Windows-Tuning

Team Viewer 4

Freitag den 27.03.2009 um 08:00 Uhr

von Tobias Weidemann

Team Viewer ermöglicht schnelles und einfaches Desktop-Sharing. Egal ob Sie Fernwartung leisten, gemeinsam eine Bildschirmpräsentation anschauen oder Dateien von einem zum anderen PC transferieren – das für Privatnutzer kostenlose Tool überzeugt durch unkomplizierte Handhabung, auch hinter Firewalls. Die kommerzielle Version ist allerdings recht teuer.
Hilfe aus der Ferne: Team Viewer ermöglicht Fernwartung
auch über ein Browser-Interface
Vergrößern Hilfe aus der Ferne: Team Viewer ermöglicht Fernwartung auch über ein Browser-Interface
© 2014
Es gibt eine Reihe von kostenlosen Lösungen zum Fernsteuern von PCs, doch die meisten erfordern eine umfangreiche Konfiguration und eignen sich daher nur eingeschränkt, wenn Sie weniger erfahrene Anwender durch Fernwartung unterstützen wollen. Anders Team Viewer, das das Desktopbild auf einen anderen Bildschirm überträgt und so die Steuerung entfernter Systeme ermöglicht.

Handhabung: Die Verbindung erfolgt über eine neunstellige Login-Nummer und ein fünfstelliges Passwort, das Sie mit dem Partner per Mail oder Telefon austauschen. Team Viewer eignet sich auch zum Übertragen von Bildschirmpräsentationen auf einen oder mehrere Rechner gleichzeitig und zum Steuern anderer Rechner. Dabei ist es gleichgültig, ob am entfernten Rechner jemand sitzt, der die Verbindung mit aufbaut oder ob es sich um einen Server handelt, von dessen korrekter Arbeit Sie sich überzeugen wollen. In diesem Fall erfolgt der Login per Autostart-Eintrag. Die Betrachtungsrichtung lässt sich per Knopfdruck wechseln, etwa wenn Sie dem Partner zeigen wollen, wie etwas aussehen müsste. Außerdem ermöglicht Team Viewer das Übertragen von Dateien und Ordnern über einen integrierten Dateimanager. Die Daten fließen dabei entweder über einen Server des Unternehmens oder per Peer-to-peer (bei größeren Datenmengen). Das erfordert ein gewisses Vertrauen gegenüber dem Anbieter, stellt aber ein unserer Meinung nach vertretbares Risiko dar, da der Datenverkehr verschlüsselt wird.

Praktisch in der neuen Version: Das Programm passt sich an unterschiedliche Bildschirmauflösungen und Seitenverhältnisse an. Vergleichen mit der letzten Version erfolgt die Übertragung schneller, da das Bildcaching verbessert wurde – ein merklicher Geschwindigkeitsgewinn, wenn einer der Kunden nur über eine langsame DSL-Verbindung (bis DSL 2000) verfügt. Die Anwendung lässt sich als installierte Software betreiben (schlanke 5 MB Speicherbedarf), als Stand-alone-Tool vom USB-Stick starten oder per Web-Interface steuern. Das ist praktisch, wenn Sie vom Internet-Café aus arbeiten.

Fazit: Ein pflegeleichtes Desktop-Sharing-Tool, das über einige praktische Zusatzfunktionen verfügt. Auch für den schnellen Austausch kleinerer und größerer Datenmengen bestens geeignet.

Alternative: Ultra VNC ( www.uvnc.com ) ist ebenfalls kostenlos, ist aber weniger intuitiv in der Handhabung.

BEWERTUNG

Leistung (50%): Note 1,5
Bedienung (35%): Note 1,0
Dokumentation (5%): Note 1,5
Installation/De-Installation (5%): Note 1,0
Systemanforderungen (5%): Note 2,0

GESAMTNOTE: 1,3

Anbieter:
Teamviewer
Weblink:
www.teamviewer.com
Preis:
gratis für privat
Betriebssysteme:
Windows 2000, XP, Vista
Plattenplatz:
ca. 5 MB

Freitag den 27.03.2009 um 08:00 Uhr

von Tobias Weidemann

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