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10 gute Gründe gegen das iPhone 3G

22.07.2008 | 14:17 Uhr |

Apple hat mit seinem neuen Smartphone einen Traumstart hingelegt: Innerhalb von drei Tage lieferte der Hersteller 1 Million Geräte aus. Trotzdem ist das iPhone 3G vielerorts bereits ausverkauft. Aber muss man jeden Hype mitmachen? Digital World bringt die Mängel des Mobiltelefons ans Licht.

Mit der UMTS-Unterstützung hat Apple den größten Kritikpunkt seines Mobiltelefons aus der Welt geschafft. Gleichzeitig machte Apple den Weg für Software von Drittanbietern frei: Bequem können Handy-Besitzer im App Store aus rund 800 Programmen ihre Wunschanwendungen auswählen, aufs Smartphone herunterladen und installieren. So wundert es nicht, dass vielerorts das iPhone 3G als ausverkauft gilt. Berechtigte Euphorie oder nur ein Hype? Wir haben 10 Gründe gefunden, die gegen das neue Apple-Handy sprechen.

1. Der Preis
Noch im Juni hat Steve Jobs getönt, das iPhone 3G mit einer Speicherkapazität von 8 Gigabyte werde nicht mehr als 199 US-Dollar kosten, also umgerechnet rund 125 Euro. Obgleich nicht grundverkehrt, kostet das Smartphone in einigen Ländern wie Japan oder Schweden mehr. Darüber hinaus muss der Apple-CEO mit einem Dollarkurs von 2001 gerechnet haben, denn bei T-Mobile kostet das iPhone mit dem Tarif Complete S knapp 170 Euro. Allerdings taugt der billigste Tarif kaum als Maßstab, da er weder SMS noch eine Daten-Flatrate beinhaltet. Mit dem Tarif Complete kostet das iPhone 3G 8 GB nur noch 60 Euro. Das klingt erst einmal nach einem guten Angebot. Rechnen wir den Preis in eine allgemein verständlichere Währung, wäre das etwa fünf Kästen König-Ludwig-Weißbier. Auf sie zu verzichten, würde sich auch positiv auf die Gesundheit auswirken. Doch T-Mobile verlangt für Complete M monatlich 50 Euro. Meine Handy-Rechnungen schrammen dagegen nur selten an der 25-Euro-Marke. Unterm Strich müsste ich also jeden Monat auf zwei zusätzliche Kästen Weißbier verzichten – zusammen mit den Fünfen für die Anschaffung hieße das, fast gar nichts mehr zu trinken. Trotz des Pluspunkts für die Gesundheit, will mir das iBeer einfach nicht schmecken.

2. Microsoft Exchange und VPN
Mit der vielgelobten Exchange-Unterstützung und den VPN-Fähigkeiten will sich das iPhone im Unternehmensumfeld positionieren. Schade nur, dass Apple dabei den großen Teil an Firmen ignoriert, der auf Lotus Notes setzt. Wer weiß: Vielleicht ist IBM seit dem Intel-Switch Apples nicht mehr so gut auf Cupertino zu sprechen. Letztendlich kann ich jetzt nicht mehr mit einem passenden Client auf geschäftliche Mails, Termine und Kontakte zurückgreifen. Von einem angeblichen Lotus-Notes-Client hat man schon ewig nichts mehr gehört, so dass man das Guns-N’-Roses-Album „Chinese Democracy“ schon für wahrscheinlicher hält. Und wenn die zur Arbeit notwendigen Applikationen per Citrix bereitgestellt werden, hilft auch der schönste VPN-Support nichts. Lotus Notes und Citrix sind ja nun auch… (ab hier werden die handschriftlichen Notizen unseres Kollegen leider unlesbar, Anm. des Setzers)

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