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Ruby in Version 2.3 erschienen

30.12.2015 | 13:40 Uhr |

Die freie Skriptsprache Ruby ist in einer neuen Version verfügbar. Version 2.3.0 bringt nach Angaben der Entwickler viele Neuerungen, darunter ein Pragma für unveränderliche Strings, ein sicherer Navigationsoperator und Verbesserungen der Ausführungsgeschwindigkeit.

Ruby ist eine Skriptsprache mit objektorientierten und funktionalen Elementen, die ihre Wurzeln in Perl, Smalltalk, Python, LISP und CLU hat. Sie zeichnet sich durch eine klare Syntax aus und wurde nach dem »Prinzip der geringsten Überraschung« entworfen. Ruby 2.3 bringt nach Angaben der Entwickler viele Neuerungen. Einige der wichtigsten davon sind ein Pragma für unveränderliche Strings, ein sicherer Navigationsoperator und Verbesserungen der Ausführungsgeschwindigkeit.

Das neue Pragma für unveränderliche Strings ermöglicht es, alle Strings in einer Quellcode-Datei als »eingefroren« zu kennzeichnen. Das führt zu einer höheren Geschwindigkeit bei der Allokation von (kopierten) Objekten, und Versuche, diese Strings zur Laufzeit zu ändern, können beim Debuggen erkannt werden.

Der neue »lonely«-Operator &. wurde aus Sprachen wie C#, Groovy und Swift entlehnt. Er vereinfacht den Zugriff auf Elemente eines Objekts, das potentiell nil sein kann, da man den nil -Fall nicht mehr separat behandeln muss.

Neu sind auch die Methoden Array#dig und Hash#dig . Das Modul »did you mean«, das Kandidaten für Methoden auflistet, falls man eine nicht vorhandene Methode aufgerufen hat, gehört nun zum Standard-Lieferumfang von Ruby. Module werden in Ruby »Gem« genannt. Eine neue experimentelle Funktionalität sind die Methoden to_binary_format und from_binary_format der Klasse RubyVM::InstructionSequence zum Serialisieren und Deserialisieren von Instruktionen in eine Binärdatei, die allerdings architekturabhängig ist.

Darüber hinaus wurde auch die Ausführungsgeschwindigkeit von Ruby an einigen Stellen gesteigert. Einzelheiten zu den hunderten von Änderungen kann man in den Dateien NEWS und ChangeLog nachlesen. [ Quelle: pro-linux.de ]

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