NAS-Geräte (Network Attached Storage) erfreuen sich als zentraler Datenspeicher im Heimnetz immer größerer Beliebtheit. Diese arbeiten fast immer unter einem kleinen Linux-System, während am Hauptrechner ein Windows läuft. Lassen sich die Dateien wie im Windows-Netz ohne Bedenken hin- und herkopieren?
Ja. Allerdings müssen Sie zwei Ausnahmen berücksichtigen:
1. Eventuelle NTFS-Streams – an die Hauptdatei angehängte Sekundärdateien – gehen hier ebenso verloren wie beim Kopieren auf FAT. Solche Streams enthalten aber praktisch nie wertvolle Daten.
2. Falls Kopier-Tools wie Xcopy und Robocopy nur neuere Dateien übertragen sollen, werden Sie feststellen, dass trotz richtig gewählter Schalter sämtliche Dateien kopiert werden. Das liegt daran, dass die beiden Dateisysteme Zeitinformationen unterschiedlich speichern. Robocopy besitzt den speziellen Schalter /FFT, um dieses Problem zu umgehen. Bei anderen Kopierprogrammen müssen Sie sich eventuell mit Exclude-Listen behelfen, um die Kopiermenge auf das tatsächlich Notwendige zu reduzieren. Robocopy ist unter Vista Standard, für 2000/XP müssen Sie es mit dem
Resource Kit für Windows Server 2003 herunterladen (12 MB)
14. USB: Den Stick einfach abziehen
Sie nutzen häufig einen USB-Stick. Sie sind es leid, jedes Mal den Dialog „Hardware sicher entfernen“ aufzurufen, wenn Sie ihn abziehen möchten. Zudem weigert sich der Dialog oft, den Stick abzuschalten. Ist es technisch in Ordnung, USB-Geräte bei laufendem Betrieb einfach abzustecken?
Ja. USB ist grundsätzlich Hot-plug-fähig. Die Schnittstelle erlaubt es also, ein Gerät bei laufendem System ein- und wieder abzustecken. Sie sollten USB-Stick und -Festplatten dann allerdings so konfigurieren, dass der Schreib-Cache für das Gerät deaktiviert ist. Andernfalls kann es nämlich sein, dass noch nicht alle Daten physikalisch auf das Laufwerk geschrieben wurden, obwohl der Kopier- oder Speicher-Vorgang bereits abgeschlossen scheint.
Die Konfiguration des Schreib-Caches ändern Sie über „Systemsteuerung, Geräte-Manager“. Hier klappen Sie den Eintrag „Laufwerke“ aus, klicken mit der rechten Maustaste auf das USB-Laufwerk und wählen „Eigenschaften“. Auf der Registerkarte „Richtlinien“ finden Sie die einschlägige Option „Für schnelles Entfernen optimieren“.
15. Eine Festplatte hochkant einbauen
In einem Barebone-Gehäuse oder einem PC, der bereits einige Laufwerke enthält, ist der Platz knapp. Dürfen Sie Festplatten hochkant oder sogar kopfüber einbauen, ohne dass sie Schaden nehmen?
Ja. Bei aktuellen Festplatten spielt die Ausrichtung keine Rolle. Sie können die Platte einbauen, wie es gerade am besten passt – horizontal, hochkant oder kopfüber. Bei diversen NAS-Geräten oder Barebones ist der konventionelle horizontale Einbau gar nicht möglich. Die Lebensdauer moderner Platten verkürzt sich nicht, sofern Sie die einmal gewählte Ausrichtung dauerhaft beibehalten.
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