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Sourceforge und Slashdot wechseln erneut Besitzer

29.01.2016 | 15:35 Uhr |

Dice, der aktuelle Eigentümer von Sourceforge und Slashdot, hat die beiden Webseiten an ein Tochterunternehmen von BIZX verkauft. Dieses firmiert unter dem Namen SourceForge Media.

Seit September 2012 war die Jobbörse Dice, die der DHI Group gehört, Eigentümer von Sourceforge.net, der wohl größten Projekthosting-Seite der Welt mit über 320.000 freien Softwareprojekten, Freecode (früher Freshmeat), eine der größten Datenbanken für freie Software, und Slashdot, einer Online-Gemeinschaft für Nachrichten und Diskussionen über freie Software. Die Dienste dieser Webseiten mit langer Tradition stehen der Open-Source-Welt kostenlos zur Verfügung.

Doch Freecode ist seit eineinhalb Jahren eingestellt , als Ersatz entstand in der Gemeinschaft die ähnlich aussehende Seite Freshcode.club . Sourceforge dagegen schadete seinem Ruf nachhaltig, indem es zuließ, dass Schadsoftware in Download-Pakete , überwiegend in »Windows-Installer«, gepackt wurde. Auch ein Versprechen, die Bündelung mit Drittsoftware zurückzufahren , dürfte daran wenig geändert haben, da von echter Reue oder Änderung nichts zu spüren war. Sourceforge und Slashdot sind mittlerweile in der Firma Slashdot Media zusammengefasst.

Nun hat Dice die Slashdot Media an SourceForge Media LLC, ein Tochterunternehmen des Web-Medienunternehmens BIZX LLC, verkauft . Ob der Verkauf mit dem Abstieg von Sourceforge in Zusammenhang steht und wie hoch der Kaufpreis ist, wurde nicht bekanntgegeben.

BIZX besitzt ein Portfolio von hunderten von Webseiten, die sich an Konsumenten und Unternehmen wenden. Das Geschäftsmodell von BIZX ist offensichtlich die Vermarktung dieser Webseiten. Dabei dürften die Einnahmen sowohl durch Partnerschaften als auch durch Online-Werbung erzielt werden. Ob BIZX Einfluss auf die Inhalte der Webseiten nimmt, ist nicht bekannt. Bisher hat sich auf Sourceforge nichts geändert.

Allerdings scheint BIXZ bereits auf Kostensenkungen aus zu sein. Bei Slashdot wurden nach Angaben von FOSS Force sofort einige langjährige Mitarbeiter entlassen. Ihre Arbeit wird nun teilweise von neuen, vermutlich schlechter bezahlten Mitarbeitern übernommen. [ Quelle: pro-linux.de ]

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