Grafikkarte

XFX Radeon HD 7770 Black Edition im Test

Donnerstag den 20.09.2012 um 14:35 Uhr

von Friedrich Stiemer

Pine Technology Radeon HD 7770 Black Edition, 1GB GDDR5, 1000MHz (FX-777A-ZNB4)
Pine Technology Radeon HD 7770 Black Edition, 1GB GDDR5, 1000MHz (FX-777A-ZNB4)
Preisentwicklung zum Produkt
Die Black Edition von XFX muss sich im Test beweisen.
Vergrößern Die Black Edition von XFX muss sich im Test beweisen.
XFX hat sich auf die Fahne geschrieben, für Gamer ein gutes Spielerlebnis zu liefern. Mit der übertakteten Radeon HD 7770 sollen auch Zocker mit kleineren Geldbeutel endlich die Chance bekommen, auf vollsten Details zu spielen. Der Test klärt, ob die Grafikkarte das auch schafft.
Die "Black Edition" von XFX lockt mit hohen Taktraten und einem ausgefeilten Kühl-Design. Das Resultat soll ein flüssigeres Spielerlebnis, ein leiseres Betriebsgeräusch und eine effektivere Kühlung sein. Der Test wird zeigen, ob der Hersteller punkten kann.

Multimedia-Leistung: Starkes Stück

Pfeilschnelles Ergebnis!
Vergrößern Pfeilschnelles Ergebnis!

Vor allem mit einem Wert kann die 7770 Black Edition glänzen: Im OpenGL-Benchmark kommen wir auf eine Bildwiederholfrequenz von ganzen 87 Bildern pro Sekunde! Der höchste Wert, den wir bis dato messen konnten. Auch die restlichen Ergebnisse können sich sehen lassen. Bei der Transcodierung von WMVs lässt sich die Grafikkarte aber fast doppelt so viel Zeit wie andere 7770er.

MULTIMEDIA-LEISTUNG XFX Radeon HD 7770 Black Edition (Note: 1,49)
PC-Prozessorlast bei der Filmwiedergabe: Blu-Ray 3D (1080) 3 Prozent
Zeit für das Umwandeln von 60 Sekunden eines Full-HD-Videos ins iPad-Dateiformat: H.264 (MKV) 48 Sekunden
Zeit für das Umwandeln von 60 Sekunden eines Full-HD-Videos ins iPad-Dateiformat: VC-1 (WMV) 42 Sekunden
OpenGL-Leistung (Cinebench 11.5) 87 Bilder/s

Spiele-Leistung: Flotter als die Konkurrenz

Ein vergleichsweise gutes Ergebnis.
Vergrößern Ein vergleichsweise gutes Ergebnis.

Die Bildwiederholraten sind sowohl in Anno 2070 als auch in Dirt 3 bei vollsten Details in Full-HD stets flüssig - die Konkurrenz hinkt zumindest beim Strategiespiel Anno oft hinterher. In Battlefield 3 genügen die Taktraten aber dann doch nicht und die Wiedergabe geht mit ruckligen 24 Bilder pro Sekunde in die Knie. Auch hier gilt: Für ein flüssigeres Spiel müssen Sie nur wenig Details herunterfahren.

SPIELE-LEISTUNG XFX Radeon HD 7770 Black Edition (Note: 1,76)
Battlefield 3: Ultra-Voreinstellungen, 4xAA, 8xAF (1.920 x 1.080) 24 Bilder/s
Anno 2070: sehr hohe Voreinstellungen, 4xAA, 8xAF (1.920 x 1.080) 38 Bilder/s
Dirt 3: sehr hohe Voreinstellungen, 4xAA, 8xAF (1.920 x 1.080) 51 Bilder/s
DirectX 11 (3D Mark 11): Extreme-Voreinstellung (1.920 x 1.080) 1225 Punkte

Ausstattung: Kommt alleine

Umfangreich übertaktet.
Vergrößern Umfangreich übertaktet.

XFX wirbt mit Overclocking und hat neben der GPU auch die Taktraten des Speichers erhöht. So kommt die Black-Edition beim Grafikchip auf 1095 MHz, beim 1 GB großen DDR5-Speicher auf eine physikalische Taktrate von 1245 MHz, was einen Speicherdurchsatz von rund 4,9 GBit/s ergibt. Die Referenz verfügt nur über 1000 MHz bei der GPU respektive 1125 MHz beim Speichertakt. Der Cape-Verde-Chip selbst basiert auf AMDs GNC-Architektur, die wir im Test des Referenz-Designs näher erläutern. Das recht schmale Speicherinterface ist mit 128 Bit gleich geblieben. Technische Schmankerl sind PCI-Express 3.0 , DirectX 11.1 und Techniken wie AMD HD3D oder AMD App Acceleration.

Displayport, HDMI und 2x DVI.
Vergrößern Displayport, HDMI und 2x DVI.

Um gleichzeitig mehrere Monitore parallel anzusteuern, steht Ihnen die Technik Eyefinity zur Verfügung sowie ein Displayport, einmal HDMI und zweimal DVI. Traurig schaut es dagegen beim Lieferumfang aus, denn nicht einmal einen Adapter oder eine Crossfire-Brücke erhalten Sie beim Kauf der XFX-Karte. 


AUSSTATTUNG XFX Radeon HD 7770 Black Edition (Note: 3,95)
Video-Anschlüsse
Displayport 1
HDMI 1
DVI 2
beigelegte Adapter nicht vorhanden
beigelegte Programme nicht vorhanden
beigelegte Spiele nicht vorhanden
Anzahl der gleichzeitig anschließbaren Bildschirme 6
TECHNISCHE DATEN XFX Radeon HD 7770 Black Edition
Grafikprozessor (Takt) AMD Radeon HD 7700
GPU-Takt 1095 MHz
Anschluss PCI Express x16 3.0
Anzahl der Shader 640
Shader-Takt 1095 MHz
DirectX-Version 11.1
Speicher-Größe 1024 MB
Speicher-Typ GDDR5-RAM
Speicher-Takt 1245 MHz
Speicher-Busbreite 128 Bit
Grafikkarten-Bios 015.015.000.002.000000
Grafikkarten-Treiber Catalyst 12.8 (8.982.0.0)
Kartenlänge 21,3 Zentimeter
Kartenbreite 2 Steckplätze
Stromanschluss 1x 6polig

Der Aspekt Umwelt und Gesundheit: Hungriger Hitzkopf

Die "Ghost Thermal Technology".
Vergrößern Die "Ghost Thermal Technology".

Das auf den Namen "Ghost Thermal Technology" getaufte Kühl-Design erweist sich in unserem Test zwar nicht als lauter Krachmacher, auch wenn die Karte mit 1,6 Sone schon hörbar ist. Aber in puncto Hitze könnten die Radiatoren die Abwärme effektiver abführen. Aber mit maximal 64 Grad Celsius unter Last befindet sich die Karte auf keinem kritischen Niveau. Dafür frisst sie mit maximal gemessenen 192 Watt vergleichsweise viel Strom (Verbrauch der gesamten Testplattform). Hier hat die Konkurrenz die Nase vorn.

UMWELT UND GESUNDHEIT XFX Radeon HD 7770 Black Edition (Note: 2,06)
Stromverbrauch des Test-PCs: Leerlauf 76 Watt
Stromverbrauch des Test-PCs: Last 192 Watt
Betriebsgeräusch: Leerlauf 0,2 Sone
Betriebsgeräusch: Last 1,6 Sone
Temperatur: Leerlauf 31° Celsius
Temperatur: Last 64° Celsius

Fazit zur XFX Radeon HD 7770 Black Edition: Volle Leistung bei hohem Stromverbrauch

Die Black Edition steckt voller Leistung, verbraucht aber
viel Strom.
Vergrößern Die Black Edition steckt voller Leistung, verbraucht aber viel Strom.

Mit der Black Edition können neben Multimedia-Köpfen auch Gamer schon zufrieden sein. Im Test ruckelte nur Battlefield 3, kleine Veränderungen sollten jedoch ein flüssigeres Spielerlebnis bescheren. Vor allem die OpenGL-Leistung ist mustergültig und die beste, die wir bis zum jetzigen Zeitpunkt gemessen haben. Des Weiteren verwendet XFX bei der Herstellung seiner Grafikkarten hochwertige Materialien, von denen sich andere Hersteller eine Scheibe abschneiden könnten. Die sehr günstige unverbindliche Preisempfehlung von rund 110 Euro macht die Grafikkarte fit für den Massenmarkt.

Nicht so berauschend fällt aber der Lieferumfang aus, der weder Adapter noch Kabel enthält. Hier darf sich wiederum XFX etwas von der Konkurrenz abschauen. Der gemessene Stromverbrauch ist mit knapp 200 Watt zu hoch, außerdem rauschen die Lüfter etwas zu laut für unseren Geschmack.

Eine Alternative wäre die Asus Radeon HD 7770 DirectCU , die weniger Strom verbraucht und eine fast gleich gute Spiele-Leistung abliefert. Der Preis ist mit knapp 160 Euro aber höher.

TESTERGEBNISSE (NOTEN) XFX Radeon HD 7770 Black Edition
Testnote gut (2,23)
Preisurteil sehr günstig
Multimedia-Leistung (30%) 1,49
Spiele-Leistung (30%) 1,76
Ausstattung (20%) 3,95
Umwelt und Gesundheit (15%) 2,06
Service (5%) 3,15
Service XFX Radeon HD 7770 Black Edition (Note: 3,15)
Garantiedauer 24 Monate
Service-Hotline / deutsch / Wochenenddienst / Erreichbarkeit / durchgehend / per E-Mail erreichbar 0031/206541190 / ja / ja / 0 Stunden / ja / nein
ALLGEMEINE DATEN XFX Radeon HD 7770 Black Edition
Testkategorie Grafikkarten
Grafikkarten-Hersteller XFX
Internetadresse von XFX xfxforce.com/de
Preis (unverbindliche Preisempfehlung) 110 Euro
XFXs technische Hotline 0031/206541190
Garantie des Herstellers 24 Monate

Donnerstag den 20.09.2012 um 14:35 Uhr

von Friedrich Stiemer

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