Xbox 360 im PC-WELT-Test

Freitag den 25.11.2005 um 12:51 Uhr

von Panagiotis Kolokythas, Markus Pilzweger

Ab dem 2. Dezember ist die Xbox 360 von Microsoft auch in Deutschland erhältlich. Selten liest man etwas zum Stromverbrauch einer Konsole, wir haben den Test bei der Xbox 360 gemacht. Von der technischen Ausstattung lässt die Konsole vorerst jeden PC im Regen stehen. Doch lohnt sich der Kauf? Die PC-WELT verrät es Ihnen in einem ausführlichen Test.
Die Xbox 360 wartet mit einer Hardware auf, die alles bisher da gewesene im Unterhaltungs- und auch PC-Bereich in den Schatten stellt. Die 64-Bit-CPU wird speziell für die Xbox 360 von IBM gefertigt und besitzt drei separate Kerne, die jeweils mit 3,2 GHz getaktet sind. Jeder Kern kann gleichzeitig zwei Operationen durchführen. Alle Kerne greifen auf einen 1 MB großen L2-Cache zu und stehen über eine 21,6 GB/s flotte Schnittstelle miteinander in Verbindung.

Der Grafikchip kommt aus dem Hause ATI und wird ebenfalls speziell für die Xbox 360 produziert. Er ist mit 500 MHz getaktet, besitzt 10 MB Embedded-DRAM und nutzt den für eine Konsole mit 512 MB GDDR3-Speicher (700 MHz) üppig bemessenen Hauptspeicher. Zum Vergleich: In der erst vier Jahre alten Xbox 1 werkelt ein Intel P3 mit 733 MHz, 64 MB RAM und eine 233-MHz-GPU. Zwischen den beiden Konsolen liegen damit Hardware-Welten. Trotz der ansonsten fortgeschrittenen Hardware in der Konsole hat sich Microsoft für das im Vergleich dazu veraltete DVD-Format entschieden und setzt nicht wie Sony mit Blu-Ray bei der Playstation 3 auf ein HD-Laufwerk. Vorteil für Microsoft: Die Kosten für die Xbox 360 schießen nicht durch die Verwendung eines HD-DVD-Laufwerks in die Höhe.

Die Xbox 360 verfügt über ein 12-fach-DVD-Laufwerk, das auch Dual-Layer-Medien lesen kann. Die Größe der Festplatte wurde auf 20 GB erhöht. Sie ist nicht mehr in der Konsole integriert, sondern wird aufgesteckt. Auch wenn noch nicht direkt angekündigt, ist davon auszugehen, dass Microsoft auch größere Festplatten anbieten wird. Speicherstände von Spielen nutzen vergleichbar wenig Speicherplatz. Anders sieht das aber bei hochauflösenden Filmen aus, die Microsoft über Xbox Live zum Download anbietet. Diese erreichen Größen von über 100 MB. Hinzu kommen auch Demo-Versionen von Spielen, die schnell über 400 MB groß sind und damit die Festplatte füllen.

Im Gegensatz zur Xbox 1 kann die Xbox 360 direkt ab Werk Film-DVDs abspielen. Eine zusätzliche Hardware ist somit nicht erforderlich. Die Steuerung der Menüs erfolgt dabei über den Controller beziehungsweise die Fernbedienung (die für limitierte Zeit im Premium-Paket enthalten ist).

Freitag den 25.11.2005 um 12:51 Uhr

von Panagiotis Kolokythas, Markus Pilzweger

Kommentieren Kommentare zu diesem Artikel (0)
162982