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Win DVD 8 Gold

19.12.2006 | 08:30 Uhr |

Die DVD-Player-Software Win DVD 8 Gold bietet die gewohnt übersichtliche Bedienerführung. Nervig ist lediglich, dass sich bei der Installation noch etliche andere Programme auf die Festplatte drängen – zum Teil, ohne den Anwender zu fragen.

Die Installation verlief eigentlich problemlos, doch wollten neben der eigentlichen Player-Software noch andere Programme mit auf die Festplatte. Zunächst fragt die Software, ob Google-Desktop installiert werden soll. Dieses Tool ist bei einer großen und vollen Platte sicher sinnvoll, um Video-Dateien schnell zu finden. Danach will auch noch der Real Player installiert werden, was wenig sinnvoll erscheint, wenn man bedenkt, dass gerade eine universelle Medien-Abspiel-Software eingerichtet wird. Zudem wird der Real Player nach dem ersten Programmstart zum Standard-Player für gängige Video-Formate. Das kann niemand wollen, der gerade 30 Euro in Win DVD investiert hat. Apples Quicktime schließlich landet ungefragt mit auf dem PC.

Win DVD selbst präsentiert sich mit gewohnt übersichtlicher Bedienung. Alle wichtigen Bedienelemente sind schnell und bequem erreichbar. Das Umschalten vom Fenster- in den Vollbild-Modus und zurück erledigt ein Mausklick auf den Video-Bereich. Witzig: Die Möglichkeit, die Farbe der Player-Oberfläche zu verändern, findet man unter „Hautfarbe verändern“. Gut: Vor- und Zurückspulen erlaubt Win DVD 8 mit bis zu 60-facher Geschwindigkeit. Während der schnelle Vorlauf im Test durchwegs gut gefiel, war der Rücklauf manchmal sehr ruckelig. Überhaupt ruckelte die Wiedergabe – auch von nagelneuen Kauf-DVDs – im Test auf einem 2,4-GHz-PC überraschend häufig. Schlecht: Beim Stoppen der DVD-Wiedergabe oder Beenden des Programms merkt sich Win DVD nicht automatisch die zuletzt gesehene Szene. Hat man kein Lesezeichen gesetzt, muss man den Film von vorne beginnen oder suchen. Ebenfalls nervig: Beim Öffnen von Video-Dateien merkt sich das Programm nicht den Pfad der zuletzt geöffneten Datei, sondern beginnt immer in „Eigene Dateien“. Bevormundung: Die Screenshot-Funktion von Windows ist deaktiviert, wenn Win DVD gestartet ist. Die Software selbst erstellt zwar Standbilder und kurze Film-Sequenzen aus Video-DVDs, aber nur, wenn der Rechteinhaber dies gestattet. Bei Divx-Filmen ist diese Funktion nicht aktiv.

Die Gold-Version der Software unterstützt alle gängigen Video-Formate außer hochauflösendes Video und spielt auch Audio-CDs (mit Animationen) ab. Win DVD 8 Gold versteht nun SRS True Surround VT und SRS Trusound Headphone. Der Einsatz als UPnP-Media-Client ist möglich. Zur Verbesserung der Bildqualität greift Win DVD 8 direkt auf die Hardware-Funktionen von Intels Clear Video und Nvidias Pure Video zu. Außerdem gibt es eine Chef-Taste (F12) die das Programm sofort vom Bildschirm holt. Wer diese Taste jedoch nutzen will, sollte die Ballon-Tipps von Windows deaktivieren, da diese ihn sonst verraten.

Fazit: Eine gute DVD-Player-Software mit kleinen Schwächen beim Komfort. Ein Update von einer früheren Version auf die aktuelle Gold-Variante lohnt nicht. Hochauflösendes Video gibt nur Win DVD 8 Platinum wieder.

Alternative: Power DVD 7 Standard ( www.cyberlink.de ) bietet Vergleichbares zum gleichen Preis. Ein UPnP-Client fehlt allerdings.

BEWERTUNG

Funktionen (35%): Note 2,5
Bedienung (35%): Note 1,5
Hardware-Auslastung (20 %): Note 2,5
Installation/De-Installation (5%): Note 2,5
Dokumentation (5%): Note 2,0

GESAMTNOTE: 2,1

Anbieter:

Intervideo / Ulead

Weblink:

www.ulead.de

Preis:

30 Euro

Betriebssysteme:

Windows XP, Vista

Plattenplatz:

ca. 140 MB

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