Sie haben Ihren alten Rechner durch einen neuen ersetzt und möchten nun nicht alles neu installieren und konfigurieren. Lässt sich das alte System einfach auf den neuen Rechner übertragen?
Ja. Voraussetzung ist aber, dass auf dem neuen PC die gleiche Partitionsstruktur existiert wie auf dem alten. Wenn Sie also die Partitionen C bis F hatten, dann brauchen Sie auf dem neuen auch wieder C bis F. In diesem Fall können Sie In den meisten Fällen alle Daten einfach rüberkopieren. Installieren Sie dazu einfach XP auf Ihrem neuen Rechner auf derselben Partition wie beim alten, und stellen Sie dann eine Netzwerkverbindung zwischen beiden her. Geben Sie alle Laufwerke auf dem neuen System frei, und kopieren Sie die Partitionen mit
xcopy /k /r /e /i /s /c /h (altes Laufwerk): \(Neuer Rechner)\(Laufwerksbuchstabe)
Nur die Systempartition selbst lässt sich so nicht kopieren, da viele Dateien hier vor dem Zugriff geschützt sind (zum Beispiel die Registry). Hier können Sie unser Tool
pcwSysBackup verwenden, um die Ordner „Windows“ und „Dokumente und Einstellungen“ auf die Systempartition des neuen PCs zu kopieren. Die kopierten Ordner enthalten das Kopier-Datum im Namen. Damit sie richtig eingebunden werden können, müssen Sie sie in der Wiederherstellungskonsole umbenennen. Dann stöpseln Sie den alten PC ab und starten den anderen neu. Sollte der Umzug nicht klappen, ist nichts verloren, da alle Daten noch auf dem funktionierenden alten Rechner vorhanden sind.
11. XP, Vista: Mehrfach umbenennen im Explorer
Seit Windows XP kann der Explorer mehrere markierte Dateien in einem Rutsch umbenennen. Die meisten Anwender, die diese Funktion auf eine Horde Dateien losgelassen haben, werden das nie wieder versuchen: Das Ergebnis ist meistens ein Desaster. Ist diese Option überhaupt sinnvoll einzusetzen?
Nein. Vor allem Kommandozeilen-Geübte laufen Gefahr, dem Explorer beim Umbenennen eine Intelligenz zu unterstellen, die er nicht hat: Der übernimmt vielmehr einfach den für eine Datei eingegebenen Namen als Konstante für sämtliche markierte Dateien und fügt bei identischer Extension noch einen Zähler hinzu. Sinnvoll einsetzen lässt sich dieser Mechanismus allenfalls dort, wo sinnlose Dateinamen irgendwie vereinheitlich werden sollen.
Tipp: Der Explorer speichert die ursprünglichen Namen kurzfristig, kann also über „Bearbeiten“ das „Umbenennen rückgängig machen“ – unter XP je einzeln, unter Vista alle auf einmal. Wenn Sie diese Option unter Vista nutzen, dürfen Sie anschließend keinesfalls einen zweiten Versuch mit „Bearbeiten, Umbenennen wiederholen“ machen. Das löscht die Dateien – hier lauert also ein Bug.
12.98, ME, 2000, XP, Vista: PC nach Hänger ausschalten
Ein Windows-System hängt manchmal so nachhaltig, dass es jegliche Tastatur- oder Mauseingaben minutenlang ignoriert. Dürfen Sie den PC in dieser Situation über den Power-Knopf ausschalten?
Ja. Allerdings sollten Sie vorher alle sanfteren Alternativen durchspielen: Während beim DOS-basierten Windows 98/ME abwarten nicht hilft, können sich NT-Systeme (2000, XP, Vista) nach mehreren Minuten plötzlich wieder zurückmelden.
Eindeutig verfrüht ist das Abschalten, wenn nur der Explorer hängt. Hier funktionier in jedem Fall noch der Hotkey <Strg>-<Alt>-<Entf>, so dass Sie den Task-Manager öffnen und den Explorer sowie weitere abgestürzte Prozesse beenden können (
Punkt 1). Erst wenn der Task-Manager streikt und einige Minuten Wartezeit nichts bringen, drücken Sie den Power-Knopf fünf Sekunden. Ein Risiko für die Hardware besteht nicht, ungespeicherte Benutzerdaten gehen aber natürlich verloren. Windows XP und Vista werden beim nächsten Hochfahren den abgesicherten Modus vorschlagen, starten aber in der Mehrzahl der Fälle auch im normalen Modus klaglos.
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