20.04.2012, 09:39

Arne Arnold

Gruselspaß für Läufer

Zombie, Run! & Co im Test – Diese Apps lehren Sie das Fürchten

Zombies, Run: Gruselspaß für Spieler und Läufer ©www.zombiesrungame.com

Die Smartphone-App Zombie, Run! hetzt Ihnen Untote auf den Hals. Die Zombies können bis zu 12 km/h schnell werden. Wer dann die Beine nicht in die Hand nimmt, verliert sein Leben.
Sie können die Spiele-App Zombie, Run! auch als Fußgänger spielen. Denn mit welcher Geschwindigkeit Sie von den Untoten verfolgt werden, lässt sich in drei Stufen regeln. Haben Sie sich für die gemächlichen 3-Stundenkilometern-Zombies entschieden, können Sie diesen auch mit einem flotten Spazierschritt entkommen. Doch richtig Spaß macht die Spiele-App erst beim Laufen.

Die kostenlose Android-App Zombie, Run! bringt Spielespaß für Läufer
So funktioniert Zombie Run: Die App zeigt Ihnen auf einer Google-Maps-Karte Ihren Standort (GPS-Modul muss aktiv sein). Vor dem Start des Spiels geben Sie auf der Google-Karte an, wohin Sie laufen wollen. Auf dem Weg dorthin werden Sie von Zombies verfolgt und angegriffen. Die Zombies erscheinen auf der Google-Maps-Karte zunächst als kleine grüne Figuren. Sobald Ihnen ein Zombie gefährlich nahe kommt, färbt er sich rot. Spätestens dann müssen Sie Tempo machen. Tun Sie das nicht, verlieren Sie das Spiel und das Smartphone erzittert in einem lang anhaltenden Vibrationsalarm. Auf dem schwarzen Display steht zu lesen: „AAAH, Gehirne!“

Spiele-Taktik für Zombie, Run!

Man kann das Spiel auch in der Stadt spielen. Da macht es aber weniger Laune, denn die Zombies wandern problemlos durch Gebäude und private Gärten. Da man das selbst aber nicht kann – zumindest nicht ohne von wütenden Gartenbesitzern verfolgt zu werden, hat man gegenüber den Zombies einen groben Nachteil. Der Spielespaß will hier nicht recht aufkommen.
Außerdem drohte unser Tester beim ständigen Blick aufs Handy gegen Laternenpfähle, Passanten oder in Autos zu rennen. Unsere Empfehlung lautet deshalb: Spielen Sie Zombie, Run! in freier Wildbahn. Parks, Feldern oder Wäldern (Vorsicht Bäume). Dann können sich nicht nur die Zombies entlang der Luftlinie bewegen, sondern auch Sie können in alle Richtungen fliehen. Zumindest solange der Parkwächter nicht hinsieht und Sie keine Skrupel haben, auch mal durchs Blumenbeet zu flüchten…
Wie es unserem Tester bei seiner Flucht vor den Zombies im Nymphenburger Park in München ergangen ist, hat er todesmutig mit der Kamera dokumentiert.
Hier die ausführliche Version seines Furcht einflößenden Test-Videos:
Zombie, Run! So sollte Ihr Ziel aussehen
Das Ziel sollten Sie immer so wählen, dass es von allen Seiten zugänglich ist. Denn bei den meisten Ausbruchszenarien, die wir gespielt haben, rottete sich eine Gruppe der Zombies immer auch bei der Zielflagge zusammen. Nur durch geschicktes Antäuschen, schnelles Umlaufen des Zombiehaufens und einem superschnellen Endspurt, konnten wir die virtuelle Zielflagge noch erreichen.

Ausbruchszenarien in Zombie, Run!

In der App können Sie nicht nur zwischen drei Geschwindigkeiten der Zombies wählen (3, 8 und 12 km/h) sondern auch das Ausbruchszenarium bestimmen, etwa „Kontrollierter Ausbruch“, „Frühe lokale Ausbreitung“, „Fortgeschrittene Ausbreitung“ oder „Spontane Pandemie“. Für den Anfang sind wir mit dem „Kontrollierten Ausbruch“ ganz gut gefahren.
Schnelligkeit ist Trumpf: Wenn wir längere Zeit brauchten, ans Ziel zu kommen, vermehrten sich die Zombies extrem stark. Dann noch bis zur Zielflagge vorzudringen, war sehr schwierig. Was dabei aber lustig war: Ab und zu sprang die Anzeige unserer eigenen Position schlagartig um ca. 20 Meter. Das brachte unseren Tester oft direkt vor die Füße eines Zombies und dann es hieß: You better run now. Manchmal aber katapultierte es ihn auch aus größter Bedrängnis. Ob diese Ungenauigkeit unserem Test-Handy geschuldet war, oder dem Spielort oder der App selbst, konnten wir noch nicht feststellen.
Nicht für jeden geeignet: Natürlich ist es etwas unbequem, beim Laufen das Handy zu halten und immer im Blick zu haben. Für einige Läufer wird das wohl nicht infrage kommen. Zwar gibt es spezielle Sportarmbänder für Handys, aber ob sich die Anschaffung nur für dieses Spiel lohnt, scheint fraglich.
Bei Zombie, Run! gilt, wie bei vielen anderen Spielen auch: Je ernster man das Spiel nimmt, desto lustiger wird es. Also nur der, der bei nahendem Zombie auch einen Spurt einlegt, wird sich über die gelungene Flucht auch freuen können.
Noch ein Tipp zum Schluss: Wärmen Sie sich vor dem Spiel gut auf. Sonst führt die Flucht vor den Zombies schnell zu einer Muskelzerrung.
Test-Fazit: Wir fanden den Spielespaß bei Zombie, Run! beim Stadtspaziergang eher gering, in freier Wildbahn dagegen groß. Besonders ausgefeilt agieren die Zombies in der App allerdings nicht. Ist ja wohl auch so nicht ihre Natur. Sehr oft wird unser Tester Zombie, Run! also wohl nicht spielen. Wirklich gut eignet sich Zombie, Run! aber für Läufer, die keine Lust auf ihre Tempoläufen haben. Und ganz ehrlich: Wer hat schon Lust auf dieses verdammte Tempotraining? Mit Zombie, Run! dagegen machen schnelle Läufe aber richtig Spaß.

Zombies, Run! fürs iPhone – mehr ein Hörspiel als eine Jagd

Für das iPhone gibt es die App Zombies, Run! Auch hier werden Sie von Zombies gejagt und müssen Reißaus nehmen. Obwohl der sehr ähnliche Name Zombies, Run! stark an die Android-App erinnert, unterscheiden sich die Spiele völlig. Bei der iPhone-App läuft fast das gesamte Spiel über die Tonausgabe. Das ist praktisch, so kann man das Smartphone verstauen und dem Spiel rein über die Kopfhörer folgen. Achtung: Zombies, Run! gibt es bisher nur auf Englisch. Gute Sprachkenntnisse sind hier eine Voraussetzung für den Spielespaß. Anderenfalls kann man sich die 5,99 Euro für die App sparen.
Die Geschichte von Zombies, Run!: Sie sollen mit einem Helikopter Versorgungsgüter in ein umkämpftest Gebiet bringen. Der Helikopter stürzt. Sie sind der einzige Überlebende. Über ein Funkgerät hören Sie Anweisungen von Menschen, die in einer geschützten Siedlung leben. Sie lotsen Sie zumindest am Anfang des Spiels durch das feindliche Gebiet, in dem es von Zombies nur so wimmelt. Später erhalten Sie einen Zombie-Warngerät, dass Sie automatisch vor nahenden Untoten warnt.

So funktioniert Zombies, Run! fürs iPhone

Vor dem Start einer „Mission“ können Sie wählen, ob Sie nur dem Spiel lauschen wollen oder ob Sie auch von Zombies gejagt werden wollen. Die „Zombie Chase“ (Zombie Jagd) ist standardmäßig deaktiviert. Sie schalten Sie unter „Missions, <Mission>, Zombie Chases“ ein. Sie können zudem wählen, ob Sie zwischen den Hörspiel-Sequenzen Musik von einer Ihrer Playlisten hören wollen. Das sollten Sie aktivieren, denn viel passiert bei den Missions eigentlich nicht.
Das (Hör)spiel startet jeweils mit ganz netten Dialogen von ungefähr fünf Minuten Dauer. Dann wird Ihre Musik eingespielt - falls Sie das aktiviert haben, anderenfalls herrscht Stille.
Standardmäßig verfolgt Sie das Spiel per GPS, um die Strecke zu messen. Denn je weiter Sie laufen, desto mehr Gegenstände, wie Batterien, Wundverbände oder Werkzeug, sammeln Sie automatisch auf. Eine Aktion müssen Sie dafür nicht vornehmen. Von Zeit zu Zeit meldet sich einfach eine Computerstimme und frohlockt so spannende Sachen wie: „Collected a battery“, „Collected a power cable“ oder „Collected a baseball bat“.

Und dann heißt es: Zombies, Run! – und Sie müssen laufen

Wenn die Zombies kommen, meldet der automatische Zombie-Warner: „Zombies detected“ und ein Echolot-artiger Ton gibt an, wie nahe die Zombies sind. Zwischendurch meldet die Computerstimme auch die Entfernung der Zombies in Metern. Dann heißt es für Sie: Gas geben! Sie müssen ungefähr eine Minute lang ein höheres Tempo halten, als zuvor. Im Test versuchten wir es zudem mit einem Richtungswechsel. Wir konnten aber keinen Einfluss auf den Erfolg der Flucht feststellen. Wenn Sie zu langsam sind, verlieren Sie einige der zuvor gesammelten Gegenstände, um die Zombies abzuwehren. So retten Sie zwar Ihre Haut, aber kommen im Spiel nur langsam weiter. Denn die Gegenstände können Sie nach Abschluss einer Mission in der App auf einem virtuellen Spielfeld eintragen. Nur damit schalten Sie weitere Missionen frei. Zombies, Run! ähnelt hier also mehr einem Strategiespiel, weniger einem Actionspiel.
Ein Video zu Zombies, Run! können Sie sich auf der Kickstarter-Seite des Spiels ansehen. Kickstarter ist eine Seite, auf der Projekte Geld für Ihre Umsetzung einsammeln können.
Test-Fazit zu Zombies, Run!: Die App empfiehlt sich Läufern, die auch gerne einem Hörspiel lauschen und außerdem Musik beim Laufen mögen. Englischkenntnisse sind ebenso eine Grundvoraussetzung. Der „Aktion“-Teil, also die „Zombie-Jagd“, ist kaum der Rede wert. Spannung kommt vielleicht mal auf, wenn man an einem dunklen, nebligen Tag läuft. Aber auch nur vielleicht. So ist die Geschichte von Zombies, Run! eine nette Zugabe für die Jogger, die ohnehin immer mit Ihrem iPhone zum Training gehen.
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