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iPad Pro – ein erster Test

21.09.2015 | 13:21 Uhr |

Das neue iPad Pro mit seinem riesigen Display hat uns beeindruckt und verwirrt. Klasse Design, cooles Zubehör - aber wer soll es kaufen?

Während Apples Präsentation am 9. September haben unsere US-Kollegen das neue iPad Pro ausprobiert. Hier ihr erster Erfahrungsbericht plus alle bisher bekannten Fakten über technische Daten, neue Funktionen, Preise und Zubehör.

Gerät und Design

Das iPad Pro folgt grundsätzlich dem Design des iPad Air 2, aber in deutlich größerem Maßstab. Die Ausrichtung, das Material, der Rand etc. sind der Größe angepasst, während die Position der Knöpfe, des Lightning- und Headset-Anschlusses und des mit Touch-ID ausgestatteten Home-Buttons die gleichen sind, wie die es kleineren iPad Air 2. Im ersten Eindruck finden die Kollegen „das iPad Pro deutlich größer [als das Air 2], es fühlt sich jedoch nicht unausgewogen oder komisch an. Ich konnte es bequem halten, aber  - und mir ist klar manche werden sich darüber lustig machen – ich wünsche mir einen Ständer wie für das Surface Pro.“

Abgesehen von der größeren Bildschirmfläche gibt es einige Unterschiede: So hat das neue iPad Pro vier Lautsprecher, im Gegensatz zu den zwei Lautsprechern des iPad Air 2 (die zu nahe beieinander sind, um einen räumlichen Effekt zu haben). Das führt zu deutlich mehr Lautstärke und Apple behauptet, das Gerät sei intelligent genug die Balance zwischen den vier Lautsprechern für eine gleichmäßige Wiedergabe automatisch anpassen zu können, egal wie man das iPad Pro hält.

Im lauten Demo-Raum ieß sich das nicht wirklich testen, weshalb unser Urteil noch aussteht.

Es gibt eine neue Schnittstelle auf der linken Seites des iPad Pro. Dieser Smart Connector dient zum Verbinden des neuen Smart Keyboard. Man weiß noch nicht, ob Dritthersteller eigenes Zubehör für die Smart-Connector-Schnittstelle anbieten werden, aber es ist sehr wahrscheinlich.

Das Display

Das iPad Pro hat ein 12,9-Zoll-Display. Im Vergleich dazu verfügt das iPad Air über einen 9,7-Zoll-Monitor und das iPad Mini bietet ein 7,9-Zoll-Display. Das entspricht 78 Prozent mehr Bildschirmfläche im Vergleich zum nächstgrößeren iPad.

Die Darstellung des Display ist angenehm scharf und hat eine Auflösung von 2732 x 2048 Pixel, der größten Anzahl bei einem iOS-Gerät bisher. Das entspricht derselben Pixeldichte – 264,68 Pixel pro Zoll (ppi) wie der des iPad 2, allerdings über einen deutlich größeren Bildschirm hinweg.

Mit insgesamt 5,6 Millionen Pixel hat das iPad Pro mehr Pixel als das 15-Zoll Retina-Macbook Pro, verkündet Apple stolz. Und es soll wenig Energie kosten. So kann das iPad Pro die Bildwiederholfrequenz entsprechend den Bewegungen auf dem Display anpassen. „Zum ersten Mal weiß eines unserer Geräte, wann der Bildschirminhalt statisch ist und reduziert die Wiederherstellungsrate um die Hälfte auf 30 Mal pro Sekunde. Das bedeutet, dass der Monitor nicht nur groß, schön und hell ist, er ist auch unglaublich energieeffizient,“ so Apple.

Es klingt so, als sei das Display auch reaktionsschnell: Die Kollegen waren beeindruckt von der Reaktionsgeschwindigkeit von iOS 9 auf diesem Tablet, während sie die Seitenleiste hervorgeholt und den geteilten Bildschirm aktiviert hatten.

Neue Funktionen: Lautsprecher

Wie zuvor bereits erwähnt, bietet das iPad Pro vier Lautsprecher, statt der zwei des iPad Air 2. Das sind gute Neuigkeiten – ein Quad-Lautsprecher-Design steht schon lange auf der Wunschliste von iPad-Besitzern, wenn man die traditionell schwache Audioqualität der Geräte bedenkt.

Das iPad Pro hat nicht nur eine größere Anzahl an Lautsprechern, ein neues Gehäuse ermöglicht den Lautsprechern des Pro einen höheren Frequenzbereich und drei Mal mehr Akustik im Vergleich zu vorherigen iPad-Modellen.

Energieeffizienz

Obwohl es keine längere Batterielaufzeit in Bezug auf seine iPad-Vorgänger hat, scheint die Tatsache, dass das iPad Pro mindestens die gleichen Werte wie die Modelle mit kleineren Monitoren bietet, das Ergebnis mehrerer Verbesserungen bei der Display-Ansteuerung zu ein. Apple behauptet, dass sich die Wiederherstellungsrate automatisch anpasst, damit nicht unnötig Energie verbraucht wird, wenn es die Bewegungen auf dem Bildschirm nicht erfordern. Zusammen mit dem Energiesparmodus von iOS 9 scheint es so, dass Apple das Thema Batterieeffizienz ernst nimmt.

Spezifikationen

Um welche Spezifikationen handelt es sich beim iPad Pro? Um den aktuellen Stand der Technik natürlich! Es ist Apples schnellstes iOS-Gerät mit beeindruckenden Komponenten.

Prozessor

Das iPad Pro verfügt über einen super-starken A9X-Prozessor, der laut Apple fast die doppelte Geschwindigkeit des A8X im iPad Air 2 erreicht. „Das iPad Pro ist bei weitem das schnellste iOS-Gerät, was wir jemals gebaut haben. Sein A9X-Chip schlägt die meisten tragbaren PCs in Bezug auf CPU-Leistung und Grafik,“ soApples Marketing-Chef Phil Schiller.

Spieleentwickler lieben es, die schnellsten Prozessoren an ihre Grenzen zu bringen und Spiele, die die Grafikleistung des Pro ausschöpfen, sollten nicht lange auf sich warten lassen. Auch Kreativ-Anwender bevorzugen traditionell leistungsfähige Geräte – die Hauptkunden des Mac Pro sind aus der Video- und Kreativindustrie. Man hat das Gefühl, dass für Geschäftskunden, die in einigen Abschnitten während Apples Präsentation die Hauptzielgruppe zu sein schienen, das iPad Pro überqualifiziert ist und dementsprechend überteuert.

Das wird sich allerdings in den kommenden Monaten genauer zeigen. Leistungsfähige Apps für den geteilten Bildschirm von iOS 9, könnten den Nutzen des A9X im Geschäftsbereich verdeutlichen.

Arbeitsspeicher

Apple macht traditionell keine Angabe zum RAM seiner Mobilgeräte, aber es ist bereits bekannt, dass das iPad Pro über 4 GB Arbeitsspeicher verfügt. Apples Präsentations-Partner Adobe verriet diese Zahl als erster, bevor sie durch eine Untersuchung des iOS9-Codes durch Entwickler bestätigt wurde.

4 Gigabyte bieten viel Arbeitsspeicher zum Herumspielen – das meiste, was es im iPad bisher gab waren 2 GB, wodurch Multitasking ein Klacks und Hochleistungsanwendungen möglich werden.

Speicherplatz

Das iPad Pro bietet recht ungewöhnliche Speicherkapazitäten. Während die meisten Geräte über Optionen mit 16 GB, 64 GB und 128 GB verfügen, bietet die WLAN-Version des Pro nur 32 GB oder 128 GB. Und wer das Cellular-Modell möchte, der hat nur eine Wahl: 128 GB. Es ist zwar schön, dass die Ausstattung mit 32 GB ein Comeback hat, aber uns scheint die Auswahl merkwürdig und eingeschränkt.

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