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Sony Ericsson Xperia X10 mini im Härtetest

02.08.2010 | 09:00 Uhr |

Größe ist nicht alles - das gilt auch für das kleinste Android-Handy, das es derzeit zu kaufen gibt: das Xperia X10 mini. PC WELT zeigt Stärken und Schwächen des Kleinen.

Was der Smart unter den Autos ist das Sony Ericsson Xperia X10 mini bei den Handys: klein, kompakt und trotzdem mit allen technische Raffinessen ausgestattet. So wie ein Smart in jede Parklücke passt, findet das Sony Ericsson Xperia X10 mini Platz in jeder Hosentasche. Der Nachteil dieser Bauweise: Der Akku, der fest eingebaut ist und nicht ausgetauscht werden kann, ist kein Langstreckenläufer. Wer viel surft, muss damit rechnen, sein Handy spätestens jeden zweiten Abend wieder aufzuladen.

Für Nutzer, die gerne mal ein farbiges Handy hätten, ist das Sony Ericsson Xperia X10 mini erste Wahl: Im Lieferumfang sind sechs Rückabdeckungen für das Handy enthalten. So kann der Anwender nach Stimmung zwischen Gelbgrün, Rot, Weiss, Grau oder Schwarz wählen.

Technisch top mit HSPA, WLAN und GPS
Technisch hält der Mini mit den großen Android-Smartphones mit: So surft der Nutzer per HSDPA mit maximal 7,2 MBit/s. Lädt er Fotos ins Netz, kommt das Handy zumindest theoretisch auf 2 MBit/s. Da mischt das Handy vorn mit - die Ladezeit für die Webseite der PC WELT liegt bei schnellen 13 Sekunden. Allerdings vermissten wir den Zwei-Finger-Zoom vermisst, mit dem sich Webseiten einfach vergrößern lassen. Für längere Surf-Sitzungen ist der Bildschirm außerdem zu klein.

Gut geeignet ist das Mini-Handy dagegen, um den Überblick über Neues von Twitter und Facebook zu behalten. Die von Sony Ericsson entwickelte Oberfläche Timescape sortiert alle Neuigkeiten von der SMS bis zur Statusaktualisierung nach Datum.

Auch WLAN und GPS sind eingebaut. Als Navigations-Software ist eine Testversion von Wisepilot vorinstalliert. Die Kartendaten liegen jedoch auf einem Server, so dass sich eine UMTS-Flatrate empfiehlt. Im Ausland sollte man daher aufgrund hoher Roaming-Kosten das Programms nicht verwenden.

Schwaches Display
Der kleine Bildschirm des Sony Ericsson Xperia X10 mini bietet eine fast schon antik anmutende Auflösung von 240 x 320 Bildpunkten. Doch aufgrund des kleinen Displays wirkt die Schrift nur leicht pixelig. Die maximale Helligkeit des Displays könnte dagegen höher sein - bei Sonnenlicht wird es schnell mühselig, das Kleingedruckte auf dem Display zu lesen.

Betriebssystem mit Patina: Android 16 auf dem Sony Ericsson Xperia X10 min i
Auf dem Sony Ericsson Xperia X10 arbeitet noch Android 1.6. Die inzwischen überholte Betriebssystem-Version verhindert einen Datenabgleich per Outlook am PC. Das kostet wertvolle Punkte bei der Ausstattung. Ein Abgleich über ein Exchange-Konto ist dagegen möglich. Und auch mit einem Google-Mailkonto tauscht sich das Handy aus. Mails kommen im Push-Verfahren und mit Anhängen aufs Handy. Beantwortet sind sie schnell über den schnell reagierenden Touchscreen. Wer Office-Dokumente auf dem Handy bearbeiten will, muss aus dem Android Market Zusatz-Software kaufen. Zudem sorgt die fehlende Sprachbefehls-Software für Punktabzug. Störend beim Tippen: Das Handy bietet keine virtuelle QWERTZ-Tastatur. Dem Nutzer steht lediglich die Handyklaviatur mit der bekannten Dreifachbelegung (a,b,c auf einer Taste; d,e,f auf der nächsten) zur Verfügung.

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