zum Test der Android-App Stick Hero

Mit erfrischender Spielmechanik und flottem Gameplay sorgt das Gelegenheitsspiel Stick Hero für gute Unterhaltung. Mit der Zeit erschöpft sich der Spielspaß aber etwas am Wiederholungsmoment.

Gesamtnote:  1,93

Funktionalität (45 %): 2,35
Bedienung und Support (40 %): 1,55
Design (15 %): 1,70

englischsprachig

Mmm Fingers

Hungrige Mini-Monster haben es in dem abgedrehten Arcade-Titel Mmm Fingers auf unsere Finger abgesehen. Wer sich nicht beißen lassen will, braucht schnelle Reaktionen und einen scharfen Blick.

Mmm Fingers
Vergrößern Mmm Fingers

Im erfrischend anderen Mmm Fingers steht nichts Geringeres auf dem Spiel als die Gesundheit unserer Finger - rein virtuell versteht sich. Während die Levels automatisch vor sich hin scrollen, müssen wir mit dem Finger stets den Kontakt zum Display halten und der gruselig vielfältigen Monsterschaar ausweichen, weil die sich sonst am Handfortsatz verbeißt und damit das Game Over einleitet. Die mitunter knackig fiesen Spielabschnitte werden von kleinen dornigen Würfeln, zackigen Säge-Monstern bedrohlichen Mini-Bomben bewohnt. Weil davon immer gleich ein ganzer Trupp über den Bildschirm wuselt, ist Hektik geboten. Die Steuerung funktioniert aber zuverlässig und direkt - nur auf kleinen Displays verdeckt der eigene Finger gerne mal einen wichtigen Teil des Spielgeschehens.

Mit flexiblen Grafik-Optionen auch auf alten Geräten spielbar

Den eigenen Spielfortschritt dürfen wir bei Mmm Fingers auf internationalen Bestenlisten mit anderen Zockern vergleichen. Auch schön: Die Grafik lässt sich in den Optionen an ältere Android-Geräte anpassen, Musik und Sound sind optional. Wer etwa Kinder mit der App spielen lassen möchte, darf die Blutfarbe im Spiel auch in harmloses Grün ändern.

Fazit zum Test der Android-App Mmm Fingers

Schöne Musik, actionreiches Gameplay und ein paar frische Ideen ergeben bei Mmm Fingers ein Erfolgsrezept. Das Spiel funktioniert zwar auf dem Tablet am besten, macht aber auch auf dem Smartphone richtig Laune.

Gesamtnote:  1,60

Funktionalität (45 %):1,70
Bedienung und Support (40 %): 1,55
Design (15 %): 1,45

englischsprachig

Rail Rush

In den Tiefen verschlungener Minenschächte geht es bei Rail Rush ordentlich zur Sache: Mit voller Geschwindigkeit brettern wir über enge Gleise und grabschen nach funkelnden Goldschätzen.

Rail Rush
Vergrößern Rail Rush

Fast wie Indiana Jones flitzen wir in Rail Rush in einem Hunt auf Gleisen durch unterirdische Minentunnel, der kastenförmige Transportwagen schießt dabei von ganz alleine in die Tiefe. Als Spieler bemühen wir uns ganz Genre-typisch, im rechten Moment zu springen, uns zu ducken oder auch mal das Gleis zu wechseln wenn der Weg ins Verderben führt. Natürlich dürfen bei der unterirdischen Hatz die Schätze nicht fehlen: Immer wieder können wir am Rand der Strecke dicke Goldklumpen einsammeln oder Edelsteine finden - und alles nach dem Spiel in neue Helden, verbesserte Vehikel oder Extras wie Zusatzleben, Sprengstoff oder neue Missionen investieren.

Gelungene Inszenierung lädt zum Abtauchen ein

Mit griffiger Begleitmusik, gekonnt abgestimmter Sound-Kulisse und flotter Grafik auch auf Mittelklasse-Geräten lädt Rail Rush zum Abtauchen ein. Die App bietet abwechslungsreiche Levels mit solidem Design, einen Mehrspieler-Modus und hält die eigenen Rekorde genau fest. Einziger Haken: der klassische Endlos-Runner ist Geschmackssache: wer mit dem Genre nichts anfangen kann, wird auch mit diesem Vertreter nicht zum Fan.

Fazit zum Test der Android-App Rail Rush

Die rasante Schatzjagd im Untergrund macht beim flotten Rail Rush mächtig Laune. Viele Extras wie Upgrades, Multiplayer-Modus und Zusatzlevel garantieren langfristig viel Spielspaß.

Gesamtnote:  1,54

Funktionalität (45 %): 1,70
Bedienung und Support (40 %): 1,45
Design (15 %): 1,30

englischsprachig

Red Ball 4

In Red Ball 4 wollen quadratische Schergen die Erde in einen fürchterlichen Würfel verwandeln. Als kantenfreie Kugel und Freund von allem, was rund und glatt ist, lassen wir das natürlich nicht mit uns machen.

Red Ball 4
Vergrößern Red Ball 4

Das Leben als Gummiball könnte so schön sein. Wäre da nicht dieser fiese Kubus, der alles was rund und schön ist, in kantige Würfel verwandeln will. Weil uns also gar nichts anderes übrig bleibt, als die Welt zu retten, machen wir das eben. Mit zwei Richtungstasten und einem Sprung-Button steuern wir einen vergnügten Flummi durch abwechslungsreiche und hübsch gestaltete Levels, in denen jede Menge Hindernisse und Feinde auf uns warten. Neben grimmigen Würfeln und tödlichen Wassergräben erwartet Spieler aber auch eine gelungene Spielphysik, die ganz eigene Herausforderungen erlaubt. So müssen wir Rampen manipulieren, Gesteinsbrocken verschieben oder uns eigene Stufen basteln. Leider sind die insgesamt 45 Levels alle etwas kurz.

Gratis-Inhalt stark beschränkt.

Die kostenlose Version von Red Ball 4 hat einen Haken - und der nervt: verlorene Leben regenerieren sich nur alle 20 Minuten. Wer also ein paar Mal im Wasser absäuft oder zu oft einem der Feinde vor die Füße rollt, muss warten - oder diese Mechanik mit dem Kauf der Vollversion für immerhin günstige 99 Cent beseitigen. Das witzige Gameplay ist den recht günstigen Einkaufspreis aber wert.

Fazit zum Test der Android-App Red Ball 4

Red Ball 4 verfügt über eine ganze Reihe abwechslungsreicher Level, die leider etwas kurz ausgefallen sind. Trotzdem macht das Gameplay mächtig Laune, das Leben als Ball ist eben eine runde Sache.

Gesamtnote:  1,70

Funktionalität (45 %): 1,90
Bedienung und Support (40 %): 1,50
Design (15 %): 1,65

deutschsprachig

Hoffnungslos: Die dunkle Höhle

In dem amüsant schrägen Baller-Spektakel Hoffnungslos: Die dunkle Höhle müssen wir gruselige Ungeheuer in der Finsternis erschießen - ohne dabei unsere ängstlichen Kameraden aufs Korn zu nehmen.

Hoffnungslos: Die dunkle Höhle
Vergrößern Hoffnungslos: Die dunkle Höhle

Von Todesangst gezeichnet sammeln sich in diesem düsteren Ballerspiel eine Handvoll zitternder „Blobs“ in der Mitte einer finsteren Höhle, um ihrem Schicksal zu harren. Das ist beim besten Willen kein schönes: Alle paar Sekunden durchbricht ein riesiges Monster mit gewaltigen Klauen, wildem Pelz und großem Appetit die dichte Dunkelheit um sich einen unserer Kameraden einzuverleiben. Zum Glück sind die ängstlichen Schneckenwesen nicht wehrlos: Jeder hat eine dicke Knarre dabei, mit der sich die schauerlichen Ungeheuer fix ins Jenseits befördern lassen. Weil leider Freund und Feind auf recht ähnliche Weise aus der Dunkelheit zu uns stoßen, ist es verflixt schwer, vor lauter gekonnt inszeniertem Grusel nicht ständig die eigenen Artgenossen abzuknallen. Je länger Spieler dem Ansturm der Ungeheuer widerstehen, desto größer fallen Belohnungen aus, mit denen im Shop neue Waffen und eine Reihe Extras gekauft werden dürfen.

Selbstmord als Ausweg

Hoffnungslos: Die dunkle Höhle ist eine witzige Mischung aus Reaktionsspiel und Gruselabenteuer. Wer dabei in kurzer Zeit zu viele seiner Kameraden verliert, sei es weil die als Monstersnack herhalten müssen oder im Eifer des Gefechts von den eigenen Kugeln durchsiebt werden, der muss unter Umständen zusehen, wie sich die Verbliebenen vor lauter Panik selbst erschießen. Jeder Fehlschuss erhöht dabei das Selbstmordrisiko zusätzlich. Ein herrlich morbider Spaß. Einzig das Waffenarsenal ist etwas dürftig und Spezialattacken sind bisher leider auch nicht verfügbar.

Fazit zum Test der Android-App Hoffnungslos: Die dunkle Höhle

Ein spannendes Reaktionsspiel mit flotter Action, gelungener Atmosphäre und einer Reihe von Upgrades, die das Spiel auch langfristig attraktiv machen.

Gesamtnote:  1,49

Funktionalität (45 %): 1,65
Bedienung und Support (40 %): 1,35
Design (15 %): 1,40

deutschsprachig

Airplane!

Bei Airplane! übernehmen wir das Steuer unseres eigenen Flugzeugs. Nicht immer zur Freude der Passagiere.

Airplane!
Vergrößern Airplane!

Bei der Flugsimulation Airplane! werden wir zum Piloten und übernehmen die Kontrolle über Cargo-, Militär- und Linienflugzeuge. Auf dem Weg von der Start- zur Landebahn müssen wir dafür sorgen, dass nichts schief läuft oder in Flammen aufgeht. Die größte Herausforderung besteht dabei im Landemanöver. Irgendwie runterkommen reicht nicht, nur wer die Fluggeschwindigkeit auf ein Minimum drosselt und geradlinig sowie sanft auf der Landebahn aufsetzt, kommt um den schauerlichen Anblick einer Totalkarambolage herum. Die Liste der verfügbaren Flugzeuge kann sich dabei sehen lassen, die App bietet eine stattliche Auswahl an Passagier-, Transport aber auch Militärflugzeugen. Ob Boeing 747, Cessna, Zeppelin, Concorde oder die mächtigen Kriegsflugzeuge B17, SR71 oder Harrier und B2 – an Fluggeräten mangelt es nicht. Leider müssen die meisten Modelle mit barer Münze freigeschaltet werden, ein paar coole Modelle sind aber auch per Spielfortschritt erreichbar.

Keine verrückten Manöver

In Sachen Steuerung haben wir bei Airplane! Die Wahl zwischen einem (auch invertierten) Steuerkreuz und der Lenkung per Neigungssensor. Obwohl sich die Handhabe sicher anfühlt und wir unser Vehikel immer gut im Griff haben, fehlt es etwas an Freiheit: waghalsige Manöver wie Loopings oder Schrauben lässt die Steuerung erst gar nicht zu. Der Weg zum Reiseziel erweist sich so schon nach kurzer Spielzeit als etwas monoton – schade.

Fazit zum Test der Android-App Airplane!

Airplane! kommt mit vielen Flugzeugtypen, angenehmer Steuerung und solider Flieger-Atmosphäre daher. Die Paywall vor dem Großteil der Modelle und die etwas zu einfache Steuerung ohne große spielerische Freiheit fallen aber negativ ins Gewicht.

Gesamtnote:  2,12

Funktionalität (45 %): 2,15
Bedienung und Support (40 %): 2,35
Design (15 %): 1,95

englischsprachig

Lost Jewels - Match 3 Puzzle

Lost Jewels ist ein klassisches Arcade-Spiel: Flottes Gameplay, etliche Level und ein hoher Suchtfaktor machen es schwer, den Titel wieder aus der Hand zu geben.

Lost Jewels - Match 3 Puzzle
Vergrößern Lost Jewels - Match 3 Puzzle

Kombinationsspiele tummeln sich im App-Store, die Grundidee ist dabei oft die gleiche: Spieler müssen mindestens drei gleichfarbige Elemente nebeneinander arrangieren um eine Kombination auszulösen. Das beschert Punkte und löst unter Umständen Kaskaden weiterer Kombinationen aus. Auch Lost Jewels bedient sich bei diesem Prinzip, macht das aber mit einer Reihe gelungener Extras ganz hervorragend. So schalten Kombinationen von vier oder mehr „Jewels“ fulminante Extras wie Feuerbälle, Blitze oder Superbomben frei. Damit lässt sich das Spielfeld imposant und in Rekordzeit abräumen. Auch an eine Story haben die Entwickler gedacht: Spieler sollen einem „heiligen Orakel“ bei irgendetwas helfen – unterm Strich ist das aber völlig nebensächlich: Der satte Spielspaß lebt von schier endlos vielen und richtig knackigen Levels.

Keine Pausen – keine Langeweile

Die Steuerung geht bei Lost Jewels einfach und flott von der Hand. Weil neue Spielsteine in Sekundenbruchteilen nachrücken und auch die aufwendigen Effekte von Feuerbällen und Blitzen rasch animiert werden, nervt das Spiel nie mit unnötigen Wartepausen. Da kann sich mancher Genre-Konkurrent ein Beispiel nehmen. Per Facebook-Synchronisierung dürfen Spieler ihre Erfolge auch Freunden präsentieren.

Fazit zum Test der Android-App Lost Jewels - Match 3 Puzzle

So machen Kombinationsspiele Spaß: Lost Jewels macht keinen Zeitdruck, erlaubt aber zügiges Gameplay und erweitert die simple Mechanik des Teile-Sortierens mit mächtigen Power-Ups. Jede Menge Level versprechen langfristigen Spielspaß.

Gesamtnote:  1,31

Funktionalität (45 %): 1,35
Bedienung und Support (40 %): 1,25
Design (15 %): 1,35

deutschsprachig

SpeedX 3D

Mit einem Affenzahn brettern wir bei SpeedX 3D durch verschlungene 3D-Rennstrecken, setzen mächtige Upgrades ein und legen uns im Multiplayer-Modus mit Spielern auf der ganzen Welt an.

SpeedX 3D
Vergrößern SpeedX 3D

Freunde von Rennspielen kommen um den Download des spannenden SpeedX 3D kaum herum. Das etwas abgedrehte Bleifuß-Spektakel verzichtet zwar auf Fahrzeuge, Gaspedale und eigentlich auch alles andere, was Rennspiele so mitbringen – dafür stimmt aber das Gameplay bis aufs Mark. In abstrakten Tunneln und Röhren, manchmal auch auf einer offenen galaktischen Rennstrecke unterm Sternenzelt, verspricht das Spiel perfektes High-Speed-Feeling. Während die Geschwindigkeit, mit der wir über die Strecken heizen, ganz automatisch immer weiter ansteigt, kommen immer mehr fiese Hindernisse hinzu, denen es auszuweichen gilt. Dabei stehen drei Spielmodi zur Auswahl: Einzelspieler, Multiplayer und der fordernd fiese Survival-Modus sorgen für Abwechslung. Kleiner Tipp am Rande: Wer die Internet-Verbindung deaktiviert wird beim Spielen von der Werbung verschont.

Reizendes Gameplay mit Neigungssensor und 3D-Brille

SpeedX 3D lässt sich per Zeemote-Controller oder per Neigungssensor spielen, besonders die zweite Variante lädt dabei zum versinken ein und funktioniert überraschend präzise. Wer noch einen Schritt weiter gehen will, der setzt eine 3D-Brille mit gefärbten Gläsern (Rot/Cyan oder Grün/Magenta) auf - das Spiel wird dann zum 3D-Abenteuer.

Fazit zum Test der Android-App SpeedX 3D

Mit einfachem aber sehr flottem Gameplay, einer fast perfekten Lenkung und einem angenehmen und atmosphärischen Soundtrack sowie optionalem 3D-Play erweist sich SpeedX 3D als außergewöhnlich überzeugendes Rennspiel der etwas anderen Art.

Gesamtnote:  1,33

Funktionalität (45 %): 1,40
Bedienung und Support (40 %): 1,25
Design (15 %): 1,35

englischsprachig

Bubble Safari

Bubble Safari ist ein Bubble-Shooter mit witzigen Extras, kreativem Design und jeder Menge Inhalt. Auch ein Mehrspielermodus ist verfügbar.

Bubble Safari
Vergrößern Bubble Safari

Weil irgendjemand die putzigen Baby-Äffchen entführt hat, machen wir uns in Bubble Safari auf die Reise, den Nachwuchs zurück zu holen. In den Levels werden dabei verschiedene Kugelformationen von der Decke geschossen, dazu müssen immer mindestens drei identische „Bubbles“ verbunden werden. Schneller und wesentlich imposanter läuft das Ganze mit den im späteren Spielverlauf verfügbaren Power-Ups: Level lassen sich mit mächtigen Donnerschlägen und lodernden Feuerbällen dann auch mal in Rekordzeit abräumen. Das ganze Spielprinzip ist zwar schon etwas in die Jahre gekommen, die amüsant schräge Aufmachung, eine solide Grafik und die stattliche Levelauswahl lädt aber auch Genre-Veteranen noch einmal zu einer Rundfahrt ein.

Toller Look und affenstarkes Gameplay

Bubble Safari sieht schick aus, beweist viel Spielwitz und gibt uns mit einer präzisen und zuverlässigen Steuerung stets das Gefühl, das Spielgeschehen voll im Griff zu haben. Der recht niedrige Schwierigkeitsgrad macht die App dabei auch für Kids interessant. Etwas nervig: Ohne Internetverbindung verweigert das Spiel die Kooperation, das Problem besteht aber nur beim ersten App-Start. Noch ein Manko: die ausgedehnten Animationen der Bonuspunkte ziehen das Spiel am Ende eines Levels unnötig in die Länge – das hätte man gerne abkürzen können.

Fazit zum Test der Android-App Bubble Safari

Ein solider Bubble-Shooter mit abwechslungsreichen Levels und schönen Hintergründen, der sich für alle Altersklassen eignet. Trotz kleiner Schwächen bei der Handhabe ein solider Zeitvertreib.

Gesamtnote:  1,59

Funktionalität (45 %): 1,35
Bedienung und Support (40 %): 1,95
Design (15 %): 1,35

englischsprachig

Cartoon Wars 2

Wie beim Tauziehen geht es bei Cartoon Wars 2 immer hin und her. Mit imposantem Kriegsgerät und mächtigen Helden rücken wir dabei der Festung des Feindes auf die Pelle.

Cartoon Wars 2
Vergrößern Cartoon Wars 2

Level für Level stehen wir unseren Feinden in Cartoon Wars 2 auf einem kompakten Schlachtfeld gegenüber. Jeweils am Ende der Kampfzone stehen die Basen der Spieler, hier werden fleißig Einheiten ausgebildet und ohne weitere Kommandos in Richtung Gegner entsandt. Wie nach dem Schere-Stein-Papier-Prinzip müssen wir unsere Truppen dabei entsprechend der Strategie unseres Feindes anpassen, sonst rennen die gegnerischen Truppen uns sprichwörtlich die Bude ein. Gebaut wird mit Hilfe eines Mana-Pools, der sich mit der Zeit selbst auffüllt. Dabei steht immer die schwierige Entscheidung an, ob die wertvollen Ressourcen in Kriegsgerät gesteckt werden sollen oder doch lieber in die Zukunft investiert werden: Spieler dürfen damit nämlich auch die Produktion der Kriegswährung selbst erhöhen. Die eigene Gier im Zaum zu halten erweist sich dabei als eine der großen Herausforderungen des Spiels. Vier Schwierigkeitsgrade machen das Gerangel für alle Altersklassen interessant.

Strategische Freiheit Dank vielen Extras

Mit jeder Menge spielerischen Optionen wie Spezialangriffen, Superhelden und einer eigenen Festung mit einer dicken Verteidigungsanlage wird die mechanisch einfache Massenproduktion von Kampf-Einheiten strategisch und spielerisch spannend abgerundet. Die Steuerung von Cartoon Wars 2 ist überwiegend gelungen, nur das Scrollen über das Schlachtfeld per Neigungssensor ist etwas umständlich und nicht immer präzise.

Fazit zum Test der Android-App Cartoon Wars 2

Das eindimensionale Gameplay wird bei Cartoon Wars 2 von strategischen Winkelzügen erweitern und entwickelt ab der ersten Spielminute einen beachtlichen Suchtfaktor: Download auf eigene Gefahr!

Gesamtnote:  1,32

Funktionalität (45 %): 1,15
Bedienung und Support (40 %): 1,45
Design (15 %): 1,50

deutschsprachig

Stupid Zombies 2

In Stupid Zombies 2 stehen wir den Untoten ganz alleine gegenüber. Zum Glück sind die richtig blöde und lassen sich widerstandlos über den Haufen ballern.

Stupid Zombies 2
Vergrößern Stupid Zombies 2

Dass Zombies nicht gerade Nobelpreisträger sind, ist wohl nichts Neues. In Stupid Zombies 2 erklimmen die Untoten aber ganz neue Höhen der Verblödung: Die Gehirnfresser stehen nur tatenlos in der Gegend herum und warten darauf, dass wir sie abknallen. Das Spiel ist trotzdem alles andere als langweilig. Mit arg begrenztem Munitionsvorrat können Level nämlich nur abgeschlossen werden, wenn alle Zombies zurück ins Jenseits befördert werden. Fast wie bei einem Billard-Spiel entscheidet der richtige Abschusswinkel dabei über Sieg oder Niederlage, die Kugeln prallen nämlich auch ein paar mal von den Wänden ab und erlauben so gewiefte Bandenschüsse. Die Entwickler haben sich allerlei fiese Konstruktionen und Hindernisse einfallen lassen, später können auch Hilfsmittel wie etwa riesige Eisenräder eingesetzt werden, mit denn sich die Untoten ganz vortrefflich zermatschen lassen.

Ein blutiges Spektakel

Wie sich das für ein Zombiespiel so gehört, ist auch dieser Genrevertreter recht blutig ausgefallen, getroffene Zombies werden oft in handliche Einzelteile zerlegt. Der Schwierigkeitsgrad steigt dabei Arcade-typisch schnell an, nach ein paar einfachen Einführungslevels wird das Ballerspiel knackig schwer, auch weil bald bewegliche Zombie-Zielscheiben dazu kommen.

Fazit zum Test der Android-App Stupid Zombies 2

Ein durchaus fordernder Arcade-Titel mit morbide-witzigem Gameplay und rund 600 Levels. Leider spart der Titel nicht an Werbung, die regelmäßig das Spielgeschehen unterbricht.

Gesamtnote:  1,63

Funktionalität (45 %): 1,45
Bedienung und Support (40 %): 1,85
Design (15 %): 1,60

englischsprachig

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