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Personal Desktop 3

13.03.2009 | 08:00 Uhr |

Personal Desktop 3 bietet eine alternative Programmoberfläche (Desktop) für Windows. Das Programm lässt sich recht einfach bedienen, lediglich die Konfiguration ist ein wenig umständlich. Lobenswert sind der sehr große Funktionsumfang und der geringe Bedarf an Ressourcen.

Der Standard-Desktop von Windows ist meist eine recht fade Sache. Ein Hintergrundbild, diverse Icons, eventuell die Sidebar – das war’s auch schon. Mit Personal Desktop soll das anders werden: die Software verspricht neben einem futuristischen Look auch etliche Funktionen, die dem Anwender das Leben erleichtern sollen. Die Installation ist schnell erledigt, und nach dem beim ersten Start leider notwendigen Aktivierungsvorgang folgt ein gewisser „Wow-Effekt“. Der Desktop ist in mattem Schwarz gehalten, das obere Bildschirmdrittel wird von einer Slideshow (standardmäßig Fische) eingenommen. Darunter finden sich links alle Desktop-Icons, daneben Platz für Notizen sowie ein Kalender. Leider überdeckt der Desktop die Vista-Sidebar nicht, diese muss der Anwender selbst deaktivieren. Außerdem sind die Icons relativ klein, was besonders auf modernen LCDs manchmal ein Suchspiel nach dem richtigen Programm zur Folge hat.

Der Funktionsumfang ist sehr hoch: auf Mausklick lassen sich verschiedene Widgets aktivieren, so zum Beispiel eine Uhr, ein Adressbuch, ein MP3-Player, ein Taschenrechner, das aktuelle Wetter und viele mehr.

Handhabung: Leider ist nicht auf den ersten Blick ersichtlich, wie die Module aufzurufen sind (nämlich über die Titelleiste), sonst gibt es daran nichts auszusetzen. Praktisch ist auch die Möglichkeit, am unteren Bildschirmrand zwei verschiedene RSS-Feeds anzeigen zu lassen. Dazu stellt der Hersteller über seine Homepage eine Auswahl zur Verfügung, es können aber auch andere und eigene Channels angegeben werden. Witzig, aber nicht unbedingt notwendig ist die automatische Stundenansage, ebenso das „Pocket-Web“, das einen Minibrowser auf den Desktop holt. Vorbildlich ist der geringe Ressourcenverbrauch: auch auf einem älteren Office-PC zwang die Slideshow den PC nicht in die Knie, laut Hersteller kann es aber bei On-Board-Grafikchips zu kleinen Problemen kommen.

Fazit: Mit Personal Desktop 3 kann der Anwender sein Windows komplett anders aussehen lassen. Durch die vielen Mini-Programme ersetzt es fast schon ein Adressbuch und einen Terminplaner. 26 Euro sind für ein anderes Aussehen des Desktops aber auch ein stolzer Preis.

Alternative: Talisman Desktop ( www.lighttek.com ) ist mit ca. 20 Euro etwas günstiger, bietet aber keine Widgets, sondern nur ein verändertes Windows.

BEWERTUNG

Leistung (50%): Note 1,5
Bedienung (35%): Note 1,0
Dokumentation (5%): Note 1,5
Installation/De-Installation (5%): Note 1,5
Systemanforderungen (5%): Note 1,0

GESAMTNOTE: 1,3

Anbieter:

Zonelink

Weblink:

www.zonelink.de

Preis:

ca. 26 Euro

Betriebssysteme:

Windows XP, Vista

Plattenplatz:

ca. 30 MB

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