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11 empfehlenswerte Audio-Player-Apps

25.02.2015 | 08:30 Uhr |

Wenn Musik Ihr ständiger Begleiter sein soll, werden Sie mit dem vorinstallierten Player auf Ihrem Android-Gerät vermutlich nicht glücklich. Wir stellen 11 gute Player-Apps vor.

Einen – inzwischen sogar meist zwei – Audio-Player bringt jedes Android-Gerät ab Werk mit. Wer bloß hin und wieder ein oder zwei Songs aus einer kleinen, überschaubaren MP3-Sammlung abspielen möchte, wird damit zufrieden sein. Echte Musik-Enthusiasten werden aber schnell die eine oder andere Funktion vermissen, etwa einen Equalizer oder einen ähnlichen Klangregler.

Die elf Audio-Player, die wir Ihnen hier vorstellen, bieten darüber hinaus vieles, das Ohr und Auge gleichermaßen erfreut – Songtexte auf dem Display, Schnittstellen zu Fitness-Apps, Verbindungen zu Cloud-Diensten und anderen Web-Services und nicht zuletzt durchdachte Such-, Filter- und Sortierfunktionen, die eine schnelle Orientierung auch in einer üppigen Musiksammlung ermöglichen.

PowerAmp

PowerAmp
© Dirk Bongardt

Mit der Android-App „ PowerAmp “ lassen sich Audiodateien unterschiedlicher Formate abspielen. Die App bietet außerdem umfangreiche Funktionen zur Klangregelung.

Die Android-App PowerAmp gehört zu den bekanntesten kostenpflichtigen Audioplayern, kann aber zunächst kostenfrei heruntergeladen und zwei Wochen lang uneingeschränkt genutzt werden. Sie gibt verschiedene Typen von Audiodateien wieder, neben MP3 unter anderem auch ogg, tta oder aiff.

Im Test dauerte es knapp zwei Minuten, bis die App eine Sammlung von rund 1000 Songs indiziert hatte. Eine ihrer Stärken sind die Klangregler, zu denen spezielle Bass- und Höhenverstärker oder ein Stereospreizer ebenso gehören wie ein 10-Band-Equalizer.

Umfangreich erweiterbar

Wem die Standard-Optik des Players nicht gefällt, der kann sie mit Hilfe der mitgelieferten und zusätzlicher Skins verändern – hunderte davon finden sich, teils kostenlos, teils kostenpflichtig, im Play Store. In den Einstellungen lässt sich auch der automatische Download fehlender Albencover aktivieren.

Für den Homescreen bietet die App vier Widgets in unterschiedlichen Größen, die sich jeweils in Farbe und Inhalt umfangreich anpassen lassen. Weitere Widgets finden sich wiederum im Play Store. Hilfesuchenden Nutzern bietet die App Overlays, die in kurzen (deutschen) Worten die Handhabung der Bedienelemente erlären.

Fazit zum Test der Android-App „PowerAmp“

Üppige Funktionen für Klang und Optik gleichermaßen bietet PowerAmp. Anspruchsvolle Musik-Enthusiasten werden den Preis nicht scheuen.

Pro: Unterstützt zahlreiche, auch weniger bekannte, Audioformate, und bietet Klangregelungen

Contra: Ordnet – selten – Albencover falsch zu.

Gesamtnote: 1,47

Funktionalität (45 %): 1,50

Bedienung und Support (40 %): 1,50

Design (15 %): 1,30

Deutschsprachig, Preis: 3,22 Euro

musixmatch Songtexte

musixmatch Songtexte
Vergrößern musixmatch Songtexte
© Dirk Bongardt

Die Android-App „ musixmatch Songtexte“ ist ein vollwertiger Audio-Player samt Playlist-Unterstützung, Cover-Darstellung und Equalizer. Und: Er kennt den Text zu fast jedem Song.

Auch wenn der Titel der Android-App „musixmatch Songtexte“ etwas anderes suggeriert: Die App bietet einen brauchbaren Audio-Player mit mehr als einer nützlichen Funktion. So bietet die App einen Fünf-Band-Equalizer, ermöglicht es, Albencover und Song-Informationen zu ändern oder zu ergänzen und kann Playlists erstellen, bearbeiten und natürlich abspielen.

Außerdem bietet die App die Funktion „Music-ID“: Die erkennt – erstaunlich häufig – Musik, die in der Umgebung des Gerätes abgespielt wird und zeigt dann Titel, Interpret und Songtext an.

Blacklist schützt vor Überraschungen

Fast allen Audio-Playern unter Android gemein ist, dass sie in den Songlisten alle möglichen auf dem Gerät gespeicherten Audiodateien auflisten, also zum Beispiel auch Klingeltöne oder Sprachnotizen. musixMatch Songtexte bietet eine Blacklist, um solche zur Musikberieselung ungeeigneten Audiodateien auszublenden.

Die interessantesten Möglichkeiten bietet die App allerdings tatsächlich rund um die Songtexte. Basierend auf der Datenbank des Herstellers kann sie zu einigen Millionen Songs die Texte einblenden. Angemeldete Nutzer können Text und Audio synchronisieren, und wer am liebsten selber singt, kann die Gesangsstimme bei der Wiedergabe ausblenden lassen.

Fazit zum Test der Android-App „musixmatch Songtexte“

Über sechs Millionen Songtexte kennt Musixmatch. Aber auch wer gerade nicht mitsingen oder -lesen will, findet in der App einen brauchbaren Player.

Pro: Blendet Songtexte auch in Verbindung mit anderen Playern und beispielsweise Spotify ein

Contra: Einige Funktionen erfordern ein Benutzerkonto

Gesamtnote: 1,87

Funktionalität (45 %): 1,80

Bedienung und Support (40 %): 1,90

Design (15 %): 2,00

Deutschsprachig, kostenlos

Shuttle Music Player

Shuttle Music Player
Vergrößern Shuttle Music Player
© Dirk Bongardt

Die Android-App „ Shuttle Music Player “ ist ein auch optisch ansprechender, leicht zu handhabender Audio-Player, der sowohl Albencover als auch Fotos der Interpreten zeigt.

Ein nach Genre, Alben, Künstlern oder Titeln sortierter Zugriff auf die Musiksammlung, der Umgang mit Playlists, Zufallswiedergabe und ein Einschlaf-Timer gehören inzwischen zur Grundausstattung eines Audio-Players. Die Android-App „Shuttle Music Player“ bietet das alles.

Dazu kommen Datenaustausch mit Last.fm, Download fehlender Cover-Fotos und die Anzeige von Fotos der Interpreten sowie eine „Blacklist“-Funktion, um Audiodateien aus der Übersicht zu entfernen, bei denen es sich nicht um Songs handelt (Klingeltöne oder Sprachnotizen zum Beispiel). Zur Klangregelung bietet die App einen 5-Band-Equalizer mit separatem Bassverstärker.

Spezialfunktionen nur in Kaufversion

Für keine der genannten Funktionen benötigt der Nutzer die Bezahlversion der App. Wer die 1,35 Euro aber investiert, kann dann zusätzlich auf seine Ordnerstruktur zugreifen, die ID3-Tags seiner Songs bearbeiten, Songs per Chromecast auf seinen Fernseher streamen und über die eingebauten hinaus etliche weitere Themes verwenden. Auch schon das Design der Grundversion ist schick und in einem gewissen Rahmen anpassbar.

Die App bietet zwar keine direkte Hilfe, im Einstellungen-Menü finden sich aber zu fast allen Einstellmöglichkeiten kurze, hilfreiche Erläuterungen.

Fazit zum Test der Android-App „Shuttle Music Player“

Der Shuttle Music Player punktet mit einfacher Handhabung, ansprechendem Äußeren und einer Aufrüst-Option für besonders anspruchsvolle Nutzer.

Pro: Lädt auch Künstler-Fotos nach

Contra: Mitunter Wartezeiten, wenn der Nutzer während der Wiedergabe den Song wechselt

Gesamtnote: 1,88

Funktionalität (45 %): 1,90

Bedienung und Support (40 %): 1,80

Design (15 %): 2,00

Deutschsprachig, kostenlos

Laya Music Player

Laya Music Player
Vergrößern Laya Music Player
© Dirk Bongardt

Die Android-App „ Laya Music Player “ ist ein relativ einfacher Audio-Player, der neben den Grundfunktionen auch einen Equalizer, diverse Klangeffekte und Zugriff auf Podcasts bietet.

Auf den ersten Blick gehört die Android-App „Laya Music Player“ zu den einfacheren Audio-Playern. Der Nutzer kann, sortiert nach Alben, Interpreten, Genre oder Titel, auf seine Songs zugreifen, und in der Ordnerstruktur seines Gerätes stöbern.

Zu den Besonderheiten zählt die Möglichkeit, Podcasts zu abonnieren und abzuspielen. Allerdings muss der Nutzer vorab bereits die Url des gesuchten Podcasts kennen, da die App keine Suche nach Podcasts ermöglicht. Dass die App auch Videos abspielen kann, dürfte für die meisten Nutzer eher nebensächlich sein – die Optionen zur Klangregelung dagegen können sich wirklich hören lassen.

Klangregelung mit Reverb und Virtualizer

Zu den Klangreglern, die zum Vorschein kommen, wenn der Nutzer auf das Equalizer-Symbol  im Wiedergabefenster tippt, gehören nicht nur ein 5-Band-Equalizer und ein Bassverstärker, sondern auch ein Virtualizer und eine Reverb-Funktion, die den Klang mit einem Nachhall-Effekt versieht. Bei Verwendung des Smartphone-Lautsprechers ist von den Klangverbesserungen nicht viel zu hören, über einen Ohr- oder Kopfhörer aber durchaus.

Albencover zeigt die App an, lädt sie allerdings nicht nach. Insgesamt ist das Design auch eher schlicht.

Fazit zum Test der Android-App „Laya Music Player“

Der Laya Music Player bietet im ganzen eine solide Leistung. Die Podcast-Funktion ist nur rudimentär umgesetzt, die Klangregelungs-Funktionen können sich sehen lassen.

Pro: Simple Handhabung

Contra: Kein Podcast-Katalog, kein Bearbeiten von Song-Informationen

Gesamtnote: 2,08

Funktionalität (45 %): 2,00

Bedienung und Support (40 %): 2,00

Design (15 %): 2,50

Deutschsprachig, kostenlos

Google Play Music

Google Play Music
Vergrößern Google Play Music
© Dirk Bongardt

Mit der Android-App „ Google Play Music “ kann der Nutzer nicht nur Musik bei Google einkaufen, sondern auch seine eigene Songsammlung komfortabel nutzen.

Die Android-App „Google Play Music“ bietet Zugriff auf die gleichnamige, auch über das Web erreichbare Musik-Handelsplattform. Wer aber bereits eine Musiksammlung sein eigen nennt, kann über diese Plattform auch bis zu 20.000 seiner eigenen Songs in der Cloud speichern und dann über die App abspielen. Als Player unterstützt die App Playlists, zeigt Albencover an und bietet auch einen 5-Band-Equalizer mit separatem Bassverstärker und 3D-Effekt.

Neben dem Abspielen von Musik aus der Cloud ist ein weiteres bemerkenswertes Feature das automatische Erstellen von Schnellmixen, die Google auf Basis dessen kombiniert, was der Nutzer sich gewöhnlich anhört.

Viel automatisch, wenig von Hand

Google bietet mit den Schnellmixen und der Funktion „Jetzt hören“ einfachen Zugriff auf automatisiert erstellte Songfolgen. Vermisst haben wir dagegen Möglichkeiten, Inhalte oder Daten von Hand zu bearbeiten, also etwa ID3-Tags oder Albencover zu ändern. Auch die Optik lässt sich nicht anpassen.

Positiv: Google weist auf sein kostenpflichtiges Musik-Abo „All-Inclusive“ zwar beim ersten Start der App dezent hin, belästigt den Nutzer aber – anders als die Anbieter ähnlicher Leistungen – nicht ständig mit Hinweisen darauf.

Fazit zum Test der Android-App „Google Play Music“

Wer weniger als 20.000 Songs regelmäßig hört oder seine Musik sowieso bei Google kauft, ist mit Google Play Music klanglich und funktionell gut bedient.

Pro: Automatische Playlist-Vorschläge entsprechend den eigenen Hörgewohnheiten.

Contra: Viel Hin und Her bei der Handhabung

Gesamtnote: 1,91

Funktionalität (45 %): 1,80

Bedienung und Support (40 %): 2,00

Design (15 %): 2,00

Deutschsprachig, kostenlos

Runtastic Music

Runtastic Music
Vergrößern Runtastic Music
© Dirk Bongardt

Die Android-App „ Runtastic Music “ ist ein Audio-Player mit direkter Schnittstelle zu den Fitness-Apps desselben Herstellers, kann aber auch unabhängig davon genutzt werden.

Mit Musik lassen sich Joggen, Radfahren und andere sportliche Workouts leichter bewältigen. Das dürfte der Grund für die Android-App „Runtastic Music“ sein, die sich wahlweise direkt oder aus einer der bekannten Fitness-Apps heraus aufrufen lässt.

Ihre größte Stärke ist denn ihre Nutzbarkeit aus diesen Fitness-Apps heraus, während andere Funktionen knapp bemessen sind: Die App bietet geordneten Zugriff auf die Musiksammlung, kann mit Playlists umgehen und erstellt interne Charts nach der Häufigkeit, mit der der Nutzer die Songs abspielt. Wenn vorhanden, zeigt sie die Coverfotos bei der Wiedergabe an. Klangregler fehlen komplett.

Zugriff auf Playlists aus anderen Runtastic-Apps heraus

Wird Runtastic Music innerhalb einer anderen Runtastic-App genutzt, kann der Nutzer von dort aus entweder komplett zum Player wechseln oder ohne langes Hin und Her eine Playlist auswählen. Starten, pausieren, ein Lied vor oder zurück navigieren kann man  ebenfalls aus der Fitness-App heraus. Das Design von Runtastic Music lehnt sich an das Design der Fitness-Apps an und ist schlank und übersichtlich gehalten. Die Bedienung ist weitgehend selbsterklärend.

Fazit zum Test der Android-App „Runtastic Music“

Ihre besondere Leistung ist die Schnittstelle zu anderen Runtastic-Apps, ansonsten ist Runtastic Music funktionell eher schwach auf der Brust.

Pro: Kann von anderen Runtastic-Apps aus genutzt werden

Contra: Keine Klangregelung

Gesamtnote: 2,21

Funktionalität (45 %): 2,40

Bedienung und Support (40 %): 2,00

Design (15 %): 2,20

Deutschsprachig, kostenlos

NRGplayer musik-player

NRGplayer musik-player
Vergrößern NRGplayer musik-player
© Dirk Bongardt

Die Android-App „ NRGplayer musik-player “ ist ein optisch ungewöhnlicher Player mit einer umfassenden Klangregelung, der auch eine Navigation innerhalb einer Audiodatei erlaubt.

Die Klangregler der Android-App „NRGplayer musik-player“ können sich sehen und hören lassen. Dazu gehören ein 10-Band-Equalizer, Bass- und Höhenverstärker, Nachhall und Vorverstärker mit Kompressor. Die App bietet Zugriff auf die Ordnerstruktur des Gerätes, aber auch auf Titel, Alben und Interpreten aus der Musiksammlung. Im Play Store finden sich zahlreiche Skins, mit denen sich die Optik des NRGplayer überraschend stark verändern lässt.

Spulen per Drehknopf

Ein interessantes Bedienkonzept haben die Entwickler mit dem virtuellen Drehknopf umgesetzt, der sich in der Mitte der Bedienelemente befindet. Damit kann der Nutzer innerhalb einer Audio-Datei vor und zurück navigieren, um eine bestimmte Stelle zu finden. Besonders nützlich ist das bei Hörbüchern. Sonst entsprechen die Bedienelemente dem bei Audio-Playern üblichen Elementen. Der Equalizer und die Effektregler sind als Schieberegler ausgelegt. Beim ersten Start erklärt ein Overlay alle wichtigen Funktionen.

Fazit zum Test der Android-App „NRGplayer musik-player“

Ungewöhnliche, durch Skins variierbare Optik und eine umfassende Klangregelung zeichnen den NRGplayer aus.

Pro: Sehr feine Klanganpassungen möglich

Contra: Navigation in Ordnerstruktur etwas mühsam

Gesamtnote: 1,68

Funktionalität (45 %): 1,80

Bedienung und Support (40 %): 1,50

Design (15 %): 1,80

Deutschsprachig, kostenlos

doubleTwist Player

doubleTwist Player
Vergrößern doubleTwist Player
© Dirk Bongardt

Die Android-App „ doubleTwist Player “ bietet über das reine Abspielen hinaus Möglichkeiten zur Synchronisierung mit einem PC oder Mac, Streaming, Podcasts und Online-Radio.

Nicht von ungefähr fällt im Play Store bei der Beschreibung der Android-App „doubleTwist Player“ das Wort iTunes. Tatsächlich bietet die App eine Reihe von Funktionen, für die sonst die Apple-Software bekannt ist. So spielt der Player Musik und Videos ab, kann Inhalte per USB-Kabel oder via WLAN mit einem Rechner synchronisieren (wenn dort eine kostenfreie Software des Herstellers installiert wurde), streamt Musik per DLNA oder AirPlay an geeignete Geräte, kann Podcasts finden und abonnieren und bietet Zugang zu Online-Radiosendern.

Viel Käufliches

Viele Funktionen der an sich kostenlosen App sind erst nach einem In-App-Kauf verfügbar, etwa die Synchronisation via WLAN, ein Equalizer zur Klangregelung oder der Download von Cover-Fotos. Auch ohne kostenpflichtige Ergänzungen ist doubleTwist ein brauchbarer Player für die eigene Musiksammlung – wenn auch, anders als im Play Store behauptet, sicher nicht der schönste. Die Optik ist schlicht, hin und wieder vergisst die App, bei der Wiedergabe ein Cover-Bild einzublenden, und wer nicht auf die knapp 5 Euro teure Pro-Version umgestiegen ist, stolpert bei der Benutzung immer wieder über Kaufempfehlungen dafür.

Fazit zum Test der Android-App „doubleTwist Player“

Synchronisation, AirPlay, Podcast-Abos: doubleTwist bietet vieles über das reine Abspielen hinaus, die Entwickler halten dafür aber in der Regel die Hand auf.

Pro: Nützliche Zusatzfunktionen

Contra: Schlichtes Design, zeigt Cover mitunter nicht an

Gesamtnote: 1,77

Funktionalität (45 %): 1,50

Bedienung und Support (40 %): 1,80

Design (15 %): 2,50

Deutschsprachig, Grundfunktionen kostenlos

Fusion Music Player

Fusion Music Player
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© Dirk Bongardt

Der Fusion Music Player bietet neben der Wiedergabe eine Schnittfunktion, um Klingeltöne zu generieren, Zugriff auf Online-Musik, einen Equalizer und dynamische Playlists.

Die Android-App „Fusion Music Player“ verbindet einen Player für die auf dem Gerät gespeicherte Musik mit der Wiedergabe von Musik aus verschiedenen Online-Quellen, wie Youtube, Soundcloud oder Online-Radios.

Auf Wunsch zeigt sie zusätzliche Informationen aus der Wikipedia zum gerade gespielten Interpreten an und kann zu den meisten Songs musikalisch verwandte Songs anbieten. Fehlende Albencover und Künstlerfotos lädt Fusion aus dem Internet nach. Während der Wiedergabe kann die App an deren Stelle aber auch verschiedene Visualisierungen anzeigen.

Schickes Design mit kleinen Schwächen

Der Fusion Music Player bietet ein ansehnliches Design, das der Nutzer über drei fest eingebaute Skins noch etwas anpassen kann. Im Test zeigte die App kleinere Schwächen bei der Darstellung der Coverfotos. Anstelle einiger davon zeigte die App über Stunden hinweg nur eine Platzhaltergrafik. Ansonsten ist die im Querformat sichtbare Karusselldarstellung sehenswert und macht das Stöbern in den Alben angenehm einfach. Auch das Surfen durch verwandte Songs – die dann zum Beispiel von Soundcloud gestreamt werden – ist eine ungewohnte, aber sehr interessante Art, Musik zu konsumieren. 

Fazit zum Test der Android-App „Fusion Music Player“

Fusion kombiniert On- und Offline-Musikquellen und bietet ein im ganzen sehr ansprechendes Design.

Pro: Findet zu vielen Künstlern und Songs verwandte Musik

Contra: Links zu online angebotenen Musikstücken teilweise rechtlich bedenklich

Gesamtnote: 1,79

Funktionalität (45 %): 1,70

Bedienung und Support (40 %): 1,80

Design (15 %): 2,00

Englischsprachig, kostenlos

jetAudio Music Player Basic

jetAudio Music Player Basic
Vergrößern jetAudio Music Player Basic
© Dirk Bongardt

Die Android-App „ jetAudio Music Player Basic “ gibt etliche, auch eher exotische Audioformate wieder, bietet einen 10-Band-Equalizer und eine Reihe von Soundeffekten.

Das Wort „Basic“ in der Android-App „jetAudio Music Player Basic“ bezieht sich mit Sicherheit nicht auf die Klangregelung: Mit dem Equalizer lassen sich zehn Frequenzbereiche manuell oder per Preset regeln, außerdem bietet die App die Soundeffekte X-Bass, X-Wide, Hall (mit Raumgrößen bis zum Stadion), AGC und Pitch. Die App kann mit Playlists umgehen. Weitere Sound-Plug-ins lassen sich per In-App-Kauf nachrüsten, und auch die Werbung kann der Nutzer gegen Bezahlung entfernen.

Coverfoto-Download nur per Zukauf

Die App zeigt Coverfotos an, sofern diese bereits hinterlegt sind. Clever: Fehlt ein Coverfoto, kann der Nutzer aus dem nach langem Druck erscheinenden Kontextmenü die Option „Album art herunterladen“ wählen und bekommt dann auch verfügbare Coverfotos zu sehen. Um die mit einem Album zu verbinden, muss er allerdings erst das passende Plugin (derzeit 0,99 Euro) oder gleich die Plus-Version (derzeit 3,49 Euro) kaufen. Ähnliches gilt für einige andere Spezialfunktionen. Musik hören und dabei anspruchsvolle Klangoptionen nutzen kann man aber auch mit der Gratis-Version.

Fazit zum Test der Android-App „jetAudio Music Player Basic“

Die Wiedergabe auch eher exotischer Audio-Formate und eine erstklassige Klangregelung sind die Highlights dieser App. Beides gibt’s gratis. Wer noch mehr will, kann es dazukaufen.

Pro: Umfangreiche Klanganpassungen

Contra: Tags bearbeiten, Cover herunterladen nur nach Kauf

Gesamtnote: 1,91

Funktionalität (45 %): 1,80

Bedienung und Support (40 %): 2,00

Design (15 %): 2,00

Deutschsprachig, kostenlos

Cloudskipper Music Player

Cloudskipper Music Player
Vergrößern Cloudskipper Music Player
© Dirk Bongardt

Die Android-App „ Cloudskipper Music Player “ ist ein vor allem unkomplizierter Audio-Player samt Equalizer und Teilen-Funktion für Facebook und Twitter.

Keine Werbung, kein Schnickschnack: Die Android-App „Cloudskipper Music Player“ ist längst nicht so reich an Funktionen wie andere Apps. Dafür bietet die Handhabung kaum Herausforderungen: Der Nutzer kann die Songs nach verschiedenen Kriterien filtern, Playlists anlegen und nutzen, einen 5-Band-Equalizer verwenden und die Musik wiedergeben. Außerdem kann er über Facebook und Twitter teilen, was er gerade hört, und seiner Statusmeldung, wenn vorhanden, einen passenden Link zu einem Youtube-Video mitgeben.

Keine Cloud-Funktionen

Der Titel ist ein wenig irreführend: Die App arbeitet mit Daten auf dem Android-Gerät, die Cloud bleibt außen vor. Angezeigt werden deshalb auch nur Cover, die bereits hinterlegt sind, ein nachträglicher Download – oder das Bearbeiten der Tags – ist in der App nicht möglich.

Das Design ist dagegen ansprechend, die Bedienelemente sind durch die im Audio-Bereich üblichen Symbole gekennzeichnet, die wenigen erweiterten Funktionen erscheinen jeweils nach einem langen Druck auf ein Bedienelement oder einen Song.

Fazit zum Test der Android-App „Cloudskipper Music Player“

Nicht eben funktionsreich, dafür in der Handhabung einfach und immerhin mit einem Equalizer ausgestattet ist dieser Player.

Pro: Einfache Handhabung, werbefrei, simpler Equalizer

Contra: Song- oder Albendaten lassen sich nicht bearbeiten

Gesamtnote: 2,06

Funktionalität (45 %): 2,20

Bedienung und Support (40 %): 2,00

Design (15 %): 1,80

Deutschsprachig, kostenlos

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