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10 WLAN-Tipps, die Sie noch nicht kennen

25.05.2015 | 10:09 Uhr |

Hier finden Sie zehn Tipps für eine sicheres und dauerhaft zuverlässiges WLAN-Netzwerk.

Wenn ein WLAN endlich zuverlässig läuft, ist es an der Zeit, sich um die Sicherheit des kabellosen Netzwerks zu kümmern. Die folgenden Tipps helfen.

1. Eigenes Netzwerk auf offene Ports scannen

Der Softperfect Network Scanner zeigt unter anderem offene TCP-Ports im Heimnetzwerk an. Die gefunden Geräte listet das Tool übersichtlich auf und liefert alle weiteren Infos, die sich über das Netzwerk in Erfahrung bringen lassen. Nutzen Sie das Tool, wenn Sie Geräte im Netzwerk scheinbar nicht erreichen können, oder wenn Sie wissen wollen, welche Geräte gerade aktiv sind.

2. WLAN-Verbindungen ganz einfach überwachen

Die Freeware Glasswire ist ein Zusatz zur Windows-Firewall und erweitert diese um einige nützliche Funktionen. So können Sie den Datenverkehr auch Ihres WLANs besser kontrollieren und analysieren. Die Software listet den Datenverkehr nicht nur besonders übersichtlich auf, Sie können auch den Internetzugriff für einzelne Programme blocken oder sich bei einem Zugriff alarmieren lassen. Zu Redaktionsschluss gab es das nützliche Tool noch als Freeware, die Macher wollen es in der Zukunft aber verkaufen. Ab wann das sein soll, stand noch nicht fest.

Das Tool Glasswire ergänzt die Firewall von Windows um einige sinnvolle Funktionen. So können Sie etwa den Internetzugriff von bestimmten Programmen einfach stoppen.
Vergrößern Das Tool Glasswire ergänzt die Firewall von Windows um einige sinnvolle Funktionen. So können Sie etwa den Internetzugriff von bestimmten Programmen einfach stoppen.

3. Netzwerkverkehr nach Anwendung auflisten

Das kleine Tool Yale läuft ohne Installation und setzt sich nach seinem Start in den Infobereich rechts unten neben die Windows-Uhr. Dort listet es nach einen Klick auf sein Symbol alle aktiven Netzwerkkarten auf. Ein Klick auf Ihren WLAN-Adapter zeigt, welches Programm Daten sendet und empfängt, sowie über welches Protokoll, etwa UDP oder HTTP, die Daten laufen.

4. Speedtest für Ihr WLAN mit mehreren Rechnern

Die Freeware Tamosoft Throughput Test misst die Übertragungsgeschwindigkeit Ihres Netzwerks. Sie benötigen dafür zwei Windows-PCs im Netzwerk, von denen zumindest einer über WLAN verbunden ist. Auf beiden PCs installieren Sie Tamosoft Throughput Test, das im Startmenü von Windows die beiden Programme „Run Server“ und „Run Client“ erstellt. Auf einem der PC wählen Sie Run Server. Von diesem PC müssen Sie zudem die IP-Adresse kennen. Die erfahren Sie über die Tastenkombination Windows-R und die Eingabe von CMD. In die startende Eingabeaufforderung geben Sie ipconfig ein. Suchen Sie in der Ergebnisliste Ihren WLAN-Adapter und hinter „IPv4-Adresse“ die entsprechende Angabe. Auf dem zweiten PC starten Sie das Programm Run Client, geben dort die IP-Adresse des Servers an und klicken auf „Connect“. Sie können nun die Leistungsmessung live in einem Diagramm beobachten.

Eine professionelle Messung der WLAN-Geschwindigkeit erledigt das Tool Tamosoft Throughput Test. Voraussetzung sind zwei Windows-Rechner: einer für die Server-Software und einen für den Client.
Vergrößern Eine professionelle Messung der WLAN-Geschwindigkeit erledigt das Tool Tamosoft Throughput Test. Voraussetzung sind zwei Windows-Rechner: einer für die Server-Software und einen für den Client.

5. Ihr NAS als VPN-Server für eine interne Verbindung

Wenn Sie die WPA-Verschlüsselung an Ihrem WLAN-Router einschalten, ist Ihr Funknetzwerk gut geschützt. Wenn Sie den internen Datenaustausch mit einem NAS-Laufwerk noch zusätzlich schützen möchten, können Sie das NAS als VPN-Server konfigurieren. Eine Anleitung dazu für Synology-Geräte finden Sie hier , eine Anleitung für Qnap-Geräte gibt’shier . Damit Ihre PCs eine geschützte VPN-Verbindung zum NAS aufbauen kann, konfigurieren Sie entweder Windows nach der Anleitung der NAS-Hersteller oder nutzen das Tool Open VPN . Eine Anleitung zu diesem Tool gibt es hier .

6. Netzwerkprofile verwalten und schnell wechseln

Wenn Sie mit Ihrem Notebook zwischen zwei oder mehreren Netzwerken wechseln, etwa Zuhause, in der Arbeit und bei Freunden, dann ist das Tool Netsetman für Sie nützlich. Damit speichern Sie für jedes der Netze ein eigenes Profil. Sie geben etwa an, ob in dem Netz WLAN oder Kabel genutzt werden soll, welches der Standarddrucker ist und ob ein spezieller DNS-Server genutzt werden soll.

Die Freeware Netsetman speichert mehrere Netzwerkverbindungen in getrennten Profilen ab. Das ist etwa nützlich für ein Notebook, dass Sie sowohl Zuhause als auch in der Arbeit nutzen.
Vergrößern Die Freeware Netsetman speichert mehrere Netzwerkverbindungen in getrennten Profilen ab. Das ist etwa nützlich für ein Notebook, dass Sie sowohl Zuhause als auch in der Arbeit nutzen.

7. Machen Sie Ihren PC zum WLAN-Router

Wenn Sie einen zweiten WLAN-Router für Ihre Wohnung benötigen, können Sie dafür einen Ihrer PCs mit Windows 7 oder 8 in einen WLAN-Hotspot verwandeln. Das nötige Tool ist bereits in Windows versteckt. Eine einfache Bedienerführung dazu liefert das Tool Virtual Router Manager. Eine Anleitung dazu finden Sie unter hier .

Update: Der Rechner, den Sie für diesen Zweck nutzen, muss WLAN-fähig sein, also einen WLAN-Chip, eine WLAN-Karte oder einen WLAN-Stick besitzen.

8. Verbindung analysieren mit schlanker Freeware

Die Freeware Xirrus Wi-Fi Inspector zeigt die Signalstärke, die SSID des verbundenen WLAN-Netzes und Ihre aktuelle IP-Adresse an. Die Daten werden auf einem Radarschirm angezeigt. Über die Detailanzeige erhalten Sie genauere Informationen. Etwa die SSID jedes WLANs, ob und wie es verschlüsselt ist oder welcher Kanal genutzt wird.

9. Am Notebook unkompliziert den DNS-Server wechseln

Von Zuhause aus nutzen Sie wahrscheinlich den DNS-Server Ihres Providers. Er übersetzt eine Webadresse wie  www.pcwelt.de  in eine IP-Adresse für Internetserver. Sie müssen aber nicht den DNS-Server des Providers verwenden, sondern können in Windows auch Alternativen angeben. So bietet etwa Google einen DNS-Dienst an, der besonders aktuell sein soll. Der Antiviren-Hersteller Symantec bietet einen DNS-Server , der weitgehend frei von Phishing-Websites sein soll. Wer mit dem Notebook unterwegs ist und über fremde Netze ins Internet geht, ist gut beraten, einen anderen als den Standard-DNS-Server zu nutzen. Denn in der Regel wissen Sie nicht, wie zuverlässig der fremde DNS-Server ist. Beim Wechsel des Servers hilft das Tool Chris PC DNS-Switch , das eine Liste von rund 30 DNS-Servern zur Auswahl bietet.

10. Neue IP-Adresse per Firefox-Addon bekommen

Für manche Zwecke in Internet ist es sinnvoll, eine neue öffentliche IP-Adresse von seinem DSL-Provider zu bekommen. Diese erhält man in der Regel durchs Trennen und Wiederverbinden der Internetverbindung. Wer eine Fritzbox und Firefox nutzt, kann für diesen Zweck das Add-on Fox Box nutzen.

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