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10 Sicherheits-Tipps zu Steganos Privacy Suite

12.04.2016 | 12:15 Uhr |

Damit Ihre privaten Daten auch privat bleiben, sind ein paar wichtige Dinge zu beachten. Hier finden Sie die zehn besten Tipps zum Schutz Ihrer Dateien.

Mit den richtigen Tools und Tipps können Sie ganz beruhigt sein: Niemand wird Ihre gut geschützten Daten lesen können. Die nötigen Tools dafür stellen wir nachfolgend vor. Und wenn Sie alle 10 Tipps einmal abgehakt haben, sind Ihr Daten von da ab sicher verschlüsselt und perfekt getarnt. Ihre unerwünschten Datenspuren sind dagegen restlos getilgt.

Hinweis: Bei vielen der Tipps macht sich die Vollversion von Steganos Privacy Suite 16 nützlich, denn sie bietet eine Vielzahl von Funktionen, die die Daten am PC schützen.

1. So sichern Sie alle Ihre Passworte zuverlässig

Was nur wenige wissen: Die meisten Passwörter werden gar nicht von privaten PCs gestohlen. Das passiert zwar auch, oft durch die Virengattung der Password-Stealer, doch weit mehr Passwörter erbeuten die Hacker von den Servern der großen und kleinen Internetdienste. Legendär war etwa der Datenklau bei Sony: Hacker erbeuteten die Daten von 77 Millionen Kunden des Sony-Playstation-Netzwerks. Bis heute ist unklar, welche Informationen genau gestohlen wurden. Wahrscheinlich gehören etliche Millionen Kreditkartennummer zur Beute der Gauner, möglicherweise auch die Passwörter der Kunden.

Eigentlich dürften solche Internetdienste die Passworte ihrer Kunden gar nicht speichern. Sie sollten stattdessen nur den Fingerabdruck eines Passworts sichern. Wenn sich ein Kunde bei einem Dienst neu registriert, dann gibt er das Passwort zwar im Klartext ein, ein Algorithmus erzeugt daraus aber einen eindeutigen Fingerabdruck. Wenn sich der Kunde dann das nächste Mal bei dem Dienst mit seinem Passwort einloggt, erzeugt der Algorithmus daraus erneut einen Fingerabdruck und vergleicht ihn mit der bei der Registrierung erzeugten und gespeicherten Version. Das Besondere an gut gemachten Fingerabdrücken von Passwörtern: Wenn Sie nur den Abdruck haben, können Sie daraus nicht das zugehörige Passwort erraten oder errechnen. Sollte also ein Hacker bei einem Internetdienst einbrechen und die Log-in-Daten klauen, dann erhält er nur Fingerabdrücke von Passworten, mit denen er nichts anfangen kann.

Tipp: So erstellen Sie garantiert sichere Passwörter

Unglücklicherweise speichern bei Weitem nicht alle Dienste die Passwörter ihrer Kunden nur in Form eines Fingerabdrucks ab. Und viele, die Fingerabdrücke sichern, machen das so schlecht, dass ein Hacker von einem erbeuteten Abdruck das zugehörige Passwort erraten kann.

Ihre Passwörter müssen einzigartig sein: Auf die Sicherheit Ihrer Passwörter bei Internetdiensten haben Sie kaum Einfluss. Sie müssen hier einen Verlust einkalkulieren. Als Konsequenz daraus sollten Sie für jeden Dienst ein anderes Passwort nutzen. Fällt dann ein Kennwort in die Hände von Kriminellen, können sich diese wenigstens nicht gleich bei mehreren Konten von Ihnen einloggen.

Passwortmanager sichern Ihre Passworte: Weil sich kaum jemand eine Vielzahl von komplizierten Passwörtern merken kann, ist ein Passwortmanager unerlässlich. Auch in Steganos Privacy Suite ist ein solches Tool enthalten. Es verwaltet alle Ihre Passworte extrem sicher und gibt diese nur nach der Eingabe eines Masterpasswortes frei. Die Browser-Plug-ins für Chrome und Internet Explorer ermöglichen das automatisches Speichern und Ausfüllen von Zugangsdaten auf Websites.

Passwortmanager von Steganos nutzen: Nach der Installation starten Sie die Suite und aktivieren darin den Passwortmanager einmalig über „Der Passwortmanager ist noch nicht eingerichtet -> Ändern“. Die weitere Bedienung ist einfach. Eine Hürde gibt es allerdings bei den Plug-ins für die Browser Chrome und IE . Damit Sie Ihre Passwörter aus Ihrem Safe bequem in Websites einfügen können, müssen Sie als Chrome-Nutzer das entsprechende Steganos-Plug-in erst noch herunterladen. Für den IE ist das Plug-in automatisch installiert. Wenn Sie den IE anschließend erneut nutzen, müssen Sie es einmalig aktivieren. Der IE bietet Ihnen das am unteren Fensterrand an. Plug-ins heißen dort „Add-ons“. Unter Firefox können Sie die Steganos-Erweiterung leider nicht nutzen, da sie nicht offiziell verifiziert ist, es sei denn Sie nutzen die aktuelle Version von Steganos Privacy Suite 17 .

2. Daten verschlüsseln und wieder entschlüsselt per Laufwerk nutzen

Die Steganos Privacy Suite lässt Sie auch spezielle Safes für die Cloud erstellen. Ihre Daten werden dabei ausschließlich verschlüsselt ins Internet geladen. Die Software unterstützt vier gängige Clouddienste, etwa Dropbox.
Vergrößern Die Steganos Privacy Suite lässt Sie auch spezielle Safes für die Cloud erstellen. Ihre Daten werden dabei ausschließlich verschlüsselt ins Internet geladen. Die Software unterstützt vier gängige Clouddienste, etwa Dropbox.

Eine der Kernfunktionen von Steganos Privacy Suite ist der Datensafe, in den Sie Ihre Dateien oder ganze Ordner packen und mit einem Passwort zuverlässig verschlüsseln. Nur wer das Passwort kennt, kann den Safe wieder öffnen und an die Daten herankommen.

So geht’s: Klicken Sie in der Suite auf „Safe“. Ein Assistent fordert Sie auf, ein möglichst langes und kompliziertes Passwort zu vergeben. Der Assistent schlägt Ihnen auch einen Laufwerksbuchstaben vor, der mit dem Safe verknüpft wird. Ist der Tresor geöffnet, taucht er als neues Laufwerk mit diesem Buchstaben in Windows auf. Alle Dateien, die Sie auf dieses Laufwerk kopieren oder darauf speichern, werden beim Schließen des Safes sicher verschlüsselt. Das Laufwerk verschwindet, bis der Tresor wieder von Ihnen über die Suite geöffnet wird.

3. Dateien auf externen Datenträgern sichern und verschlüsseln

Wichtige Daten sollten Sie besonders schützen. Das beginnt mit einer Sicherung der Daten auf einem externen Datenträger. Je nach Umfang der Daten kann da ein USB-Stick ausreichen oder eine externe Festplatte nötig sein. Im Idealfall sollte die Sicherung dann (auch) außer Haus lagern. Doch damit Ihre Dateien dort nicht von Unbefugten gelesen werden, sollten Sie sie verschlüsseln.

Das geht ganz einfach mit Steganos Privacy Suite. Starten Sie das Programm und wählen Sie „Portable Safe“ und dann das Laufwerk, auf dem Sie einen passwortgeschützten Datensafe erstellen möchten. Ein Assistent führt Sie durch die weiteren Schritte und bindet den neuen Safe am Ende als Laufwerk in Windows ein. Mit dem Windows-Explorer können Sie wie gewohnt Daten auf das neue Laufwerk kopieren.

4. Daten verschlüsseln und per Cloud von überall nutzen

Sensible Daten gehören nicht in die Cloud. Es sei denn, Sie habe die Daten auf Ihrem PC zuvor verschlüsselt und senden Sie nur so ins Internet. Auch das bieten die Safes der Steganos Privacy Suite. Das Tool unterstützt aktuell die gängigen Clouddienste Dropbox , Google Drive , Microsoft Onedrive und Telekom Mediacenter.

So geht’s: Klicken Sie in der Suite erneut auf „Safe“ und wählen Sie im Assistenten statt „Safe“ wie bei Punkt 3 diesmal „Cloud-Safe“. Der Assistent zeigt Ihnen daraufhin die verfügbaren Onlinedienste an.

Idealerweise haben Sie bereits das Clientprogramm Ihres Clouddienstes installiert. Falls nicht, holen Sie das an dieser Stelle über den Assistenten nach und setzen ihn nach der Installation fort. Der Tresor, den Sie so erstellen, wird im geschlossenen Zustand automatisch in Ihre Cloud kopiert.

Siehe auch: So nutzen Sie Cloud-Dienste sicher

5. Daten im WLAN schützen per VPN-Verbindung

Wer unterwegs über öffentliche WLANs ins Internet geht, hat in der Regel keine Informationen darüber, ob dieses WLAN gut oder schlecht gesichert ist. Wer stets auf der sicheren Seite sein möchte, aktiviert deshalb eine VPN-Verbindung (Virtual Private Network). Dabei wird ein verschlüsselter Datentunnel von Ihrem PC, Tablet oder Smartphone aus zu einem VPN-Server im Internet aufgebaut. Von diesem Server aus geht es dann weiter wie gewohnt. Andere Nutzer des WLANs, auch in einem schlecht gesicherten, können Ihren Datenstrom so nicht mitlesen.

Für Windows-Nutzer empfiehlt sich der kostenlose VPN-Dienst Hotspot Shield . Wer eine schnelle VPN-Verbindung benötigt, kann bei Steganos für 50 Euro pro Jahr das Tool Steganos Online Shield VPN einsetzen. Sie erhalten das Tool auch über die Steganos Privacy Suite, wenn Sie darin auf „Online Shield VPN“ klicken und den Anweisungen folgen.

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6. Infos verschlüsselt per Mail senden

Bei der sicheren Ende-zu-Ende-Verschlüsselung von Mails hat sich in den letzten zwei Jahren einiges getan. So bieten etwa GMX und Web.de mittlerweile auch für ihre kostenlosen Maildienste unter www.gmx.de und www.web.de verschlüsseltes Mailen an und unterstützten dabei mit gut gemachten Assistenten. Die einmalige Einrichtung für beide Mailpartner, also den Versender und den Empfänger, bleibt aber eine nennenswerte Hürde. Einfacher geht es, wenn Sie Ihre Infos lediglich in ein verschlüsseltes Archiv packen und dieses Ihrem Mailpartner senden. Bei dieser Methode müssen Sie allerdings selbst für die Übermittlung des Passworts sorgen. Das teilen Sie dem Empfänger etwa per Telefon mit oder über eine Chat-App wie Signal , die als besonders abhörsicher gilt.

7. Spuren auf dem Rechner und Internetspuren vernichten

Das Tool Clean Master für Windows beseitigt auch Nutzungspuren vom PC. Hauptsächlich aber putzt es überflüssige Dateien weg und schafft so deutlich mehr Platz auf der Festplatte als klassische Spurenvernichter.
Vergrößern Das Tool Clean Master für Windows beseitigt auch Nutzungspuren vom PC. Hauptsächlich aber putzt es überflüssige Dateien weg und schafft so deutlich mehr Platz auf der Festplatte als klassische Spurenvernichter.

Zu Ihren persönlichen Daten auf Ihrem PC zählen nicht nur Ihre Fotos und Ihre Dokumente, sondern auch Ihre Datenspuren. Solche Spuren hinterlässt jeder ganz automatisch bei der Nutzung von Windows und beim Surfen im Internet. Vor allem, wenn Sie sich Ihren PC mit jemand anderes teilen, empfiehlt sich eine gründliche Spurenbereinigung. Nur dann kann kein anderer sehen, welche Webseiten Sie zuletzt besucht und welche Dokument Sie zuletzt bearbeitet haben.

Alle Spuren beseitigen: Ein empfehlenswerter Spurenvernichter steckt auch in Steganos Privacy Suite . Nach der Installation finden Sie auf dem Desktop das Symbol „One Click Vernichtung“. Ein Doppelklick darauf löscht alle Benutzerspuren in den gängigen Windows-Anwendungen.

Alternativen: Zu den bekanntesten Spurenvernichtern zählt der bewährte Ccleaner , der ebenfalls für eine gründliche Beseitigung von Nutzerspuren sorgt. Wenn Sie neben der Spurenvernichtung Ihre Festplatte auch von überflüssigem Ballast befreien wollen, etwa weil auf der SSD-Festplatte der Speicherplatz knapp wird, sollten Sie sich die Freeware Clean Master for PC ansehen. Sie kennt über 500 Programme und weiß, wo diese die überflüssigen Dateien speichern. Allerdings sollten Sie die Löschvorschläge von Clean Master genau kontrollieren, bevor Sie auf „Clean now“ klicken.

8. Dateien sicher löschen – inklusive der Backups

Wenn Sie eine oder mehrere sehr private Dateien so löschen möchten, dass auch kein Spezialprogramm diese wiederherstellen kann, ist das kein Problem. Nutzen Sie dafür einfach einen zuverlässigen Datei-Shredder. Empfehlenswert ist etwa das Tool Steganos Shredder , das sich in der Steganos Privacy Suite befindet.

So löschen Sie zuverlässig: Markieren Sie im Windows Explorer die Dateien, die sie dauerhaft löschen möchten. Klicken Sie dann mit der rechten Maustaste darauf, und wählen Sie „Vernichten“. Steganos fragt nach, ob Sie es wirklich ernst meinen, und überschreibt auf Wunsch die ausgewählten Dateien mehrfach.

Backups löschen: Als Nächstes sollten Sie sich versichern, dass weder Sie noch Windows Sicherungskopien der gelöschten Dateien angelegt haben. Um die automatischen Sicherung durch Windows, die sogenannten Schattenkopien, zu checken, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Ordner, in dem sich die gelöschten Dateien befunden haben, und wählen „Vorgängerversionen wiederherstellen“. Auf der Registerkarte „Vorgängerversionen“ sehen Sie alle Dateien, die Windows noch in petto hat.

Wenn Sie alle Vorgängerversionen (Schattenkopien) auf einen Schalg von einer Festplatte löschen möchten, geht das über die Datenträgerbereinigung. Drücken Sie die Tastenkombination Win-R und geben Sie Cleanmgr.exe ein. Es startet die Datenträgerbereinigung, in der Sie „Systemdateien bereinigen“ wählen und dann „Weitere Optionen -> Systemwiederherstellung und Schattenkopien -> Bereinigen“. Der Befehl löscht auch alle Wiederherstellungspunkte von Windows bis auf den letzten.

Natürlich sollten Sie zudem checken, ob sich die gelöschte Datei nicht noch in einem Ihrer Backup-Archive befindet.

9. Freien Platz auf der Festplatte löschen

Man denkt nicht immer daran, wichtige Daten mit einem Shredder zu löschen. Sollten sich die Daten noch im Papierkorb befinden, könnten Sie sie wiederherstellen und dann mit dem Shredder beseitigen (Punkt 8). Sie können aber auch den Papierkorb bewusst leeren und anschließend den gesamten freien Speicherplatz der Festplatte mehrfach überschreiben lassen. Auch das vernichtet gelöschte Dateien zuverlässig.

So geht’s : Starten Sie in der Steganos Privacy Suite das Modul „Shredder“, und wählen Sie darin „Free Space Shredder“. Durch die wenigen weiteren Schritte führt ein Assistent.

10. Sicherheitslücken stopfen und Antivirenschutz nutzen

Der Secunia Personal Software Inspector überprüft die auf dem Rechner installierten Programme auf ihre Aktualität und hält sie auf dem neuesten Stand beziehungsweise installiert auf Wunsch die neuesten Versionen.
Vergrößern Der Secunia Personal Software Inspector überprüft die auf dem Rechner installierten Programme auf ihre Aktualität und hält sie auf dem neuesten Stand beziehungsweise installiert auf Wunsch die neuesten Versionen.

Damit kein Spionage-Virus auf Ihr System und damit auf Ihre Daten zugreifen kann, sollten Sie Ihren Rechner schützen. Weil sich viele solcher Schädlinge über Sicherheitslücken in Programmen einschleichen, ist es wichtig, die installierte Software immer auf dem neuesten Stand zu halten. Das erledigt Secunia Personal Software Inspector automatisch. Das Sicherheitsprogramm überprüft nach der Installation automatisch sämtliche Programme auf neue Updates und neue Versionen. Nach dem Check listet der Personal Software Inspector die beanstandeten Programme oben auf. Einige Aktualisierungen werden automatisch ausgeführt - zu erkennen am grau unterlegten „Update läuft“ – andere müssen sie manuell aufspielen. Dazu leitet Sie das Tool auf die Download-Seite des Herstellers weiter. Ähnlich ist es bei kommerzieller Software, auf der Webseite des Herstellers können dann selbst entscheiden, ob Sie eine neue Version kaufen oder mit der bisherigen weiterarbeiten möchten.

Durch die regelmäßigen Updates stopfen Sie schon die meisten Lücken, über die sich PC-Viren einschleusen können. Zusätzlich sollten Sie natürlich auch eine Antiviren-Software einsetzen. Empfehlenswert ist etwa Avira Free Antivirus .

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