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PulseAudio 8.0 freigegeben

26.01.2016 | 10:07 Uhr |

Das netzwerktransparente und plattformunabhängige Sound-System PulseAudio wurde in Version 8.0 freigegeben. Bis auf die Verbesserung des automatischen Routings fehlen dieses Mal größere Neuerungen, trotzdem wurden etliche kleinere Verbesserungen vorgenommen.

PulseAudio ist ein Sound-System für Linux, das auch auf BSD, andere Unix-Systeme, MS Windows und Mac OS X portiert wurde. Als solches bietet es Anwendungen eine Schnittstelle, die unabhängig vom Soundsystem der jeweiligen Plattform ist, und übernimmt alle Aufgaben für den Transport von Sound zwischen beliebigen Ein- und Ausgängen, Lautstärkeregelung, Mischen und Anpassung der Sample-Frequenzen.

PulseAudio 8.0 verbessert das automatische Routing. So wird bei einer Soundkarte, die mehr als ein Profil besitzt (beispielsweise Analog- und HDMI-Profil), vom aktuellen Profil auf das andere gewechselt, wenn der Stecker vom entsprechenden Ausgabeport gezogen wird. Außerdem merkt sich PulseAudio das zuletzt genutzte Profil und verwendet dieses automatisch. Wie die Entwickler schreiben, verbessert das die Situation für einige, aber nicht alle Systeme.

NetBSD wird jetzt besser unterstützt, ebenso Mac OS X. Viele von NetBSD eingebrachte Änderungen wurden integriert. Die neue Umgebungsvariable PULSE_LOG_JOURNAL weist Clients an, Logausgaben ins Systemd-Journal zu schreiben. Es gibt außerdem ein neues Skript zur Messung des Speicherverbrauchs des PulseAudio-Servers.

Für Programmierer gibt es nun eine neue Schnittstelle zur Steuerung der LFE-Kanal (Subwoofer)-Lautstärke. Bisher konnten nur die anderen Kanäle gesteuert werden, wobei manche Oberflächen diese Einstellungen zu »linkem« und »rechtem« Kanal vereinfachen. Der LFE-Kanal wurde von den meist verwendeten Hilfsfunktionen nicht beeinflusst. Nun gibt es neue Hilfsfunktionen, die den LFE-Kanal mitsteuern.

Eine andere Erweiterung betrifft die D-Bus-Schnittstelle. In dieser lassen sich jetzt das Vorhandensein von Port- und Kartenprofilen abfragen. PulseAudio steht im Quellcode auf der Projektseite zum Download bereit. [ Quelle: pro-linux.de ]

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