2044583

11 Apps für Notizen aller Art

04.02.2015 | 08:30 Uhr |

Wer sich nicht gleich notieren kann, was er sich merken will, vergisst es meist wieder. Wir stellen 11 Apps vor, die sich sehr gut als Gedächtnisstütze eignen.

„Hast du das noch auf dem Zettel?“ Wer diese Frage stellt, meint mit „Zettel“ meist kein Stück Papier, sondern will wissen, ob seinem Gesprächspartner etwas Bestimmtes im Gedächtnis geblieben ist.

Die Aufnahmefähigkeit des menschlichen Gehirns ist zwar gewaltig, das garantiert aber nicht, dass die entscheidenden Informationen im richtigen Moment auch wirklich parat sind. Wer schon einmal Dutzende von Parkdecks eines großen Flughafens nach seinem Fahrzeug abgesucht hat, weil er sich an seine Parkplatznummer nicht mehr erinnern konnte, kann ein Lied davon singen.

Doch eine „Zettelwirtschaft“ ist nicht die beste Merkhilfe für den Alltag. Wir stellen Ihnen 11 Apps vor, mit denen Sie alles festhalten können, was demnächst oder später wichtig werden könnte.

Google Notizen

Google Notizen
Vergrößern Google Notizen
© Dirk Bongardt

Mit der Android-App Google Notizen lassen sich Text- und Bildnotizen in der Cloud festhalten, archivieren und mit anderen Nutzern des Dienstes gemeinsam verwenden.

Die Android-App „Google Notizen“ (vormals „Google Keep“) speichert die Aufzeichnungen in der Cloud, so dass sie über mehrere Geräte hinweg synchron bleiben. Der Nutzer kann einfache Textnotizen, abhakbare Listen (etwa To-Do-Listen oder Einkaufszettel) und Fotos speichern. Die App unterstützt auch eine Spracheingabe, die per Spracherkennung in Text umgewandelt wird. Um Notizen wiederzufinden, bietet die App eine Suchfunktion. Google versucht, in Bildern enthaltene Zeichenfolgen per OCR zu erkennen, so dass auch Bildnotizen durchsuchbar sind. In vielen Fällen praktisch ist die Möglichkeit, Notizen mit anderen Nutzern zu teilen und dann gemeinsam zu bearbeiten.

Durchdachte Erinnerungen

Die App erinnert auf Wunsch an einzelne Notizen – entweder zu einem vom Nutzer festgelegten Zeitpunkt oder dann, wenn sich der Nutzer in der Nähe einer bestimmten Örtlichkeit befindet. Hilfreich ist auch die Möglichkeit, den Notizen unterschiedliche Farben zuzuweisen, um Notizen zu bestimmten Themen auf einen Blick wieder zu finden. Erledigte Notizen kann der Nutzer wahlweise in ein Archiv verschieben oder gleich komplett löschen.

Das Design ist schick und erleichtert eine intuitive Handhabung. Was noch fehlt, ist eine Möglichkeit, Skizzen, Video- und Audioaufnahmen ins Notizbuch aufzunehmen.

Fazit zum Test der Android-App „Google Notizen“

Google Notizen bietet eine alltagstaugliche Möglichkeit, Text- und Bild-Informationen festzuhalten, sich zur rechten Zeit erinnern zu lassen und mit anderen zusammenzuarbeiten.

Pro: Teilen und gemeinsames Bearbeiten von Notizen

Contra: Keine Audio- oder Video-Notizen, keine Handskizzen

Gesamtnote: 1,64

Funktionalität (45 %): 1,80

Bedienung und Support (40 %): 1,50

Design (15 %): 1,50

Deutschsprachig,  kostenlos

Evernote

Evernote
© Dirk Bongardt

Die Android-App Evernote speichert cloudbasiert und lokal unterschiedliche Arten von Notizen, von Texten und handschriftlichen Notizen über Fotos bis hin zu Audioaufnahmen.

Evernote ist der Klassiker unter den Notizen-Diensten. Die Android-App "Evernote" speichert Text-, handschriftliche und Sprachnotizen, Fotos und Dateianhänge. Die Notizen lassen sich in virtuellen „Notizbüchern“ organisieren und mit Hilfe von Tags verschlagworten.

In den Grundfunktionen ist Evernote kostenlos, der Premium-Service kostet 40 Euro im Jahr und bietet Vorteile wie die Suche innerhalb von Dateien, ein Upload-Limit von 4 GB pro Monat (in der Gratis-Variante sind es 60 MB) oder die Verwendung von Notizbüchern auch ohne Internetverbindung.

App denkt mit

Legt der Nutzer eine neue Notiz an, kann die App ihr selbstständig einen Titel geben, den sie, falls vorhanden, aus dem Kalender-Eintrag des aktuellen Tages und dem aktuellen Standort generiert. Mit Hilfe der entsprechenden Schaltflächen kann der Nutzer sehr einfach die jeweils benötigte Art von Notiz erstellen. Seit kurzem bietet Evernote auch eine Chat-Funktion, mit deren Hilfe sich Notizen für andere Nutzer freigeben und mit diesen diskutieren lassen.

Etwas ärgerlich: Ein Pin-Schutz gegen unbefugten Zugriff auf die persönlichen Notizen steht nur in der Premium-Version zur Verfügung. Das Design ist ansprechend, die Handhabung gut dokumentiert.

Fazit zum Test der Android-App „Evernote“

„Die Mutter aller Notizen-Apps“ bietet schon gratis eine überwältigende Fülle an Funktionen. Wer mit großen Datenmengen jongliert, ist aber auf den Premium-Service angewiesen.

Pro: Großer Funktionsumfang

Contra: kein PIN-Schutz in Gratis-Version

Gesamtnote: 1,72

Funktionalität (45 %): 1,50

Bedienung und Support (40 %): 1,90

Design (15 %): 1,90

Deutschsprachig, kostenlos

OneNote

OneNote
© Dirk Bongardt

Die Android-App OneNote ist die App-Umsetzung des Notizen-Werkzeugs OneNote aus dem Hause Microsoft. Sie liest und schreibt in der Live-Cloud erstellte Notizbücher.

Sehr strukturiert speichert die Android-App „OneNote“ Notizen: Der Nutzer muss zunächst ein Notizbuch wählen oder erstellen, darin einen Abschnitt festlegen, und kann erst dort eine Notiz – Seite genannt – anlegen. Eine solche Notiz kann Bilder, Videos, Text oder handschriftliche Notizen enthalten, auch mehreres davon in Kombination. Die Daten werden werden in der Live-Cloud gespeichert.

Derzeitiger Schwachpunkt der App ist die Reaktion: Zwischen einzelnen Arbeitsschritten vergehen schon einmal bis zu zehn Sekunden Wartezeit, bis die Daten mit der Cloud abgeglichen wurden.

Keine Erinnerungen

Dass die kostenlose App nicht den gleichen Funktionsumfang bietet wie die PC-Version, ist verschmerzbar. Wirklich vermisst haben wir eine Möglichkeit, einzelne Notizen gezielt mit einer Erinnerung zu versehen. Am PC erstellte Tabellen zeigt die App nicht korrekt an, passwortgeschützte Bereiche überhaupt nicht. Die Handhabung der App ist ansonsten recht selbsterklärend, das Design ansprechend.

Nutzer, die OneNote am PC verwenden, werden die App wohl trotz der genannten Schwächen zu schätzen wissen – für Microsoft gibt es aber definitiv noch einiges zu tun.

Fazit zum Test der Android-App „OneNote“

Notieren mit OneNote zwingt dem Nutzer eine strukturierte Arbeitsweise auf. Gegenüber der Desktop-Version lässt die App einige Möglichkeiten vermissen.

Pro: Auf allen Geräten, die das gleiche Konto nutzen, synchron

Contra: Lange Reaktionszeiten

Gesamtnote: 2,02

Funktionalität (45 %): 1,90

Bedienung und Support (40 %): 2,20

Design (15 %): 1,90

Deutschsprachig,  kostenlos

Schneller Notizblock   

Schneller Notizblock
Vergrößern Schneller Notizblock
© Dirk Bongardt

Die Android-App Schneller Notizblock eignet sich, um einfache Text-Notizen zu erstellen, geordnet auf dem Gerät zu speichern und zu verschlüsseln.

Es muss nicht immer die Cloud sein: Die Android-App „Schneller Notizblock“ speichert die Notizen auf dem Gerät des Nutzers. Sie eignet sich ausschließlich für Notizen in getippter Form, nicht aber für Skizzen, Bild- oder Tonaufnahmen. Der Nutzer kann seine Notizen in Ordnern anlegen und sie mit Hilfe eines selbstgewählten Passworts verschlüsseln. Vor neugierigen Blicken schützt die Verschlüsselung allerdings nur, wenn er das Passwort nach der Verschlüsselung wieder aus der App entfernt und später nur bei Bedarf eingibt.

Schlank und schnell

Eine Stärke der App ist ihre Schnörkellosigkeit. Sie fordert kaum Berechtigungen, blendet keine Werbung ein, verwirrt nicht mit unnötigen Funktionen und reagiert auf Eingaben des Nutzers ohne spürbare Verzögerungen. Die Notizen zeigt die App wahlweise in dunkler Schrift auf hellem Grund oder in heller Schrift auf dunklem Grund an. Auch ein Teilen der Notizen ist möglich. Das Verschlüsselungskonzept ist ein wenig gewöhnungsbedürftig. Das Design ist simpel, aber zweckmäßig, die fehlende Dokumentation haben wir im Test kaum vermisst.

Fazit zum Test der Android-App „Schneller Notizblock“

Der Name ist Programm: Die App speichert Notizen schnell und schnörkellos. Auf ausgefeilte Funktionen wie Erinnerungen, Bildnotizen und ähnliches muss der Nutzer allerdings verzichten.

Pro: Einfachste Handhabung, werbefrei

Contra: Beschränkt sich auf einfache Text-Notizen

Gesamtnote: 2,33

Funktionalität (45 %): 3,00

Bedienung und Support (40 %): 1,50

Design (15 %): 2,50

Deutschsprachig,  kostenlos

Papyrus - Instinktive Notizen

Papyrus - Instinktive Notizen
Vergrößern Papyrus - Instinktive Notizen
© Dirk Bongardt

Auf handschriftliche Notizen spezialisiert ist die Android-App Papyrus - Instinktive Notizen . Sie unterstützt die Eingabe per Finger oder Stift.

Ein Schreibgefühl wie mit Stift auf Papier verspricht die Android-App „Papyrus - Instinktive Notizen“. Der Nutzer kann damit ein- und mehrseitige Notizen erstellen, in Notizbücher sortieren und als PDF-Dokument, JPG- oder PNG-Datei ausgeben. Die App unterstützt aktive Eingabestifte, kann aber auch mit einem passiven Stift oder den Fingern genutzt werden. Wie die App auf unterschiedlichen Druck reagiert, hängt von der Displaytechnik des jeweiligen Gerätes ab.

Standardmäßig stehen ein Stift, ein Auswahlwerkzeug und ein Radierer als Werkzeuge zur Verfügung, weitere Werkzeuge (etwa eines zur Texteingabe per Tastatur) können per In-App-Kauf ergänzt werden. Der Nutzer hat die Wahl zwischen mehreren Lineaturen. Praktisch: Die Eingaben werden als Vektorgrafiken gespeichert und sind deshalb ohne Qualitätsverlust skalierbar.

Unbequemes Sortieren

Die Handhabung der App ist weitgehend intuitiv, außerdem verlinkt sie auf eine ausführliche Hilfe (in englischer Sprache). Etwas unpraktisch gelöst ist das Sortieren von Notizen in Notizbücher. Die App bietet die Ansichten „Letzte Notizen“, „Markiert“, „Alle Notizen“ und „Nicht eingereicht“. Aufrufen, bearbeiten und umbenennen lassen sich die Notizen aus allen Ansichten heraus, verschieben aber nur entweder aus der Ansicht „Nicht eingereicht“ oder direkt aus einem Notizbuch. Zweiter kleiner Kritikpunkt: Relativ viele Funktionen stehen erst nach einem kostenpflichtigen In-App-Kauf zur Verfügung. Das Design wiederum ist schick und zweckmäßig.

Fazit zum Test der Android-App „Papyrus - Instinktive Notizen“

Ersetzt die Kladde: Papyrus ermöglicht handschriftliche Notizen und Skizzen. Nur die wichtigsten Werkzeuge sind kostenfrei nutzbar.

Pro: Speichern im Vektorformat, Export in PDF- und Bilddateien

Contra: Kleine Ungereimtheiten in der Handhabung

Gesamtnote: 1,90

Funktionalität (45 %): 1,80

Bedienung und Support (40 %): 2,00

Design (15 %): 1,90

Deutschsprachig,  kostenlos

GPS Notizen   

GPS Notizen
Vergrößern GPS Notizen
© Dirk Bongardt

Die Android-App GPS Notizen dient speziell dazu, Informationen über interessante Orte festzuhalten. Neben einer Textnotiz kann der Nutzer auch bis zu drei Fotos hinterlegen.

Wer gern reist oder wandert und dabei interessante Orte entdeckt, wird die Android-App „GPS Notizen“ lieben. Die App hinterlegt Notizen wahlweise zum aktuellen Standort oder zu einem Ort, den der Nutzer auf der Karte ausgewählt hat. Seinen Notizen kann der Nutzer jeweils bis zu drei Fotos zuordnen, die er entweder direkt beim Anlegen mit der Kamera seines Gerätes aufnimmt oder aus seiner Galerie wählt. Wiederfinden lassen sich Orte über die Suchfunktion, die wahlweise die angelegten Notizen oder die Informationen von Google Maps durchstöbert.

Übersicht dank Kategorien

Beim Erstellen einer Notiz kann der Nutzer den Ort in eine selbst benannte Kategorie einordnen, beispielsweise „Adressen von Freunden“, „Sehenswürdigkeiten“ oder „Restaurants“. Über eine Weltkugel-Schaltfläche lässt sich später eine Liste aller Notizen abrufen und nach diesen Kategorien filtern. Will der Nutzer einen notierten Ort erneut besuchen, kann die App dessen Koordinaten an eine Navigations-App wie Google Maps weitergeben. Die Handhabung der App ist weitgehend selbsterklärend, das Design in erster Linie zweckmäßig.

Fazit zum Test der Android-App „GPS Notizen“

Die Adressen von Freunden, besondere Sehenswürdigkeiten, gute Restaurants und vieles mehr kann diese App festhalten.

Pro: Anlegen von Notizen zu beliebigen Orten auf der Karte

Contra: Anfangs keine Kategorien vorgegeben

Gesamtnote: 1,96

Funktionalität (45 %): 1,80

Bedienung und Support (40 %): 2,00

Design (15 %): 2,30

Deutschsprachig, Preis: 0,89 Euro

Denkzettel für .txt-Notizen   

Denkzettel für .txt-Notizen
Vergrößern Denkzettel für .txt-Notizen
© Dirk Bongardt

Die Android-App Denkzettel für .txt-Notizen beschränkt sich auf das lokale Speichern reiner Text-Notizen. Diese Aufgabe erledigt die App allerdings optisch exzellent.

Dass die Android-App „Denkzettel für .txt-Notizen“ das simple, universelle .txt-Format verwendet, hat nicht nur Nachteile: Zwar kann die App keine Fotos, Skizzen oder ähnliches in die Notizen aufnehmen, dafür können die .txt-Dateien bei Bedarf auch mit vielen anderen Programmen und Apps gelesen und bearbeitet werden. Die App bietet die Möglichkeit, den Ordner selbst zu wählen, in dem sie die Notizen ablegt. Über einen beliebigen Cloudservice ist es so möglich, seine Notizen auf mehreren Geräten synchron zu halten.

Ordnung dank Ordnern und Farben

Der Nutzer kann den Notizen unterschiedliche Farben zuordnen und sie auf frei erstellbare Ordner verteilen, so dass auch in einer größeren Notizsammlung der Überblick erhalten bleibt. Die Handhabung ist sehr einfach, das Design erinnert auf den ersten Blick stark an Google Notizen. Die App erstellt auf Wunsch auch Abhaklisten und kann Links automatisch erkennen. Vermisst haben wir allerdings eine Erinnerungsfunktion.

Fazit zum Test der Android-App „Denkzettel für .txt-Notizen“

Nur Texte (auch in Listenform) speichert der Denkzettel. Die App punktet vor allem mit Flexibilität, schlankem Design und Geschwindigkeit.

Pro: Speicherpfad der Notizen frei wählbar

Contra: Nur Texte, keine Erinnerungsfunktion

Gesamtnote: 2,00

Funktionalität (45 %): 2,50

Bedienung und Support (40 %): 1,50

Design (15 %): 1,80

Deutschsprachig,  kostenlos

Notizblock

Notizblock
Vergrößern Notizblock
© Dirk Bongardt

Mit der Android-App Notizblock lassen sich Notizen in etlichen Formaten, von der reinen Text-Notiz über eine Handskizze bis hin zur Video-Notiz,  erstellen und speichern.

Hinter dem schlichten Namen „Notizblock“ steckt eine erstaunlich leistungsstarke App: Notizen lassen sich in verschiedenen Formaten erstellen, unter anderem als Videos, Tonaufnahmen oder Fotos. Sie umfasst sogar ein kleines Malprogramm, mit dessen Hilfe sich einfache Skizzen erstellen lassen. Der Nutzer kann die Notizen in Ordnern organisieren, Erinnerungen einstellen und einzelne Notizen mit individuellen Passwörtern vor unbefugtem Zugriff schützen.

Backups automatisch

Die App speichert die Notizen auf dem Gerät des Anwenders. Damit die Aufzeichnungen nicht verlorengehen oder beschädigt werden, bietet sie die Möglichkeit, ein Backup auf der SD-Karte anzulegen und kann das in regelmäßigen Abständen sogar automatisch erledigen. Handhaben lässt sich die App trotz des großen Funktionsumfangs intuitiv. Allein das etwas altbackene Design könnte den einen oder anderen eventuell stören. 

Fazit zum Test der Android-App „Notizblock“

Bescheidener Name, üppige Möglichkeiten: Die App speichert vom Einkaufszettel bis zur Videobotschaft etliche Typen von Notizen direkt auf dem Gerät des Nutzers.

Pro: Sehr vielseitig, automatische Backups

Contra: Altbackenes Design, keine Synchronisation vorgesehen

Gesamtnote: 1,65

Funktionalität (45 %): 1,50

Bedienung und Support (40 %): 1,50

Design (15 %): 2,50

Deutschsprachig,  kostenlos

Tomdroid Notizen

Tomdroid Notizen
Vergrößern Tomdroid Notizen
© Dirk Bongardt

Die Android-App Tomdroid Notizen ist eine Notizen-App, die zu der besonders in der Linux-Szene bekannten Software „Tomboy“ kompatibel ist und sich damit synchronisieren kann.

Die frühen Versionen der Android-App „Tomdroid Notizen“ waren reine Clients, die lediglich die am PC erfassten und über einen Server verfügbar gemachten Notizen der Desktop-Software „Tomboy“ anzeigen konnten. Inzwischen bietet die App die Möglichkeit, Notizen zu bearbeiten und (auch unabhängig von der Verbindung zu einer Desktop-Software) zu erstellen. Der Nutzer kann damit ausschließlich Textnotizen erfassen und ansprechend formatieren. Die App erkennt Telefonnummern, Links und legt interne Verweise zu bereits vorhandenen Notizen an. Während sich die Notizensammlung füllt, entsteht so ein leicht zu nutzendes Wiki.

Minimalistisch, aber praktisch

Funktionell beschränkt sich die App auf Texterfassung und Synchronisation. Eine Möglichkeit, Audio- oder Bildnotizen anzulegen, fehlt ebenso wie eine Erinnerungsfunktion. Immerhin ist es möglich, einzelne Notizen als Widget auf den Homescreen zu legen. Angenehm einfach ist das Erfassen der Notizen: Eine wegklappbare Werkzeugleiste hilft bei der Formatierung. Den einzelnen Punkten einer Liste muss der Nutzer nur einen Stern voranstellen, um sie entsprechend zu formatieren, externe  und interne Links sowie Rufnummern erkennt und formatiert die App automatisch. Das Design ist schlicht, aber gefällig.

Fazit zum Test der Android-App „Tomdroid Notizen“

Tomdroid verwaltet zwar ausschließlich Textnotizen, ist dank seiner Wiki-Funktionalität aber gut zur Sammlung von Informationen und Ideen geeignet.

Pro: Automatische interne Verlinkungen

Contra: Beschränkt auf Textnotizen, keine Erinnerungsfunktion

Gesamtnote: 1,89

Funktionalität (45 %): 2,20

Bedienung und Support (40 %): 1,50

Design (15 %): 2,00

Deutschsprachig,  kostenlos

Notizen zu einem Anruf   

Notizen zu einem Anruf
Vergrößern Notizen zu einem Anruf
© Dirk Bongardt

Mit der Android-App Notizen zu einem Anruf lassen sich Informationen zu einzelnen Kontakten notieren, die dann bei Anrufen von oder zu diesen Kontakten auf dem Display erscheinen.

Die Android-App „Notizen zu einem Anruf“ kann dem Nutzer manches Telefonat ersparen. Der Nutzer notiert, was er mit einem Kontakt besprechen möchte. Die App blendet diese Notiz dann ein, sobald der Nutzer diesen Kontakt anruft oder von diesem Kontakt angerufen wird. In der App kann der Nutzer entscheiden, ob die Erinnerung bei jedem Anruf erscheint oder nur beim ersten Anruf nach der Eingabe. Auf diese Art gerät etwas, das mit dem Betreffenden unbedingt zu besprechen ist, nicht in Vergessenheit.

Keine Werbung beim Telefonieren

Die App ist werbefinanziert, verschont den Nutzer aber vor und nach einem Telefongespräch damit. Werbung – dann allerdings displayfüllend – erscheint lediglich beim Beenden der App, etwa nachdem der Nutzer eine neue Notiz hinterlegt hat. Die Eingabefelder und Bedienelemente sind in englischer Sprache beschriftet, die Handhabung erklärt sich weitgehend von selbst. Das Design ist sehr schlicht, kommt dem Nutzer im Alltagsgebrauch aber auch kaum zu Gesicht.

Fazit zum Test der Android-App „Notizen zu einem Anruf“

Wichtige Gesprächsthemen zur rechten Zeit im Blick: Diese sehr spezialisierte Notizen-App ist dafür ideal.

Pro: Erinnerung bei aus- und eingehenden Telefonaten

Contra: Geringfügige Verzögerung, bis Notiz im Kontaktfenster erscheint

Gesamtnote: 1,86

Funktionalität (45 %): 1,80

Bedienung und Support (40 %): 1,50

Design (15 %): 3,00

Englischsprachig, kostenlos

LectureNotes   

LectureNotes
Vergrößern LectureNotes
© Dirk Bongardt

Die Android-App LectureNotes dient dazu, während einer Vorlesung oder eines Seminars handschriftliche Notizen anzulegen, die in Notizbüchern organisiert und als PDF exportierbar sind.

Für Skizzen, Entwürfe und andere handschriftliche Notizen eignet sich die Android-App „LectureNotes“ schwerpunktmäßig. Ihre Stärken zeigt sie naturgemäß eher auf einem Tablet als auf einem Smartphone. Ein Stift ist keine Bedingung, erleichtert die Handhabung aber wesentlich. Mit Hilfe des Text-Werkzeugs lassen sich Notizen auch per Tastatur erfassen. Notizen lassen sich als PDF-Dateien exportieren oder an die Notizen-Apps Evernote und OneNote übergeben. Es gibt zu der App auch eine kostenlose Trial-Version, die nur zwei Notizbücher mit je maximal acht Seiten erlaubt.

Zeichnung mit mehreren Ebenen

Die grundlegende Handhabung ist intuitiv. Es lohnt aber, sich mit den Feinheiten der Bedienung näher zu beschäftigen. So lassen sich auf jeder Seite eines Notizbuchs mehrere Ebenen anlegen und nach Bedarf ein- und ausblenden. Die App kann – vorausgesetzt, die vom gleichen Hersteller stammende App „PDFView“ ist installiert – PDF-Dokumente als Notizbuchseiten importieren und Fotos direkt von der Kamera in Notizen einfügen. Die App bietet auch eine Funktion, mit der sich die Notizbücher sichern und wiederherstellen lassen. Das Design ist schick und zweckmäßig.

Fazit zum Test der Android-App „LectureNotes“

Mitschreiben bei Vorlesungen, Ideen festhalten, Konzepte entwickeln: LectureNotes ist ein flexibles Werkzeug für alle, denen Tippen beim Notieren nicht ausreicht.

Pro: Notizen sind in Notizbüchern organisiert und lassen sich indizieren

Contra: Einige Funktionen erfordern Installation zusätzlicher Apps

Gesamtnote: 1,56

Funktionalität (45 %): 1,50

Bedienung und Support (40 %): 1,50

Design (15 %): 1,90

Deutschsprachig, Preis: 3,29 Euro

0 Kommentare zu diesem Artikel
2044583