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Windows only

Farblaserdrucker Dell 2130cn

16.01.2009 | 11:59 Uhr |

Der Farblaserdrucker Dell 2130cn im komplett schwarzen Gehäuse soll in kleinen Arbeitsgruppen und Unternehmen Dienst tun. Er bringt dafür viele Eigenschaften mit, lässt aber auch Manches vermissen.

Besonderheit: Dell legt dem Farblasermodell 2130cn ausschließlich Windows-Treiber bei. Mac-Betriebssysteme bleiben damit unberücksichtigt - ungewöhnlich in dieser Druckerklasse. Auch sonst ist die Ausstattung des Geräts eng kalkuliert: So beherrscht es zwar die Emulationen PCL (Printer Command Language) 6 und 5e, sieht jedoch Postscript überhaupt nicht vor - nicht einmal als Option. An Anschlüssen finden sich USB und Ethernet. Eine Duplex-Einheit muss der Anwender für rund 180 Euro extra kaufen. Zudem ist das Bedrucken von Folien nicht möglich. Das Medium fehlt nicht nur in der Treiberauswahl, sondern wurde vom Drucker auch nicht korrekt verarbeitet. Streifen und eine mangelnde Deckung fielen besonders störend auf.

Qualität: Im Farbmodus erhielten wir Ausdrucke mit leuchtenden, manchmal recht plakativen Farben. Ein Raster war stets zu erkennen. Texte und Grafiken in Graustufen waren dagegen die Stärke des Geräts. Insbesondere im Textmodus stimmten die Schwarzdeckung und die Buchstabenschärfe - siehe die hochauflösende Aufnahme unseres Textausschnitts. Den glatten Kanten konnten auch vereinzelte Tonerspitzer nichts anhaben.

Tempo: Hier offenbarte der Drucker Eigenheiten: So gab er im Farbmodus richtig Gas. Auf unseren 12-Seiter aus Acrobat etwa warteten wir gerade einmal 57 Sekunden. Dagegen bremste sich das Gerät im Textmodus regelmäßig selbst, um zu kalibrieren, wie am Display zu lesen war. Im Ergebnis benötigte er für 20 Seiten Grauert-Brief 2:18 Minuten - vergleichsweise lange.

Verbrauch: Im Lieferumfang finden sich Tonerkartuschen mit Standard-Befüllung - lobenswert. Sie werden seitlich in den Drucker gesetzt und sind von der Trommel getrennt. Legten wir das Nachfüllset mit höchster Reichweite zugrunde, kamen wir auf Seitenkosten von 2,1 Cent für das schwarzweiße und 8,3 Cent für das farbige Blatt. Das sind vertretbare Folgekosten. Gleichzeitig zeigte sich das Dell-Modell genügsam im Stromverbrauch: Die Lüfter schaltete es erst kurz vor Druckbeginn an und gleich nach Erledigung des Druckjobs wieder ab. Zudem ging der Drucker im Ruhemodus auf 10,5 Watt und regulierte zum Energiesparen auf 6 Watt weiter herunter - lobenswert.

Fazit: Ein Bürodrucker, der dank aktueller Energietechnik leise und genügsam arbeitet. Ein Kandidat für Anwender, denen PCL-Emulationen und Windows-Treiber ausreichen.

Alternativen: Im vergleichbaren Preisbereich liegt der Lexmark C543dn . Der Farblaserdrucker bringt in der Ausstattung wesentlich mehr mit als das Dell-Modell. Neben den PS-Treibern ist die integrierte Duplex-Einheit zu nennen. Ganz abgesehen davon, dass der Lexmark-Drucker auch Mac-Betriebssysteme unterstützt.

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