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OS

Intel veröffentlicht eigene Linux-Distribution für die Cloud

28.12.2015 | 09:35 Uhr |

Intel hat kürzlich mit Clear Linux Project for Intel Architecture eine eigene Linux-Distribution veröffentlicht, die für die eigene Hardwareplattform optimiert ist.

Clear Linux Project for Intel Architecture, kurz Clear OS ist aber mehr als nur ein Showcase für Intels Architektur, die Distribution ist auch für produktives Arbeiten beim Cloud-Computing ausgelegt. Das Augenmerk lag dabei auf einer optimierten Ausführung des gesamten Spektrums von systemnahen Kernelfunkionen bis hin zu komplexen Applikationen, die den ganzen Betriebssystem-Stack umfassen.

Intels Betriebssystem für die Cloud bedient sich des Konzepts des zustandslosen Systems . Dabei sind in diesem Fall die Daten, die die Distribution in /usr mitbringt, streng von den Konfigurationsdaten in /etc isoliert. Clear OS wird standardmäßig zustandslos ausgeliefert, was aber in der Konfiguration umgestellt werden kann, sodass das System wie ein herkömmliches Betriebssystem funktioniert.

Clear OS bringt als weiteres Merkmal ein eigenes Containerformat mit. Clear Container für die Docker Engine wurde aus Docker 1.8.1 heraus entwickelt und mit einem eigenen Sicherheitskonzept, basierend auf der Intel Virtualization Technology ausgestattet. Clear Container ist außer für Clear OS auch für CentOS, Scientific Linux 7 Fedora 21, 22, openSUSE 13.1, 13.2, Tumbleweed, SUSE Linux Enterprise 12, Debian 8.0 und Ubuntu 15.04 verfügbar. Die Änderungen, die Intel dafür an Docker 1.8 vorgenommen hat, sollen in die »Open Container Initiative« einfließen.

Auch bei der Aktualisierung des Systems unterscheidet sich Clear OS von der Mehrheit der Distributionen, die Pakete über ein Paketsystem verwalten. Intel setzt zwar auch auf Pakete im RPM-Format, um den Quellcode einer Applikation in Binärform weiterzugeben, fasst diese Pakete jedoch zu Bündeln zusammen, was jede Aktualisierung zu einer neuen Version des Betriebssystems macht.

Weitere innovative Ansätze von Clear OS sind Function Multiversioning (FMV) , Autoproxy und AutoFDO . Das Betriebssystem liegt ausschließlich in 64-Bit auf dem Projektserver als Installer, als KVM-Image oder im hauseigenen Containerformat zum Download bereit. [ Quelle: pro-linux.de ]

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