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Zwischenspurt von Intel: Der mobile Core 2 Duo im Test

19.09.2006 | 12:11 Uhr |

Das Gute wird noch besser: Der neue Notebook-Prozessor Core 2 Duo soll Notebooks noch mehr beschleunigen und trotzdem beim Stromverbrauch nicht über die Stränge schlagen.

Ende August stellte Intel den mobilen Core 2 Duo ohne großen Rummel vor. Auch viele Notebook-Hersteller ließen sich Zeit, Mobilrechner mit Intels Neuem anzukündigen – kein Wunder: Erst im Januar diesen Jahres hatte Intel die Doppelkern-Plattform Centrino Duo mit dem Prozessor Core Duo gestartet. Bis die meisten Hersteller Centrino-Duo-Notebooks im Angebot hatten, dauerte es aber bis April. Mobilrechner mit Core 2 Duo wollen die meisten Hersteller allerdings spätestens in den nächsten Wochen im Angebot haben.

Was bringt der Core 2 Duo (Codename „Merom“) also an neuer Technik? Wie sein Vorgänger, der Core Duo (Codename „Yonah“), besitzt er zwei Rechenkerne, was ihm zu hoher Geschwindigkeit bei angepasster Software verhilft oder bei mehreren Programmen, die gleichzeitig laufen. Die Topmodelle des Core 2 Duo besitzen allerdings 4 MB L2-Cache, was Merom bei den meisten Programmen einen zusätzlichen Temposchub bringen dürfte. Eine Übersicht über alle Notebook-Modelle des Core 2 Duo finden Sie in der Tabelle auf dieser Seite.

Mit dem Core 2 Duo unterstützt Intel endlich 64-Bit-Betriebssysteme auch im Notebook-Bereich. Die Notebook-Prozessoren von Hauptkonkurrent AMD können das schon länger. Allerdings macht 64 Bit im Notebook momentan nur wenig Sinn: Mehr als 4 GB unterstützt nämlich kein Mobil-Chipsatz. Außerdem besitzen fast alle Notebooks nur zwei RAM-Steckplätze, die sich mit den derzeit erhältlichen (sündteuren) 2-GB-Riegeln nur mit maximal 4 GB bestücken lassen.

Alle Modelle des Core 2 Duo außer dem T5500 unterstützen Intels Virtualisierungs-Technik (VT): Diese Fähigkeit besaß zwar auch schon der Core Duo – nur sagte das Intel nicht so laut. Erst nach dem Marktstart fand sich ein entsprechender Hinweis in den Datenblättern.

Über die weiteren technischen Neuerungen der Core-2-Duo-Serie haben wir Sie hier informiert. Einige davon hatte schon der Core Duo– zum Beispiel den gemeinsamen, dynamisch zuteilbaren L2-Cache („Advanced Digital Smart Cache“) und die umfangreichen Stromsparfunktionen („Intelligent Power Capabilities“).

Im Notebookbereich fällt der Unterschied zwischen Core Duo und Core 2 Duo daher nicht so deutlich aus, wie bei den Desktop-Modellen der Schritt vom Pentium D zum Core 2 Duo. Dennoch betont Intel nimmermüde, dass der Merom nicht bloß ein aufgebohrter Yonah ist, sondern eine gänzlich neue Micro-Architektur.

Intel erleichtert den Notebook-Herstellern den Umstieg auf die neue Prozessor-Serie: Der Core 2 Duo ist pin-kompatibel zu seinem Vorgänger – er lässt sich also in den gleichen Steckplatz wie der Core Duo setzen. Außerdem liegt seine maximale Verlustleistung (TDP) mit 34 Watt nur etwas höher als beim Core Duo (31 Watt). Die Notebook-Anbieter müssen also weder Gehäuse noch Kühllösung verändern: Einfach den Merom einsetzen, Notebook mit einem passenden Bios versehen – fertig ist der Core-2-Duo-Mobilrechner.

Prozessor

Taktrate

L2-Cache

Front-Side-Bus

T7600

2,33 GHz

4 MB

667 MHz

T7400

2,16 GHz

4 MB

667 MHz

T7200

2,0 GHz

4 MB

667 MHz

T5600

1,83 GHz

2 MB

667 MHz

T5500

1,66 GHz

2 MB

667 MHz

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