10 Desktop-Firewalls im großen Vergleichstest

Mittwoch den 02.07.2003 um 11:43 Uhr

von Arne Arnold, Andreas Marx

Sicherheitssysteme haben Konjunktur. Das gilt auch für Firewalls. Wer beim Surfen im Web nicht Opfer einer Attacke werden will, setzt eine Firewall ein und hofft, dass sie auch hält, was sie verspricht: Schutz vor Angriffen und Datenspionage. Doch was taugen die Tools? Wir haben zehn Firewalls getestet.

Sicherheitssysteme haben Konjunktur. Das gilt auch für Firewalls. Wer beim Surfen im Web nicht Opfer einer Attacke werden will, setzt eine Firewall ein und hofft, dass sie auch hält, was sie verspricht: Schutz vor Angriffen und Datenspionage. Doch was taugen die Tools? Wir haben zehn Firewalls getestet.

Ihre Desktop-Firewall soll verhindern, dass Angreifer aus dem Internet auf Ihren Rechner zugreifen können. Dabei kämpft die Software an zwei Fronten: Sie muss unberechtigte Zugriffe von außen abblocken und Attacken von innen verhindern.

Attacken von innen? Sie haben richtig gelesen. Laut einer nicht repräsentativen Umfrage auf www.pcwelt.de nutzen rund 90 Prozent aller Online-Anwender eine Firewall. Das wissen natürlich auch die Hacker. Also entwickeln sie Schadensprogramme, die sie Ihnen etwa per Mail unterschieben. Die feindlichen Programme deaktivieren als Erstes Ihre Firewall und senden anschließend ungestört Daten nach draußen. Die perfekte Firewall muss also Angriffe von innen und außen abwehren.

Die große Herausforderung für die Sicherheits-Tools: Die Firewall muss zwischen erwünschtem und unerwünschtem Datenverkehr unterscheiden. Sie wollen mit Ihrem Rechner natürlich im Web surfen, Mails austauschen, vielleicht einen Messenger nutzen oder ein Online-Spiel wagen. Viele Anwendungen sollen Daten ins Internet schicken und von dort Informationen erhalten. Die Firewall darf nicht einfach alles abblocken. Für die Differenzierung verwenden die Tools einen Anwendungsfilter. Darin ist festgelegt, welches Programm online gehen darf und welches nicht. Die Konfiguration dieses Filters erweist sich aber oft als äußerst kompliziert.

Wir finden, eine perfekte Firewall muss so einfach sein, dass sie auch ein Anfänger bedienen kann. Assistenten, die ausführliche Erklärungen geben, sind dabei meist sehr hilfreich. Gleichzeitig sollte die Firewall auch detaillierte Einstellmöglichkeiten bieten, mit denen Profis das Tool genau an ihre Bedürfnisse anpassen können. Für Profis sollten sich die Assistenten auch abschalten lassen, da sie bei der Konfiguration meist zusätzliche Zeit in Anspruch nehmen.

Die im Ratgeber aufgeführten Software-Preise und -Versionen stammen vom Frühjahr 2003.

Mittwoch den 02.07.2003 um 11:43 Uhr

von Arne Arnold, Andreas Marx

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