28.07.2010, 11:11

Alexander Kuch

Wohnzimmer-PC

Arlt Home Mediabox 7 Intel Atom N330 im Test

Die Arlt Home Mediabox 7 Intel Atom N330 ist mit Blu-ray, TV-Karte und einer satten Ausstattung fürs Wohnzimmer konzipiert. PC WELT hat den PC unter die Lupe genommen.
Mit der Arlt Mediabox 7 Intel Atom N330 hat der Hersteller bereits einen Wohnzimmer-PC im Angebot, der auf der bewährten Kombination von Intels Atom 330 mit Nvidoas ION-Chipsatz setzt. Die integrierte TV-Karte beherrschte seinerzeit nur DVB-T. Das aktuelle Modell empfängt nun auch zusätzlich ein DVB-S-Signal. Bei der restlichen Ausstattung hat sich dagegen nur wenig verändert.
Ausstattung: Wie das Vorgängermodell verfügt die Arlt Home Mediabox 7 Intel Atom N330 über eine Festplatte mit 1 TB Kapazität. Das interne optische Laufwerk liest Blu-rays und beschreibt DVDs und CDs. Neben einem Gigabit-Ethernet-Anschluss hat Arlt ein schnelles WLAN-Modul integriert. Im Zubehör der Arlt Home Mediabox 7 Intel Atom N330 fanden wir alles, was Sie fürs Heimkino benötigen: Außer der TV-Fernbedienung liegt eine Fernbedienung für das Windows Media Center bei. Auch an eine DVB-T-Antenne hat Arlt wieder gedacht.
Das Gehäuse der Arlt Home Mediabox 7 Intel Atom N330 ist aus gebürstetem Aluminium und wirkt dadurch prinzipiell recht hochwertig. Prangte schon beim Vorgängermodell ein knallroter, überdimensionierter Arlt-Schriftzug auf der PC-Vorderseite, klebt dieser nun gar in dreifacher Ausfertigung auf beiden Seitenflächen und dem Deckel. Ob Designfreunde dies im Wohnzimmer sehen möchten, bleibt dem Geschmack überlassen. Einen echten Nachteil gegenüber dem Vorgängermodell entdeckten wir aber auf der Frontseite: Einen Speicherkartenleser gibt es dieses Mal nicht. Die vorderen Anschlüsse (2 USB, 2 Audio und 1 Firewire) sind wieder hinter eine Klappe verborgen. Auf der Rückseite fanden wir mit DVI, HDMI und VGA alle wichtigen Monitor-Schnittstellen. Zum Anschluss eines Surround-Boxensets gibt es je einen optischen und koaxialen S/P-DIF-Ausgang. Peripheriegeräte verbinden Sie über die sechs USB-Buchsen oder den eSATA-Port mit der Mediabox.
Windows 7 Home Premium ist auf der Festplatte in der 64-Bit-Variante vorinstalliert und liegt auf eine Systembuilder-DVD bei. Ein Büroprogramm fehlt, zum Brennen von Datenträgern dient Nero 9 Essentials. Für die Wiedergabe von Blu-ray legt Arlt wiederum Cyberlink PowerDVD Ultra bei - dieses Mal in Version 10. Die Arlt Home Mediabox 7 Intel Atom N330 ist mit 1000 Euro rund 320 Euro teurer als das Vormodell.
Handhabung: Aufgrund der jetzt schon üppigen Ausstattung bietet das Gehäuse der Arlt Home Mediabox 7 Intel Atom N330 praktisch keine Erweiterungsmöglichkeiten mehr. Die Hauptplatine unterstützt nicht mehr als die bereits verbauten vier Gigabyte Arbeitspeicher. Obwohl auf der Platine noch ein SATA-Steckplatz frei wäre für eine zweite Festplatte, gibt es keinen freien Einbauschacht mehr.
Vorschaugrafik: Arlt Home Mediabox 7 Intel Atom N330 im Test - klein
Das Combo-Laufwerk beschrieb im PC-WELT-Test eine CD-R in rund sechseinhalb und eine DVD-R in etwas weniger als elf Minuten - diese Werte liegen im guten Durchschnitt. Auch die Kopierzeit unserer Test-DVD war mit acht Minuten und fünfzehn Sekunden passabel.
Rechenleistung: Gegenüber dem Vormodell gab es aufgrund der identischen CPU-Grafikchip-Kombination bei der Tempomessung praktisch keine Veränderung. Die Arlt Home Mediabox 7 Intel Atom N330 spielte im Test Blu-ray-Filme flüssig und ruckelfrei ab. Nach einem kurzen Sendersuchlauf gab der PC auch das TV-Signal flüssig wieder und zeichnete Sendungen problemlos auf der Festplatte auf. Die Arlt Home Mediabox 7 Intel Atom N330 ist diesbezüglich also ein optimales Medienwiedergabegerät, wenngleich die Leistung für Videobearbeitung und Spiele aufgrund der Netbook-Komponenten nicht ausreicht.
Stromverbrauch/Betriebsgeräusch: Mit 53 Watt bereits im Desktop-Betrieb verbraucht die Arlt Home Mediabox 7 Intel Atom N330 deutlich mehr Energie als andere Wohnzimmer-PCs auf Basis des Intel Atom 330. Auch gegenüber dem Vorgängermodell ist der Verbrauch um rund neun Prozent höher. Unter Last liegen die Werte beider PCs aber gleichauf.
Bezüglich der Betriebslautstärke hat Arlt allerdings seine Hausaufgaben gemacht und den Geräuschpegel gesenkt. Seinerzeit hatte PC WELT beim Vorgängermodell das laute Rattern der Festplatte moniert. Die Arlt Home Mediabox 7 Intel Atom N330 arbeitete mit 0,4 Sone (Desktop-Betrieb) beziehungsweise 0,5 Sone (Volllast) zwar deutlich ruhiger als der Vorgänger, aber nicht so leise wie beispielsweise Apples Mac mini.
Fazit:Die Arlt Home Mediabox 7 Intel Atom N330 ist ein gelungener Wohnzimmer-PC, der Blu-rays ruckelfrei abspielt und neben DVB-T auch Satellitenfernsehen empfängt. Gegenüber dem Vorgängermodell fällt das reduzierte Betriebsgeräusch auf, Freunde der Digitalfotografie werden aber den Speicherkartenleser vermissen. An der Leistung hat sich nichts geändert - diese ist für die Medienwiedergabe gut bemessen. Lobenswert bleibt die Beigabe eines vollwertigen Blu-ray-Abspielprogramms und einer DVB-T-Antenne. Konnte Arlt diesen Luxus beim letzten Mal noch für unter 700 Euro anbieten, ist der PC nun mit 1000 Euro aber sehr teuer, zumal es bei der Ausstattung nur wenig Veränderungen gab.
Alternativen: Wenn Sie das lautere Betriebsgeräusch nicht stört, ist das Vorgängermodell Arlt Mediabox 7 Intel Atom N330 mit rund 680 Euro eine deutlich preisgünstigere und noch erhältliche Alternative.
Varianten: Arlt Home Mediabox 7 Intel Atom N330 mit Microsoft Wireless Desktop 3000
Arlt Home Mediabox 7 Intel Atom N330 mit Microsoft Entertainment Wireless Desktop 7000
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