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Zotac Geforce GTX Titan im Test

01.03.2013 | 11:11 Uhr |

Normalerweise treibt die GPU der GTX Titan Supercomputer an, doch für knapp 1000 Euro gibt es die Grafikkarte jetzt auch für die eigenen vier Wände. Wir haben eine Referenzkarte von Zotac im Test und stellen klar, ob es sich um die schnellste Grafikkarte der Welt handelt und wie groß der Abstand zur Konkurrenz ist.

Der amerikanische Titan aus Tennessee rangiert in der weltweiten Bestenliste der Supercomputer auf Platz 1. Für die Pole Position sorgen ganze 18668 Tesla K20X Grafikbeschleuniger, die 17,59 Petaflops in der Sekunde leisten – neuer Weltrekord! Zum Vergleich: Der bisherige Platzhirsch namens Sequoia erreichte „nur“ 16,32 Petaflops. Die Grafikbeschleuniger im Inneren des Supercomputers bedienen sich der Power aus den neusten Nvidia-Kepler-GPUs, die auf den Namen GK110 hören.

Hinweis zur Testnote

© 2014

Update: Wir haben die Noten nachgetragen und die Tabellen an das neue Testverfahren angepasst!

Ausstattung: Darf es etwas komplexer sein?

Der GK110-Chip auf der Platine.
Vergrößern Der GK110-Chip auf der Platine.
© Nvidia

Der GK110 bündelt ganze 2688 Cuda-Shader-Einheiten und 7,1 Milliarden Transistoren auf einer Chipfläche von 551 Quadratmillimetern. Auch hier wieder zum Vergleich: Die Intel-CPU i7-3960X Extreme verfügt über sechs Kerne und vereint auf circa 435 Quadratmillimetern etwa 2,3 Milliarden Transistoren. Die 28-Nanometer-GPU ist somit der komplexeste Grafikchip, den es derzeit auf dem Markt gibt.

Mit der Geforce GTX 680 führte Nvidia mit dem GK104 die Kepler-GPU-Architektur ein. Im Inneren des Chips sorgen vor allem die sogenannten Streaming-Multiprozessoren, kurz SMX, für die Grafikverarbeitung. Während im Ur-Kepler acht SMX mit je 192 Cuda-Kernen arbeiten, befinden sich gleich ganze 15 SMX mit je 192 Cuda-Cores in der Titan-GPU. Aus Gründen der Fehlertoleranz bei der Fertigung sind in Wirklichkeit nur 14, woraus sich die eingangs erwähnte Anzahl an Shader-Einheiten zusammensetzt.

In folgender Tabelle haben wir die aktuellen Flaggschiffe miteinander verglichen, wozu unter anderem die AMD Radeon HD 7970 GHz-Edition zählt. Nach Herstellerangaben stehen der GTX Titan 75 Prozent mehr Kerne und Textureinheiten zur Verfügung als bei der GTX 680.

Grafikkarten-Oberklasse: Technische Daten im Vergleich

Geforce GTX Titan

Geforce GTX 690

Geforce GTX 680

Radeon HD 7970 GHz

Grafikchip

GK110

2x GK104

GK104

Tahiti XT2

Fertigung

28nm

28nm

28nm

28nm

Chipfläche

551 qm²

294 qm²

294 qm²

380 qm²

Chiptakt

837 MHz

915 MHz

1.006 MHz

1.000 MHz

Shader-Einheiten

2.688

2x 1.536

1.536

2.048

Textur-Einheiten

224

2x 128

128

128

GDDR5-Speicher

6.144 MB

2x 2.2048 MB

2.048 MB

3.072 MB

Speichertakt (effektiv)

6.008 MHz

6.000 MHz

6.008 MHz

6.000 MHz

Speicheranbindung

384 Bit

2x 256 Bit

256 Bit

384 Bit

Speicherbandbreite

288 GBit/s

2x 192 GBit/s

192 GBit/s

278 GBit/s

Maximaler TDP (Herstellerangaben)

250 Watt

300 Watt

195 Watt

250 Watt

TDP im Leerlauf (Herstellerangaben)

15 Watt

15 Watt

15 Watt

15 Watt

Preis

950 Euro

870 Euro

420 Euro

390 Euro

Bei der Titan ist fast alles größer als bei anderen Grafikkarten: Das Speicherinterface ist 384 Bit breit, der GDDR5-Speicher ganze 6 GB groß. Der physikalische Speichertakt kommt auf 1502 MHz, effektiv liegt er bei 6008 MHz. Das ergibt einen Speicherdurchsatz von rasanten 6 GBit/s. Dafür erscheinen die Taktraten des Chips vergleichsweise zahm: Der Standardtakt liegt bei 836 MHz (Base Clock), der Boost Clock kommt auf 876 MHz. Nichtsdestotrotz ist es am Ende das Zusammenspiel aus allen Teilen der Grafikkarte, die die wirkliche Performance ausmacht.

Vergleichstest: Die schnellsten Grafikkarten

TECHNISCHE DATEN

Zotac Geforce GTX Titan

Grafikprozessor (Takt)

Nvidia Geforce GTX Titan

GPU-Takt

837 MHz

Anschluss

PCI Express x16 3.0

Anzahl der Shader

2688

Shader-Takt

837 MHz

DirectX-Version

11.1

Speicher-Größe

6144 MB

Speicher-Typ

GDDR5-RAM

Speicher-Takt

1502 MHz

Speicher-Busbreite

384 Bit

Grafikkarten-Bios

80.10.2C.00.02

Grafikkarten-Treiber

Forceware 314.09 (9.18.13.1409)

Kartenlänge

26,5 Zentimeter

Kartenbreite

2 Steckplätze

Stromanschluss

2x 6polig

GPU Boost 2.0: Die Temperatur als Limit

Die dynamische Übertaktungsfunktion GPU Boost ist fester Bestandteil aller aktuellen GTX-600er-Karten. Hier liegt die Grenze der Taktratensteigerung beim Stromverbrauch. Mit der neuen Version 2.0 spielt nun zusätzlich auch die Betriebstemperatur des Chips eine Rolle.
Ist Ihnen beispielsweise der Stromverbrauch herzlich egal, dann geben Sie einfach ein Hitzelimit von 80 Grad Celsius an und profitieren dank höherer Taktraten von mehr Leistung. Und genau so funktioniert das auch mit der Leistungsaufnahme als Limit. Besonders interessant ist dieses Feature nun auch für Overclocker und Enthusiasten, da sie einen größeren Spielraum gewährt. Denn oft ist es so, dass der Chip sich nicht grenzwertig erhitzt, dafür aber recht viel Strom verbraucht.

Schnittstellen und Lieferumfang

Displayport, HDMI und zweimal DVI.
Vergrößern Displayport, HDMI und zweimal DVI.
© Zotac

An der restlichen Konfiguration finden wir das vor, was wir schon bei einer GTX 680 oder 690 gesehen haben: einen Displayport, einmal HDMI und zweimal DVI erlauben den simultanen Betrieb von maximal vier Monitoren an nur einer GTX Titan, genannt Nvidia Surround. Bei Bedarf ist auch das Zuschalten der 3D-Technik 3D Vision möglich, vorausgesetzt Sie haben die nötigen Bildschirme.

Interessant ist auch der Lieferumfang, der überaus gut bestückt daher kommt. Ganze drei Spiele-Vollversionen erhalten Sie beim Kauf der Zotac Geforce GTX Titan! Und zwar das sogenannte Assassin’s Creed 3-Game-Pack, bestehend aus dem ersten und zweiten Teil sowie Revelations. Des Weiteren schnürt Zotac noch ein Softwarepaket, das sich aus dem Medienmanager Nero Kwikmedia,  der Medien-Center-Lösung XBMC und dem DirectX-11-Benchmark Unigine Heaven zusammensetzt. Zu guter Letzt liegen noch zwei Stromkabel und ein DVI-auf-VGA-Adapter bei.

Zotac liefert viel Software und Spiele mit.
Vergrößern Zotac liefert viel Software und Spiele mit.
© Zotac

AUSSTATTUNG

Zotac Geforce GTX Titan (Note: 2,69)

Video-Anschlüsse

Displayport

1

HDMI

1

DVI

2

beigelegte Adapter

1x DVI-auf-VGA, 2x Strom

beigelegte Programme

Nero Kwikmedia, XBMC, Unigine Heaven, Zotac Boost Premium

beigelegte Spiele

Assassins Creed 3-Game-Pack (1. Teil, 2. Teil und Revelations)

Anzahl der gleichzeitig anschließbaren Bildschirme

4

Testplattform

Das Mainboard ist der neuste Teil unserer Testplattform.
Vergrößern Das Mainboard ist der neuste Teil unserer Testplattform.
© Gigabyte

Der Zahn der Zeit nagt besonders schnell in der IT, deshalb müssen wir auch laufend unsere Testplattform anpassen. Ein neues Mainboard musste her, und unsere Wahl fiel auf das GA-X79-UP4 von Gigabyte , das nicht nur vier Grafikkarten im Verbund, sondern auch den Datenübertragungsstandard PCI-Express 3.0 beherrscht. Auch unsere vier RAM-Module von G.Skill mit insgesamt 16 GB Kapazität spricht der X79-Chipsatz im Quad-Channel-Modus an. Der Intel-Prozessor i7-3960X Extreme Edition sorgt mit sechs Kernen für gute Performance. Neben dem Betriebssystem Windows 7 liegen auch alle Testspiele auf der 240 GB großen HyperX-SSD von Kingston .

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