12.06.2007, 08:20

Thomas Hackenberg

X-oom Internet Movies 3

Internet Movies 3 unterstützt den Nutzer beim Up- und Download von Videos aus dem Web. Im Test hatten wir mit dem Programm allerdings etliche Schwierigkeiten – einige Funktionen müssten nachgebessert werden.

Internet Movies 3 ist im Gegensatz zur letzten Version dieser Software kein reiner Format-Wandler für Videos, sondern unterstützt den Benutzer beim Hoch- und Runterladen von Filmchen auf Videoportalen wie Youtube oder My Video.
Das Downloaden von Videos, die auf den bekannten Plattformen zu sehen sind, erfordert Handarbeit: Die Url muss manuell in das passende Feld kopiert werden. Ein Plug-in für verbreitete Browser wäre hilfreich. Gut: Als Zielpfad nimmt Internet Movies 3 automatisch das Laufwerk mit dem meisten freien Speicher.
Negativ: Ein Player für Flash-Videos gehört nicht zum Lieferumfang. Der Upload für Youtube, My Video, Clipfish und Google Video gestaltet sich einfach: Portal und Film auswählen, Benutzerdaten, Titel und Schlüsselworte eingeben, und los geht’s. Dumm nur, wenn man für die verschiedenen Portale unterschiedliche Zugangsdaten hat.
Internet Movies 3 speichert nur einen Satz Daten. Eine Vorschaufunktion fehlt beim Upload ins Internet ebenso, wie ein Abbruch-Button – falls man mal das falsche Video ausgewählt hat. Ungeschützte Video-DVDs soll Internet Movies 3 kopieren sowie in gängigen Formaten (Divx, WMV) auf Festplatte rippen können. Profile für PSP, iPod, verbreitete PDAs und Handys bringt die Software bereits mit.
Im Test klappte dies oft nicht. Entweder meldete Internet Movies 3 bereits nach wenigen Sekunden den Vollzug - auf der Platte fand sich aber keine brauchbare Datei. Oder der Fortschrittsbalken war auch nach 100 Minuten noch immer bei 0% und das Konvertieren musste manuell abgebrochen werden. Dabei fror die Software gelegentlich ein. Manchmal half nur noch der Abschuss via Task-Manager oder ein PC-Neustart.
Etwas besser funktionierte das Brennen von Filmen auf DVD. Internet Movies 3 konnte zwar im Test mit DV-Material im AVI-Container nichts anfangen, doch DivX-Filme wurden auf DVD gebrannt. Dafür ließ sich Internet Movies 3 auch auf einem 3-GHz-PC reichlich Zeit. Ein 48-Minuten-Film war erst nach knapp 70 Minuten auf dem Rohling – leider von 4:3 auf 16:9 verzerrt.
Benutzerdefinierte Einstellungen konnten aufgrund eines Programmfehlers nicht vorgenommen werden. Die beim Umwandeln angezeigten Infos über Quell- und Zielformat waren sehr oft falsch, was dann zu verzerrten Darstellungen beim Abspielen der Disk führte. Beim Konvertieren einer Video-Datei in ein anderes Format war zwar die Vorschau verzerrt, der fertige Film hatte aber das korrekte Seitenverhältnis.
Im Expertenmodus lassen sich Filme vor dem Wandeln noch beschneiden. Die zweite Schnittmarke ignorierte Internet Movies im Test allerdings mehrfach. Das Konvertieren von kurzen Filmschnipseln dauerte hier teilweise sehr lange. Das Fenster wirkt, im Gegensatz zu den übrigen, überladen und unübersichtlich. Der Aufbau ist teilweise unlogisch, das Menü „ Max. Ausgabegröße“ funktionierte nicht richtig. Vorhandene Inhalte auf DVD-RWs wurden im Test ungefragt überschrieben.
Fazit: Vom Konzept her ein vielversprechendes Programm, das aber im Test deutliche Schwachstellen offenbarte. Beim Konvertieren von Videos besteht Nachbesserungsbedarf. Der Expertenmodus sollte überarbeitet werden.
Alternative: Mit Filme für unterwegs 2 (www.magix.de) kann man Internet-Videos aller Art aufzeichnen und in gängige Formate wandeln.
BEWERTUNG

Leistung (50%): Note 4,0
Bedienung (35%): Note 3,0
Dokumentation (5%): Note 2,0
Installation/De-Installation (5%): Note 3,5
Systemanforderungen (5%): Note 3,5
GESAMTNOTE: 3,5
Anbieter: BHV
Weblink: www.x-oom.de
Preis: ca. 30 Euro
Betriebssysteme: Windows 2000, XP, Vista
Plattenplatz: ca. 145 MB
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