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13 Tipps für den Fall des Smartphone-Verlusts

28.02.2015 | 10:11 Uhr |

Kommt das Smartphone abhanden, geht es neben der teuren Hardware oft auch um wichtige Daten. Halten Sie sich an unsere 13 Tipps – gehen Sie den Handy-Verlust entspannt an! Wir verraten Ihnen, was Sie davor sowie danach tun sollten.

Haben Sie Ihr Smartphone lediglich verloren, ist der Verlust halb so schlimm, da Sie es relativ leicht orten und mit etwas Glück sogar zurückbekommen können. Tragischer ist es, wenn Sie Opfer eines Diebstahls wurden: Treffen Sie nicht sofort wichtige Maßnahmen, kann ein böswilliger Dieb etwa Kollegen via Facebook beschimpfen, online für viel Geld auf Ihre Kosten einkaufen oder alle Passwörter ändern, sodass Sie keinen Zugriff mehr auf eigene Accounts haben.

Um auf einen eventuellen Diebstahl bestens vorbereitet zu sein, sollten Sie noch während des Gebrauchs kleine, aber wichtige Einstellungen vornehmen. So sind Sie optimal für den Fall des Verlustes gerüstet.

Dieser Artikel stammt aus der AndroidWelt 06/2014

Notfall-Hacks, Akku-Tricks und geheime App-Tipps - das und noch vieles mehr bietet die AndroidWelt 06/2014 .

Schritt 1: SIM-Sperre

Richten Sie sich eine SIM-Sperre ein, damit Unbefugte Ihr Smartphone nicht für teure Anrufe über Ihren Tarif missbrauchen können, die Sie anschließend bezahlen müssten. Öffnen Sie dazu den Punkt „Sicherheit“ in den Android-Einstellungen, und tippen auf „SIM-Sperre einrichten“. Daraufhin geben Sie eine mehrstellige PIN-Nummer ein. Richten Sie das erste Mal ihre PIN ein, müssen Sie die vorgegebene Zahlenkombination Ihres Netzbetreibers eingeben; danach können Sie Ihre Kombination selbst wählen. Merken Sie sich diese unbedingt! Denn geben Sie die PIN dreimal falsch ein, müssen Sie eine Super-PIN verwenden, die Sie zusammen mit Ihrer SIM-Karte von Ihrem Netzanbieter erhalten haben. Übrigens: Einfach zu erraten sollte die PIN nicht sein. Vermeiden Sie also Geburtsdaten und leichte Kombinationen wie 1234.

Android endlich abhörsicher - so geht's

Schritt 2 : Bildschirmsperre

Bei Android können Sie teilweise bis zu sechs unterschiedliche Bildschirmsperren einrichten. Der Sinn dahinter: Zum einen verhindern sie, dass Sie beispielsweise ungewollt Funktionen ausführen, während das Handy sich in der Hosentasche befindet. Zum anderen könnten fremde Personen ohne Weiteres auf sämtliche Daten Ihres Smartphones zugreifen, wenn Sie keine Sperre einrichten.

Zunächst geben Sie an, wann Ihr Smartphone den Bildschirm automatisch sperren soll. Dazu gehen Sie in die Einstellungen des Handys und tippen auf „Automatisch sperren“ unter dem Menüpunkt „Sicherheit“. Je nach Nutzeroberfläche variieren Name und Ort dieser Option. So finden Sie beispielsweise bei aktuellen LG-Smartphones den Menüpunkt „Bildschirmabschaltung“ unter „Einstellungen – Anzeige“ vor. Der Bildschirm schaltet sich künftig nach der von Ihnen gewählten Zeit aus. Um das Smartphone anschließend wieder in Gebrauch zu nehmen, müssen Sie den Bildschirm über eine von Ihnen gewählte Geste entsperren.

Es gibt zig Varianten, eine Displaysperre einzurichten: per Passwort, Muster oder Gesichtserkennung.
Vergrößern Es gibt zig Varianten, eine Displaysperre einzurichten: per Passwort, Muster oder Gesichtserkennung.

Ja, das kann auf Dauer zwar nervig sein – es trägt aber deutlich zur Sicherheit Ihrer Daten bei. Öffnen Sie erneut die Einstellungen, wählen Sie diesmal „Display-Sperre“ unter „Sicherheit“ aus. Auch diese Option kann sich unter dem Punkt „Bildschirm“ der verschiedenen Nutzeroberflächen befinden. Wählen Sie nun Ihre bevorzugte Variante aus: Mit „Ziehen“ entsperren Sie Ihr Smartphone über eine simple Wischgeste. Das schützt zwar vor ungewolltem Ausführen von Apps, aber nicht vor dem Zugriff unbefugter Personen.

Mit der Methode „Face Unlock“ entsperren Sie Ihr Handy über die Frontkamera. Dabei scannt der Androide Ihr Gesicht und vergleicht es mit dem hinterlegten Bild von Ihnen bei jedem Entsperren. Als Schutz vor unbefugtem Zugriff ist auch diese Funktion nicht zu empfehlen, da ein Dieb ähnlich wie Sie aussehen könnte und teilweise schon Bilder von Ihnen ausreichen, um das Display zu entsperren.

Das „Muster“ gehört zu den beliebtesten Sperrarten des Handys. Dabei verbinden Sie auf einem Feld aus dreimal drei Punkten in beliebiger Reihenfolge mindestens vier Punkte miteinander. Das dürfte einen Dieb schon länger beschäftigen; eine hundertprozentige Absicherung ist auch diese Option nicht. Wird das Muster fünfmal hintereinander falsch eingegeben, können Sie das Smartphone nur noch mit Ihrem Google-Account entsperren.

Das Display können Sie genau wie die SIM über eine PIN, also eine Zahlenkombination sperren, die aus mindestens 4 Ziffern besteht. Achten Sie auch hier darauf, keine zu simplen Kombis zu verwenden.

Das Sperren via „Passwort“ gehört zu den sichersten Methoden, da die Einstellung Buchstaben, Zahlen sowie Sonderzeichen enthalten darf.

Zusätzlich gibt es bei einigen neuen Smartphones wie etwa dem Samsung Galaxy S5 die Option, das eigene Gerät über den Fingerabdruck zu sichern. Aktuell ist diese aber nur auf wenigen Geräten verfügbar.

Schritt 3 : Backup anlegen

Ein regelmäßiges Backup ist von eminenter Bedeutung. Denn ohne Sicherung sind beim Smartphone-Verlust alle darauf befindlichen Daten ebenfalls weg – unersetzbare Dokumente, intime Bilder und wichtige Kontakte! Achten Sie darauf, dass Sie das Backup auf einem zweiten Speichermedium ablegen.

Dafür steht Ihnen etwa die Drittanbieter-Software My Phone Explorer zur Seite. Sie ist speziell auf das Sichern und Wiederherstellen von Handydaten ausgelegt.

Nun können Sie eine Verbindung zwischen Computer und Handy wahlweise via WLAN, Bluetooth und USB-Kabel herstellen. Weil die USB-Konnektivität die gängigste Methode ist, wollen wir darauf näher eingehen.

Mit dem My Phone Explorer sichern Sie die meisten und vor allem wichtigsten Daten auf der PC-Festplatte.
Vergrößern Mit dem My Phone Explorer sichern Sie die meisten und vor allem wichtigsten Daten auf der PC-Festplatte.

Bevor Sie nun die Software benutzen können, müssen Sie die zu Ihrem Gerät passenden ADB-Treiber installieren. Ein universelles ADB-Treiber-Tool finden Sie unter adbdriver.com/downloads . Starten Sie das Programm, verbinden Sie das Smartphone via USB-Kabel mit dem PC, und klicken Sie auf „Install“. Voraussetzung: Sie haben auf Ihrem Smartphone USB-Debugging aktiviert. Diese Option finden Sie in Ihren Android-Einstellungen unter den Entwickleroptionen. Weil diese in neueren Android-Versionen ausgeblendet sind, tippen Sie in den Einstellungen unter „Über das Telefon“ siebenmal auf den Punkt „Build-Nummer“, um sie sichtbar zu machen. Alternativ können Sie auch die entsprechende Hersteller-Software wie Kies bei Samsung oder Sync bei HTC installieren, die in der Regel die gewünschten Treiber installiert.

Starten Sie anschließend den Desktop-Client von My Phone Explorer, und schließen Sie Ihren Androiden an den PC an. Klicken Sie im geöffneten Programm auf „Datei > Verbinden“. Wählen Sie als Handytyp „Handy mit Google Android-Betriebssystem“ aus, und markieren Sie „USB Kabel“. USB-Debugging müsste jetzt eine Bestätigung von Ihnen auf dem Smartphone einfordern. Außerdem können Sie nun einen Namen vergeben, um das Gerät besser zuordnen zu können. Jetzt können Sie Ihre Daten synchronisieren. Dabei werden Ihre Kontakte, Anruflisten, SMS-Nachrichten sowie Fotos und Musikdateien gesichert.

Cloud-Sicherung: Google selbst bietet ebenfalls einen Service für Backups auf den Google-Servern an. Die Sicherungskopie enthält die aktuell installierten Apps plus die dazugehörigen Daten, WLAN-Passwörter und weitere Einstellungen sowie Ihre Kontakte. Fotos, SMS und das Anrufprotokoll sind darin allerdings nicht enthalten. Um die Sicherung zu aktivieren, müssen Sie zunächst ein Sicherungskonto angeben – entweder erledigen Sie diesen Punkt gleich bei der Konfiguration des Smartphones, indem Sie Ihr Google-Konto angeben, oder später in den Einstellungen unter „Sichern und zurücksetzen > Konto sichern“. Dort melden Sie sich dann mit Ihrem Google-Account an, das dann gleichzeitig als Ihr Sicherungskonto dient. Über den Punkt „Meine Daten sichern“ starten Sie die Synchronisation Ihrer Daten und Einstellungen mit den Google-Servern. Aktivieren Sie ein neues Android-Gerät, und registrieren sich mit demselben Konto, dann wird die Sicherung wiederhergestellt.

Fotos, Videos und Musikdateien können Sie zusätzlich entweder bei Google Drive oder einem anderen Cloud-Dienst wie Dropbox hochladen – sogar automatisch.

Schritt 4 : Ortung aktivieren

Um das Smartphone nach einem Verlust schnell wiederzufinden, sollten Sie die GPS-Funktion sowie einen Ortungsdienst aktivieren. Google selbst bietet dafür den Android-Geräte-Manager an, den Sie über diese Webseite erreichen.

Aktivieren Sie auf Ihrem Android-Gerät zunächst GPS in den Einstellungen unter „Standort“. Die meisten Smartphones und Tablets bieten zusätzlich einen Schnellzugriff im Benachrichtigungsmenü an.

Jetzt müssen Sie auf Ihrem Androiden den Geräte-Manager aktivieren – Voraussetzung hierfür ist, dass Sie es mit Ihrem Google-Account verknüpft haben. Öffnen Sie nun die Google-Einstellungen im App-Menü Ihres Smartphones. Das App-Icon ist grau und bildet ein kleingeschriebenes „g“ sowie ein Zahnrad ab.

Unter dem Punkt „Android Geräte-Manager“ sollten Sie die „Remote-Ortung“ einstellen, um über Ihren Webbrowser den Standort Ihres Smartphones anzuzeigen. Setzen Sie außerdem den Haken hinter „Remote-Sperre“, so können Sie, falls Ihr Handy tatsächlich gestohlen wurde, Ihre Daten per Fernzugriff löschen. Ein Dieb sollte nämlich keinen Einblick in Ihre privaten Daten bekommen! Aus diesem Grund lohnt sich übrigens ein regelmäßiges Backup – wie eingangs erwähnt.

Schritt 5 : Anti-Diebstahl-Apps

Im Google Play Store finden Sie über 100 Anti-Diebstahl-Apps, von denen die meisten grundlegend die gleichen Aufgaben erfüllen. Aus diesem Grund haben wir uns drei Apps bekannter Software-Firmen ausgesucht.

Mit der App „ Avast! Anti-Theft “ orten Sie Ihr Smartphone, können es über die Webseite my.avast.com oder per SMS fernsteuern und eine Sperre oder Löschung vornehmen. Um die meisten interessanten Funktionen zu nutzen, sollten Sie sich einen Account einrichten. In den erweiterten Einstellungen der App definieren Sie die Aktionen, die sie in bestimmten Situationen ausführen soll. So können Sie bestimmen, dass bei einem SIM-Wechsel eine SMS mit Standort und der neuen Nummer an Sie verschickt wird, dass eine Sirene losgeht oder dass das Telefon gesperrt wird. Sie können einen Sperrtext mit Ihren Kontaktdaten, einer Belohnungsausschreibung oder Ähnlichem auf dem Sperrbildschirm anzeigen und sich sogar Fotos der Frontkamera zukommen lassen. Die Anwendung wird im Anti-Diebstahl-Modus nicht angezeigt, damit Diebe nicht auf sie aufmerksam werden.

Mit einer Anti-Diebstahl-App wie der von Avast können Sie das Handy orten, sich ein Foto des Diebes über die Frontkamera schicken lassen und Benachrichtigungen bei bestimmten Aktionen einfordern.
Vergrößern Mit einer Anti-Diebstahl-App wie der von Avast können Sie das Handy orten, sich ein Foto des Diebes über die Frontkamera schicken lassen und Benachrichtigungen bei bestimmten Aktionen einfordern.

Norton Anti-Theft “ funktioniert nur mit eingerichtetem Account, während Sie die App von Avast teilweise auch ohne Anmeldung nutzen können. Die Features sind fast identisch: Remote-Sperre und Ortung des Smartphones, zeigt dem Finder oder Dieb eine benutzerdefinierte Meldung an, und Sie können sich ein Livebild der Frontkamera schicken lassen.

Die Sicherheits-App „ Lookout Antivirus & Sicherheit “ kann Ihre Daten sichern, Viren erkennen und zusätzlich Anti-Diebstahl-Funktionen ausführen. Letzteres klappt allerdings nur in der Premiumversion, für die Sie ein kostenpflichtiges Abo abschließen müssen. Doch auch in der kos-tenlosen Testversion sind diese Funktionen nutzbar. Auch Lookout ortet Ihr Smartphone und benachrichtigt Sie bei einem SIM-Wechsel, bei falscher Eingabe des Entsperrungs-Codes oder wenn das Gerät in den Flugmodus geschaltet wird. Außerdem bekommen Sie eine E-Mail mit dem Foto des Diebes und den Standortdaten!

Schritt 6 : IMEI-Nummer notieren

Die IMEI-Nummer ist eine 15-stellige Seriennummer, mit der jedes UMTS-fähige Gerät wie ein Smartphone eindeutig identifiziert werden kann. Die Nummer benötigen Sie beispielsweise bei der Diebstahlanzeige oder der SIM-Sperre.

Geben Sie den Code „*#06#“ in der Telefon-App ein, und rufen Sie die IMEI-Nummer auf, die Sie sich unbedingt notieren sollten!
Vergrößern Geben Sie den Code „*#06#“ in der Telefon-App ein, und rufen Sie die IMEI-Nummer auf, die Sie sich unbedingt notieren sollten!

Auf den meisten Androiden rufen Sie die IMEI auf, indem Sie in der Telefon-App den Code „*#06#“ eintippen und auf „Anrufen“ tippen. Daraufhin wird Ihnen die IMEI-Nummer angezeigt, die Sie sich am besten auf einem Zettel notieren und diesen an einem sicheren Ort aufbewahren. Außerdem steht die IMEI meistens auf einem weißen Etikett unterhalb des Akkus. Falls das Smartphone eine abnehmbare Rückseite besitzt, können Sie diese dort einsehen.

Bei einigen Geräten finden Sie die Information auch unter „Einstellungen > Infos zum Gerät“ in der Status-Übersicht. Und auch in oder an der Smartphone-Verpackung steht die IMEI-Nummer oft geschrieben.

Schritt 7 : Vorsicht bei Versicherungen!

Alles, was wertvoll ist, kann und sollte versichert werden, damit man bei Bedarf Ersatz und Entschädigung einfordern kann. Einige Mobilfunkanbieter wie Telekom und O2 arbeiten aktuell mit Versicherungen zusammen, um Kunden neben Geräten und Tarifen auch gleich die passenden Versicherungen anzudrehen.

Eine solche Versicherung schützt bei Diebstahl, Defekten und versehentlichen Schäden wie einem Displaybruch. Die meisten Versicherungen für aktuelle Geräte kosten zwischen 50 und 80 Euro; eine Eigenbeteiligung von etwa 10 Prozent kann im Schadensfall noch hinzukommen.

Achten Sie beim Abschluss einer Handy-Versicherung unbedingt auf die Konditionen und das Kleingedruckte – bei Diebstahl macht sie oft nur wenig Sinn.
Vergrößern Achten Sie beim Abschluss einer Handy-Versicherung unbedingt auf die Konditionen und das Kleingedruckte – bei Diebstahl macht sie oft nur wenig Sinn.

Bevor Sie eine Versicherung für Ihr neues Smartphone abschließen, sollten Sie unbedingt, wie bei jedem Vertrag, das Kleingedruckte lesen. Dort erfahren Sie erst, was tatsächlich versichert ist, da es beispielsweise verschiedene Arten von Diebstahl gibt, die nicht alle abdeckt sind.

So bieten die meisten Anbieter nur Schutz bei Einbrüchen ins Haus oder ins Auto, nicht aber bei Taschendiebstahl. Ihr Smartphone muss also gesichert und eingeschlossen sein, bevor Sie Ersatzforderungen stellen können. Das Kuriose: Im Normal kommt bei diesen Schäden sowieso Ihre Auto- oder Hausratsversicherung auf, weshalb sich ein Schutz für solche Fälle nicht lohnt. Bei einfachem Verlust durch Liegenlassen in der Bahn gibt es in der Regel kein Geld.

Bei Verlust und Diebstahl lohnen sich die Standard-Versicherungen für Smartphones eher weniger – für versehentlich entstandene Schäden am Display oder durch Wassereintritt schon mehr.

Das Smartphone wurde gestohlen - Was nun?

Der Tag danach

Wenn Sie feststellen, dass Sie Ihr Smartphone verloren haben oder es tatsächlich geklaut wurde, dann sollten Sie so schnell wie möglich reagieren. Denn sonst setzt der neue Nutzer das Smartphone einfach zurück, entfernt Ihre SIM und nutzt das Handy ohne Bedenken selbst.

Schritt 1 : Ortung via Geräte-Manager

Das Smartphone ist weg. Vermutlich geklaut, vielleicht aber auch liegen gelassen oder doch irgendwo in der Wohnung unter einer Socke im Esszimmer? Weil Sie zur Prävention GPS sowie den Geräte-Manager auf Ihrem Android-Smartphone aktiviert haben, können Sie über diesen Service Ihr Smartphone orten. Rufen Sie dazu die Webseite www.google.com/android/devicemanager auf, und loggen Sie sich mit Ihren Google-Daten ein. Der Geräte-Manager lokalisiert daraufhin den Standort des verknüpften Androiden.

Mithilfe des Geräte-Managers orten Sie Ihr Smartphone, lassen es klingeln oder setzen es auf den Werkszustand zurück – aus der Ferne.
Vergrößern Mithilfe des Geräte-Managers orten Sie Ihr Smartphone, lassen es klingeln oder setzen es auf den Werkszustand zurück – aus der Ferne.

Jetzt wissen Sie, wo sich das Smartphone ungefähr befindet – je nach Standort kann die Genauigkeit um einige Meter abweichen. Kommt Ihnen der Ort bekannt vor, könnten Sie es dort verloren haben – mit etwas Glück finden Sie es sogar wieder. Zeigt der Kartenpunkt auf die Lage Ihrer Wohnung, versteckt das Smartphone sich wahrscheinlich irgendwo – mit der Funktion „Klingeln lassen“ gibt das Gerät selbst bei deaktiviertem Ton Klänge von sich, um Ihnen die Suche zu erleichtern.

Ist das Smartphone geklaut worden, klicken Sie auf den Punkt „Sperren“, um die Bildschirmsperre einzurichten und gleichzeitig das Passwort zurückzusetzen und dem Dieb den Zugriff zu erschweren. Sollten sich besonders wichtige Daten auf dem Gerät befinden, besteht auch die Möglichkeit, per Fernzugriff mit „Löschen“ das Smartphone auf den Werkszustand zurückzusetzen. Mehr dazu unter Schritt 6.

Schritt 2 : SIM-Karte sperren

Bei einem tatsächlichen Diebstahl sollten Sie unverzüglich Ihre SIM-Karte sperren lassen, um sich vor Missbrauch zu schützen. Das Sperren der SIM ist recht unkompliziert, jeder Mobilfunkanbieter stellt diesen Service kostenlos zur Verfügung. Besuchen Sie lediglich die Webseite des Anbieters, loggen Sie sich mit Ihren Daten ein, und folgen Sie den angegeben Schritten. So sperren Sie Ihre Karte entweder gleich online, telefonisch oder schriftlich. Die SIM-Sperre wird daraufhin umgehend ausgeführt.

Über die Webseite Ihre Mobilfunkanbieters können Sie direkt online Ihre SIM-Karte sperren lassen – der Vorgang ist nicht umkehrbar, und eine neue SIM wird fällig.
Vergrößern Über die Webseite Ihre Mobilfunkanbieters können Sie direkt online Ihre SIM-Karte sperren lassen – der Vorgang ist nicht umkehrbar, und eine neue SIM wird fällig.

Aber Achtung: Sie sollten sich absolut sicher sein, dass Ihr Smartphone durch einen Langfinger entwendet wurde, da eine Ersatz-SIM-Karte bis zu 30 Euro kosten kann. Darüber hinaus sind Sie einige Tage nicht erreichbar, weil Sie auf die Lieferung der neuen Karte warten müssen.

Schritt 3 : Passwörter ändern

Ändern Sie beim Verlust des Smartphones am besten sofort Ihre Passwörter, die Sie auf dem Androiden gespeichert haben.

Ändern Sie recht zügig Ihr Google-Passwort, um Missbrauch vorzubeugen.
Vergrößern Ändern Sie recht zügig Ihr Google-Passwort, um Missbrauch vorzubeugen.

Fangen Sie unbedingt mit Ihrem Google-Passwort an. Denn gehen wir vom schlimmsten Fall aus, dann ändert ein Dieb recht zügig Ihre Google-Daten, damit Sie erstens nicht mehr auf Ihr Smartphone sowie Ihre Google-Inhalte zugreifen können. Und zweitens kann er so sämtliche Passwörter auf Webseiten über Ihre Mail-adresse zurücksetzen, um dann beispielsweise online auf Ihre Kosten zu shoppen.

Ändern Sie anschließend alle weiteren Online-Passwörter. Die Gefahr, dass ein Dieb bereits in Ihre persönlichen Daten Einblick genommen hat, ist zu groß.

Schritt 4 : Fundbüro kontaktieren, Polizei einschalten

Den Verlust des Smartphones bemerken Nutzer häufig zu spät, teilweise sogar erst am nächsten Tag, wenn die Nacht mal wieder feuchtfröhlich feiernd verbracht wurde. Nicht selten geben ehrliche Mitfeiernde im Club, auf der Kirmes oder beim Konzert gefundene Smartphones bei den Verantwortlichen ab. Die wiederum geben das Gerät weiter ins Fundbüro, falls Sie in einem bestimmten Zeitraum nicht erschienen sind, um es abzuholen. Aus diesem Grund können Sie bei Ihrem örtlichen Fundbüro nachfragen, ob Ihr Smartphone eventuell abgegeben wurde.

Haben Sie großes Pech, dann sind Sie einem Langfinger zum Opfer gefallen. In diesem Fall empfehlen wir Ihnen, den Diebstahl der Polizei zu melden. Damit Ihr Smartphone eindeutig identifiziert werden kann, nennen Sie bei der Anzeige Ihre vorher notierte IMEI-Nummer.

Schritt 5 : Anti-Diebstahl-Apps

Wie unter Prävention im Schritt 5 „Anti-Diebstahl-Apps“ erklärt, sollten Sie sich vor einem Verlust eine solche App aufs Handy holen. Denn im Ernstfall können die Anwendungen einen großen Teil zur Wiederbeschaffung beitragen. In der Regel müssen Sie sich einen entsprechenden Account einrichten, um die App dann via eigener Webseite zu steuern. So empfangen Sie Fotos der Frontkamera, um den Dieb zu identifizieren, Standortdaten, um ihn zu orten, und Audioaufnahmen der Telefonfunktion, um die Umgebung eventuell zu erkennen.

Über die Webseite der entsprechenden Anti-Diebstahl-Apps wie Lookout orten Sie Ihr Smartphone oder verwalten die empfangenen Fotos und Benachrichtigungen.
Vergrößern Über die Webseite der entsprechenden Anti-Diebstahl-Apps wie Lookout orten Sie Ihr Smartphone oder verwalten die empfangenen Fotos und Benachrichtigungen.

Schritt 6 : Fernlöschung

Im Geräte-Manager, den Sie über die Webseite www.google.com/android/devicemanager starten, können Sie außerdem eine Fernlöschung durchführen. Das ist vor allem dann sinnvoll, wenn auf dem Handy wichtige Dokumente, Bilder oder Videos gespeichert sind, die in keine falschen Hände geraten dürfen, und Sie diese auch als Backup auf einem zweitem Speichermedium liegen haben.

Über den Button „Löschen“ im Android Geräte-Manager setzen Sie das Smartphone per Fernzugriff auf den Werkszustand zurück. Dabei werden alle Daten, persönlichen Infos sowie Einstellungen aus dem internen Speicher gelöscht. Ein Dieb hat somit keinen Zugriff mehr auf diese Dateien.

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