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Wileyfox Spark X im Test

07.10.2016 | 17:08 Uhr |

Großes Smartphones aus London mit CyanogenOS für 180 Euro! Das Wileyfox Spark X überzeugt im Preis, doch auch in der Praxis? Lesen Sie hier den ausführlichen Test.

Das britische Unternehmen Wileyfox, seit 2015 aktiv, bedient mit seinen Handys das Niedrigpreissegment - alle Geräte kosten weniger als 200 Euro! Das teuerste und damit auch am besten ausgestattete Gerät Spark X liegt bei 180 Euro.

TEST-FAZIT: Wileyfox Spark X

Das Wileyfox Spark X überzeugt mit seinem Preis und der vergleichsweise langen Akkulaufzeit. Die Performance ist dagegen teilweise unter dem Niveau ähnlicher Einsteiger-Handys - das geht eindeutig besser! Design und Verarbeitung sind für die Preisklasse in Ordnung, unter Druck leidet aber die Stabilität. Ein Unding ist, selbst in dieser Preisklasse, auf einen Lade-Adapter im Lieferumfang zu verzichten. Bei unserem Testmodell funktionierte außerdem die Google-Suchleiste nicht und es befindet sich Dreck auf der Linse, der nicht entfernbar ist.

Pro

+ Lange Akkulaufzeit

+ Design in Ordnung

Contra

- Schwache Performance

- Stabilität solala

- Geringe Display-Auflösung bei der Größe

- Fehlender Lade-Adapter

TESTERGEBNISSE (NOTEN)

Wileyfox Spark X

Testnote

befriedigend (2,52)

Preis-Leistung

sehr günstig

Ausstattung und Software (24 %)

2,01

Handhabung und Bildschirm (24 %)

2,48

Internet und Geschwindigkeit (20 %)

2,71

Mobilität (19 %)

2,07

Multimedia (10 %)

4,01

Service (3 %)

3,40

Handhabung und Display: Sandstone-Design

Design: Wileyfox verpasst dem Spark X eine Sandstone-Rückseite wie einst OnePlus seinem ersten Flaggschiff-Killer One. Alledings ist die Oberfläche nicht so rau, eher soft und samtig. Das Handy fühlt sich also schon mal gut an. Man merkt und sieht dem Spark X jedoch die Dicke von 8,75 Millimetern an. Ansonsten ist die Verarbeitung in Ordnung, auch wenn sich das Gehäuse bei Krafteinwirkung recht leicht verbiegen lässt. So stabil wie doppelt oder dreifach so teure Smartphones ist ein Einsteiger-Handy dann doch nicht.

Das ist selten geworden: Eine abnehmbare Rückseite! Darunter finden Sie einen wechselbaren Akku, einen Speicherkarten-Slot sowie zwei Steckplätze für je eine SIM-Karte. Während die meisten Hersteller mittlerweile auf Nano-SIMs setzen, bleibt Wileyfox dem Micro-SIM-Kartenformat treu.

Das Display löst bei 5,5 Zoll mit HD etwas gering auf.
Vergrößern Das Display löst bei 5,5 Zoll mit HD etwas gering auf.
© Wileyfox

Display: Der 5,5 Zoll große Bildschirm löst mit HD (720 x 1280 Pixel) auf. Wenn man genau hinsieht, erkennt man leichte Unschärfen und Treppenbildungen bei Rundungen. Die Helligkeit ist in Ordnung, Farben sind dagegen nicht sehr kräftig, eher blass.

Handhabung und Bildschirmqualität

Wileyfox Spark X (Note: 2,48)

Verarbeitungsqualität

mittelmäßig

Akku wechselbar

ja

Bedienung Touchscreen / Touchscreen-Technik

1 / kapazitiv

Bildschirm: Technik / Diagonale / Größe / Auflösung / Punktedichte

IPS LCD / 14,0 Zentimeter (5,5 Zoll) / 720 x 1280 Pixel / 267 ppi

Bildschirm-Qualität: Kontrast / Helligkeit

1266:1 / 361 cd/m²

Leistung: Langsames Arbeitstempo

Die Hardware im Inneren des Spark X entspricht der Preisklasse: Einsteiger. Der Quad-Core-Prozessor MediaTek 6735 arbeitet mit 4 Kernen (1,3 GHz) und wird von 2 GB RAM unterstützt. In der Praxis bedienen wir das Handy zwar überwiegend flüssig, dennoch müssen Sie sich insgesamt an ein durchschnittlich langsames Arbeitstempo gewöhnen. Auf Befehle reagiert das Spark X immer langsamer als bei einem Oberklasse- oder gar Highend-Smartphone. Das sollte jedem Einsteiger bewusst sein.

Unsere Benchmark-Ergebnisse zeigen sogar, dass das Spark X deutlich langsamer ist als viele Konkurrenten in der gleichen Preisklasse. Ein Honor 5C erreicht im 3D Mark mit 11.551 Punkten ein doppelt so hohes Ergebnis wie das Spark X mit 5314 Punkten - und das Honor 5C ist mit 20 Euro Aufpreis im PC-WELT-Preisvergleich nur geringfügig teurer. Im Sony Xperia E5 arbeitet übrigens die gleiche CPU. Und auch bei diesem Handy haben wir die schwache Leistung bemängelt.

Internet und Geschwindigkeit

Wileyfox Spark X (Note: 2,71)

Browser: Geschwindigkeit / Flash unterstützt

1441 Millisekunden / nein

Geschwindigkeit: Startzeit / Datenübertragung / Tempo-Messung (Antutu)

00:46 Minuten / 00:43 Minuten / 31.603 Punkte

Ausstattung und Software: CyanogenOS basierend auf Android 6

Als Software-Grundlage dient dem Wileyfox Spark X Android 6.0.1. Darüber liegt CyanogenOS 13.0.1. Sie bekommen also die meisten Marshmallow-Funktionen sowie Cyanogen-Features, wodurch Sie das System etwas individueller anpassen können. Im Test fällt uns allerdings auf, dass die Google-Suchleiste auf dem Startbildschirm, die standardmäßig aktiviert ist, nicht funktioniert - das kann aber auch ein Fehler unseres Testgeräts sein.

Der Gerätespeicher ist 16 GB groß, davon sind rund 11 GB frei verfügbar. Via Micro-SD-Karte können Sie den Speicher um maximal 32 GB erweitern - die erweiterbare Größe hätte auch in dieser Preisklasse etwas höher sein können.

Das günstige Wileyfox Spark X bietet eine Dual-SIM-Funktion
Vergrößern Das günstige Wileyfox Spark X bietet eine Dual-SIM-Funktion
© Wileyfox

Wileyfox setzt auf eine Dual-SIM-Funktion sowie auf Bluetooth 4.1 und LTE Cat4 - NFC fehlt an dieser Stelle. Auch legen die Briten dem Handy weder ein Netzteil noch ein Headset bei, lediglich ein USB-Kabel ist dabei.

Mobilität: Großer Akku, viel Ausdauer

Der Akku des Spark X bietet mit 3000 mAh eine hohe Kapazität für ein Einsteiger-Handy. Der Vorteil: Wir messen im Test Dauer-Surfen eine Zeit von 8:41 Stunden, bei dem der Browser alle 10 Sekunden eine neue Webseite bei 75 prozentiger Display-Helligkeit aufruft. In der Praxis bedeutet es, dass Sie locker 1,5 Tage ohne Akkuladung auskommen bei "normaler" Nutzung. Allerdings dauert das Aufladen recht lange, weil Sie den USB-Port Ihres Rechners nutzen müssen. Oder Sie besitzen noch einen Lade-Adapter eines anderen Handys.

Mobilität

Wileyfox Spark X (Note: 2,07)

Akkulaufzeit

08:41 Stunden

Gewicht

162.9 Gramm

Multimedia: Kameraqualität in Ordnung

Der Bildsensor der Hauptkamera löst mit 13 Megapixeln auf. Die Kamera-App startet etwas träge, dagegen zeigt sie das Live-Bild flüssig an. Der Autofokus ist zwar nicht der Schnellste, die Fotoqualität ist aber brauchbar. Für einen Schnappschuss zwischendurch ist die Kamera durchaus geeignet. Bei unserem Testgerät befindet sich jedoch Dreck auf der Linse unterhalb des Schutzglases, wodurch wir auf jedem Foto einen dunklen Punkt mittig im Bild haben - diesen sehen wir übrigens auch schon in der Live-Ansicht der Kamera-App.

Multimedia

Wileyfox Spark X (Note: 4,01)

Kamera: Auflösung / Bildqualität / Autofokus / Touch-Fokus / Makro / Motivprogramme / Bildstabilisator / optischer Zoom / digitaler Zoom / mechanischer Auslöser / LED-Licht

4224 x 3168 Bildpunkte / 3 / ja / ja / nein / nein / nein / ja / nein / ja

Video: Auflösung / Bild- und Tonqualität / Bildstabilisator / Aufnahme Stereoton

1920 x 1080 Bildpunkte / mittel / nein / nein

DLNA

ja

ALLGEMEINE DATEN

Wileyfox Spark X

Testkategorie

Smartphones

Smartphone-Hersteller

Wileyfox

Internetadresse von Wileyfox

www.wileyfox.com/de/

Preis (unverbindliche Preisempfehlung)

180 Euro

Technische Hotline

/

Garantie

24 Monate

DIE TECHNISCHEN DATEN

Wileyfox Spark X

Größe (L x B x H in Millimeter)

154 x 79 x 9 Millimeter

Formfaktor

Barren

Betriebssystem

Android 6.0.1 mit CyanogenOS 13.0.1

Prozessor (Takt)

MediaTek MTK6735 (Quad-Core. 1.3 GHz)

3G/4G-Tempo / LTE

150 MBit/s / ja

Bluetooth / WLAN / NFC / GPS

4.1 / 802.11n / nein / ja

USB / HDMI / Klinkenstecker

Micro / nein / ja

interner Speicher / davon frei / Speichererweiterung

16 GB / 11 GB / Micro-SD

Lieferumfang

USB-Kabel

Handbuch: ausführlich / deutsch / gedruckt / als PDF

ja / ja / ja / nein

installierte Software / verfügbare Apps

viel / sehr viele

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