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Vorschau auf NetworkManager 1.2

22.01.2016 | 10:02 Uhr |

Was die kommende Version 1.2 von NetworkManager bringen wird, zeigt die jetzt veröffentlichte erste Betaversion. Sie erhöht unter anderem den Schutz der Privatsphäre und die Interoperabilität mit anderen Werkzeugen und unterstützt Container unter Linux.

NetworkManager ist ein Paket mit Werkzeugen, die die Vernetzung einfach machen. Ob drahtlos oder mit Kabel, es ist möglich, mit NetworkManager schnell von einem Netz zum anderen zu wechseln. Wenn ein Netz einmal konfiguriert wurde, kann es automatisch erkannt und wieder genutzt werden. Er kann die meisten Informationen automatisch erkennen, wechselt nahtlos zwischen den Verbindungen, wenn nötig, und stellt den Anwendern und Programmen eine unmittelbare Rückmeldung zum Netzwerkstatus bereit.

Nach über einem Jahr Entwicklung gibt es nun eine erste Testversion von NetworkManager 1.2 unter der Versionsnummer 1.1.90. Bis zur offiziellen Freigabe von NetworkManager 1.2 soll es noch mindestens eine weitere Testversion geben. Die neue Version zeichnet sich durch zahlreiche Neuerungen aus, die alle bereits implementiert und getestet wurden. Daher soll das Werkzeug jetzt durch einen breiteren Nutzerkreis getestet werden. Der Download des Quellcodes ist von download.gnome.org möglich, wobei es neben dem NetworkManager selbst das network-manager-applet und eine Reihe von Plugins gibt.

NetworkManager 1.2 ist binär- und schnittstellenkompatibel mit Version 1.0. Zu den zahlreichen Neuerungen zählt insbesondere eine Option, die die Zuweisung einer zufälligen MAC-Adresse zu einer WLAN-Schnittstelle ermöglicht. Das soll die Privatsphäre des Benutzers besser schützen. Das WLAN kann außerdem in einen Energiesparmodus versetzt werden. Auch bei IPv6 wurde der Schutz der Privatsphäre verbessert, indem RFC7217 zur Anwendung kommt.

NetworkManager unterstützt jetzt zahlreiche Typen von Software-Geräten, darunter TUN, TAP, diverse VLAN-Typen und IP-Tunnel. Diese können beliebig kombiniert werden. Die Verwaltung von Routen soll widersprüchliche Routen vermeiden. Die Interoperabilität mit anderen Werkzeugen wurde verbessert, da extern angelegte Geräte nur noch verwaltet werden, wenn sie aktiviert werden. Auch innerhalb von Containern wie Docker und LXC soll NetworkManager jetzt korrekt funktionieren.

Einzelheiten lassen sich im Änderungslog nachlesen. Auch das network-manager-applet erfuhr einige Änderungen . So wurden die Übersetzungen erweitert und libappindicator wird unterstützt. Das Applet verwendet jetzt intern libnm sowie eine neu geschaffene Client-Bibliothek libnma. Einige weitere Funktionen wurden bereits in die stabilen Versionen zwischen 1.0.0 und der aktuellen 1.0.10 eingebaut. So werden Bluetooth-Geräte jetzt aufgelistet, der Editor wurde erweitert und WLAN-Verbindungen können auch von einem unprivilegierten Benutzer aufgenommen werden. [ Quelle: pro-linux.de ]

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