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X-oom Music Clean 3.30

17.07.2006 | 16:10 Uhr |

Mit der Audio-Software X-oom Music Clean 3.30 lassen sich Audio-Dateien digitalisieren und restaurieren.

Die Installation der Software nervt zunächst, weil die einzugebende Seriennummer auf der Installations-CD steht. Es folgt die obligatorische Aufforderung zur Registrierung. Gedacht ist Music Clean als universelles Audio-Bearbeitungsprogramm, doch bei Software dieser Preisklasse ist natürlich kein Phono-Vorverstärker im Lieferumfang. Zum Digitalisieren von Schallplatten ist er aber unverzichtbar.

Beim ersten Programmstart eine Überraschung: Der mitgelieferte MP3-Encoder schafft augenscheinlich nur 56 KBit/s. Denn – so der Hinweis – für MP3-Songs in guter Qualität soll man den kostenfreien, aber rechtlich umstrittenen LAME-Encoder herunterladen. Dann aber kann es los gehen.

Das Willkommen-Fenster verwirrt etwas: Neben „Restaurationsassistent“ und „Audiodatei öffnen“ findet man hier „Neue Aufnahme erstellen“ und „Aufnehmen durch die Soundkarte“. Was wählt man also, wenn man eine neue Aufnahme via Soundkarte anlegen will? Der Restaurationsassistent ist gut gemacht und führt in den ersten drei Schritten auch Einsteiger mit sinnvollen Voreinstellungen zur Aufnahme. Nur die Eingabequelle – etwa Line In - sollte man konkret auswählen, da es mit der Voreinstellung „Stereo Mix“ im Test manchmal zu übersteuerten Aufnahmen kam. Die automatische Trennung der Aufnahme in einzelne Tracks gelang fast immer.

Bei Schritt 4 ist es mit der intuitiven Bedienung vorbei. Zwar analysiert Music Clean hier das Aufgenommene, doch befand die Software offenbar keine unserer Test-Kassetten für verbesserungsbedürftig. Zumindest waren die Regler für „Rauschminderung“ und „Klick-Filter“ stets auf „0“ und auch der Equalizer blieb außen vor. Hier wären sinnvolle Vorschläge für Einsteiger wünschenswert. Negativ: Geänderte Einstellungen hört man hier bei der Wiedergabe nicht.

Im letzten Schritt kann man entweder eine CD brennen oder das Aufgenommene als Audio-Datei (WAV, WMA, Ogg Vorbis oder MP3) speichern. Letzteres quittierte die Software im Test immer mit einer Fehlermeldung und brach ab. Die Arbeit ohne Assistent erfordert einige Einarbeitungszeit, das Handbuch hilft bei der Bedienung des Programms kaum weiter. Immerhin gelang im Test so aber das Speichern von Aufnahmen im MP3- und Ogg-Vorbis-Format.

Fazit: Music Clean eignet sich zum gelegentlichen Digitalisieren von relativ gutem Ausgangs-Material. Gute Ergebnisse erhält man erst nach einiger Einarbeitung. Vorwissen in Sachen Audio-Bearbeitung ist von Nutzen.

Alternative: Music Cleaning Lab ( www.magix.de) bietet eine schlüssigere Bedienerführung und führt auch Einsteiger sicher zum gewünschten Ergebnis.

BEWERTUNG

Leistung (50%): Note 3,5
Bedienung (35%): Note 3,5
Dokumentation (5%): Note 3,5
Installation/De-Installation (5%): Note 2,0
Systemanforderungen (5%): Note 3,0

GESAMTNOTE: 3,4

Anbieter:

BHV

Weblink:

www.bhv.de

Preis:

ca. 30 Euro

Betriebssysteme:

Windows 2000, XP

Plattenplatz:

ca. 8 MB

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