Zen Stone im Test: Putziger MP3-Player mit kleinen Macken

Mittwoch den 16.05.2007 um 12:46 Uhr

von Markus Pilzweger

Ein MP3-Player ohne Display? Wie erfolgreich ein solches Modell sein kann, hat Apple mit seinem iPod Shuffle bereits hinlänglich bewiesen. Auf diesen Pfaden möchte nun auch Creative wandern und hat mit dem Zen Stone ein Modell im Angebot, das dem Shuffle nicht nur vom Äußeren ähnelt. Wir haben den Player getestet.
"Wächst der noch?", so oder so ähnlich lauteten die ersten Fragen, nachdem der Zen Stone seiner Verpackung entschlüpft war. Und in der Tat ist das Gerät mit gerade mal 54x35x13 Millimetern und rund 18 Gramm Gewicht nicht gerade ein Riese. Dafür passen auf den 1 GB großen Speicher locker ein paar hundert Songs (bei entsprechender Codierung).

Das Design des Players ist Geschmackssache, mit den gerundeten Ecken erinnert er an einen Kieselstein, die glänzende Oberfläche ist allerdings anfällig für Fingertapser. Auf den ersten Blick wirkt das Gehäuse auch sehr wertig, doch durch das niedrige Gewicht kommt ein wenig Plastik-Feeling auf. Die Verarbeitung des Players ist jedoch sehr gut, nur der Ringbutton reagiert ein wenig träge. Musiktitel können in Ordnern strukturiert (eher sinnvoll) oder ohne Ordnerstruktur auf den Player geladen werden.

In der Verpackung finden sich noch Ohrhörer sowie ein USB-Kabel zum Anschluss des Players an den PC. Weitere Software? Fehlanzeige. Erst ein Blick in den Beipackzettel (den gestandene IT-Profis eigentlich nie lesen ;-) ) offenbarte, dass es eine optionale Player-Software zum Download gibt. Diese hört auf de Namen "Creative Media Lite". Über diese Software kann der Player verwaltet, Lieder übertragen oder gelöscht werden. Ebenfalls im Download-Paket enthalten ist ein Handbuch im PDF-Format. Nötig ist diese Software allerdings nicht, der Zen Stone wird auch als normales USB-Laufwerk unter Windows erkannt und kann beispielsweise auch über den Windows Media Player gefüttert werden. Praktisch an der Creative-Software: Hierüber können Sie die maximale Lautstärke des Players regulieren. Wenn also der Filius Gefahr läuft, sich mit Metallica seine Gehörgänge zu ruinieren, können Sie hier eingreifen und die maximale Lautstärke passwortgeschützt nach unten regulieren.

Die Bedienung ist recht simpel gehalten: Eingeschaltet wird der Zen Stone über einen längern Druck auf die Play-Taste, beim Ausschalten verfährt man ebenso. Über den ringförmigen Button um die Play/Pause-Taste wird die Lautstärke gesteuert, klickt man nach rechts beziehungsweise links, wird der aktuelle Song vor-/zurückgespult beziehungsweise der nächste/vorherige Titel aufgerufen. Eine kleine Leuchtdiode gibt Aufschluss darüber, ob der Player eingeschaltet ist (grün) oder einen Song abspielt (blinkt grün). Bei rotem Licht verlangt das Gerät nach Strom. Die Akkulaufzeit wird mit bis zu zehn Stunden angegeben.

Auf der Oberseite des Zen Stone finden sich weitere Bedienelemente. Hier kann eingestellt werden, ob die Titel der Reihe nach oder zufällig wiedergegeben werden sollen. Über eine Skip-Taste kann von Ordner zu Ordner gesprungen werden.

Mittwoch den 16.05.2007 um 12:46 Uhr

von Markus Pilzweger

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