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Zepto Znote 2314W

11.11.2005 | 13:00 Uhr |

Gut ausgestattetes Leichtgewicht mit langer Akkulaufzeit.

Tempo: Der dänische Notebook-Anbieter Zepto will auch in Deutschland Fuß fassen. Beim Zepto Znote 2314W greift er dabei auf ein Barebone von Compal zurück, dem zweitgrößten Notebook-Fabrikanten der Welt – keine schlechte Wahl. Im Leistungstest schnitt das Centrino-Notebook überdurchschnittlich ab - dass Zepto statt DDR2-RAM nur DDR400-Speicher verbaut, fällt nicht auf. Den 3D-Werten des Nvidia-Grafikchips Geforce Go 6400 wollte Zepto bei unserem Testgerät mit den inoffiziellen DNA-Treibern auf die Sprünge helfen – in den Verkaufsmodellen sollen aber die offiziellen Nvidia-Treiber zum Einsatz kommen. Der Geforce Go 6400 verfügt über 64 MB lokalen Grafikspeicher und kann zusätzlich per Turbo-Cache 192 MB vom System-RAM verwenden: Für aktuelle Spiele in höchster Grafikpracht langt der Geforce Go 6400 trotzdem nicht ganz – hier muss man Auflösung oder Effekte reduzieren. Immerhin erreicht der Nvidia-Grafikchip fast das Niveau eines ATI Mobility Radeon X600.

Ausstattung: Hier herrscht Standardkost – der DVD-Brenner beschreibt zweilagige +R-Medien, aber keine RAM-Rohlinge. Je zwei USB-Buchsen finden sich links und rechts am Gehäuse – sie liegen allerdings sehr eng zusammen: Ein dicker USB-Stick kann hier den anderen Port blockieren. Videotelefonierer oder Überwachungs-Freaks freuen sich an der Web-Cam, die im Display-Rahmen integriert ist, Netzwerker über Gigabit-LAN-Anschluss und 11a/g-WLAN.

Akku: Zepto versieht das Znote 2314W mit einem fetten Akku, der hinten über das Gehäuse hinausragt, aber über 4,5 Stunden Laufzeit ermöglicht. Trotzdem wiegt das Notebook mit 2,5 Kilo kaum mehr als vergleichbare Mobilrechner. Die weniger leistungsfähige Grafikkarte trägt ebenfalls zum Stromsparen bei.

Handhabung: Beim schnellen Tippen war die stabile Tastatur etwas laut, die Tasten bieten aber einen deutlichen Druckpunkt. Einige Tasten sind gegenüber einer Standard-Tastatur umsortiert. Praktisch: WLAN lässt sich über einen mechanischen Schalter deaktivieren.

Ergonomie: Der Lüfter fabriziert ein dezentes, aber dauerhaftes Hintergrundrauschen, das sich unter Last verstärkt, aber nur in leiser Umgebung stört. Das sehr helle Display eignet sich zum Filme schauen - wenn man alleine vor dem Notebook sitzt, da der stabile Blickwinkel recht klein ist. Bei Texten störte der niedrige Kontrast.

Fazit: Das Zepto Znote 2314W kostet etwas mehr als vergleichbar ausgestattete Notebooks. Es bietet aber mit der Turbo-Cache-Grafik eine schlaue Lösung für mobile Anwender: Gelegenheitsspieler kommen auf ihre Kosten, der Nvidia-Chip drückt aber nicht die Batterielaufzeit, die aufgrund des großen Akkus hervorragend ist. Auch sonst gibt es am Zepto wenig zu bemäkeln, außer dem Display, das zwar sehr hell, aber sonst nur von mittelmäßiger Qualität ist.

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